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Die Scheinwerfereinstellung

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Die Scheinwerfereinstellung gehört wie auch der Ölwechsel ganz selbstverständlich zu jedem Kundendienst dazu. Bei den Werkstättentests der Autozeitschriften wird meist deshalb auch ein Scheinwerfer bewusst von  den Testern vorher verstellt. 

Die korrekte Einstellung ist enorm wichtig:

  • Bei zu niedrig eingestellten Scheinwerfern verliert der Fahrer entscheidende Meter an Sichtweite. 
  • Bei zu hoch eingestellten Scheinwerfern wird man zu einem gefährlichen Blender.

  Lesen Sie auch den Bericht über den Lichttest.


Einstellgerät von Hella
 

 

 

Voraussetzungen zur Einstellung

 

e = 1,2% = H - 12 cm

 

 

Vorbereitung des Fahrzeuges nach StVZO

 

 

 

 

Einstellung des Scheinwerfereinstellgerätes (SEG)

 

 

 

Überprüfung

  • Das Abblendlicht einschalten

  • Hell-Dunkelgrenze im Einstellgerät überprüfen

  • gegebenenfalls korrigieren

  • Fernlicht einschalten

  • Der Spot muss zentral liegen

  • Nebelscheinwerfer einschalten

  • Neigungswinkel am Gerät auf 20 stellen

  • Hell-Dunkelgrenze prüfen

  • während der Prüfung Gerät immer parallel führen

  • Schienensysteme ermöglichen genaueste Prüfungen

 

Im Einstellgerät ist die Hell-Dunkelgrenze sichtbar

 

Einstellung

Verstellte Scheinwerfer können in der Regel mit zwei Einstellschrauben horizontal sowie vertikal/Diagonal per Hand oder mit Sechskant- bzw. Kreuzschraubendreher korrigiert werden. Dabei muss die Hell-Dunkelgrenze exakt mit der gestrichelten Linie im Einstellgerät übereinstimmen.

Bei Xenon-Scheinwerfern ist eine Überprüfung und Einstellung nur in Verbindung mit einem Werkstatt-Test- und Auslesegerät möglich.

 

Provisorische Einstellung

Besitzt man kein Scheinwerfereinstellgerät kann man dennoch ausreichend genug den Neigungswinkel einstellen.

 

Zustandsprüfungen

Aber nicht nur die korrekte Einstellung der Scheinwerfer ist von Bedeutung, sondern auch die Leistung und Funktionstüchtigkeit der Scheinwerfer selbst. Zu prüfen sind der Zustand von Streuscheibe, Glühlampe und Reflektor

Die Werkstatt wird neben der Einstellung somit auch die Lichtstärke des Scheinwerfers per eingebauter Fotodiode messen. Die Lichtausbeute lässt bei manchen Modellen innerhalb von 5 Jahren um bis zu 50 % nach. In den meisten Fällen hilft eine gezielte Überarbeitung der Lichtanlage, ohne den Scheinwerfer zu tauschen. Bei größeren Mängeln hilft oft nur der Austausch des kompletten Scheinwerfers.  

 

Digitales Luxmeter von Hella
Exakte Wertanzeige in Zahlen.

Häufige Ursachen von Mängeln an Scheinwerfern

Die Steckverbindungen zwischen Generator (Lichtmaschine) und Scheinwerfer korrodieren, es entsteht ein Spannungsabfall. 10 % Spannungsabfall bedeuten 30% weniger Lichtleistung. Stecker überprüfen und reinigen.  

Auch Glühlampen altern! Bei dem Austausch von Glühlampen können auch lichtstärkere eingesetzt werden ( z. B. von H4 auf H4+30). Bitte lesen Sie aber hierzu auch den Bericht über "Richtige Beleuchtung".

Durch Steinschlag oder Korrosion werden die Streu - oder Abschlussscheiben getrübt. Die winzigen Einschläge brechen das Licht und verursachen eine erhöhte Eigenblendung. Bei völlig zerkratzten klaren Abschlussscheiben der neueren Fahrzeuge hilft nur der Wechsel des kompletten Scheinwerfers.  

Durch Eindringen von Feuchtigkeit in den Scheinwerfer beispielsweise, kann die Leistung des Lichts stark gemindert werden, der Reflektor kann matt werden, Korrosion wird begünstigt. Kurzfristig kann mit einem Fön die Feuchtigkeit entfernt werden, in der Regel ist ein Austausch erforderlich.

 

Quellen: Hella

Links: Lichttest | Richtige BeleuchtungXenonlicht |

 

Wiesinger

26.08.2010

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