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Die Scheinwerfereinstellung


Scheinwerfer Paraboloid Xenon

Einstellung

ECE
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Die

Scheinwerfereinstellung

gehört wie auch der Ölwechsel ganz selbstverständlich zu jedem Kundendienst dazu. Bei den Werkstättentests der Autozeitschriften wird meist deshalb auch ein Scheinwerfer bewusst von  den Testern vorher verstellt. 

Die korrekte Einstellung ist enorm wichtig:

  • Bei zu niedrig eingestellten Scheinwerfern verliert der Fahrer entscheidende Meter an Sichtweite. 
  • Bei zu hoch eingestellten Scheinwerfern wird man zu einem gefährlichen Blender.

  Lesen Sie auch den Bericht über den Lichttest.


Einstellgerät von Hella 

 

 

Voraussetzungen zur Einstellung

  • Bei Fahrzeugen mit automatischer Leuchtweitenreglung (bei Xenon-Licht Pflicht), sind grundsätzlich die Angaben des Herstellers zu beachten.

  • Bei Fahrzeugen mit manueller Leuchtweitenreglung ist die Verstelleinrichtung auf die Grundstellung einzustellen. Bei älteren Fahrzeugen befindet sich diese oberhalb der Scheinwerfer, bei moderneren ist ein Schalter neben dem Lichtschalter angebracht. Lesen Sie hierzu auch die Info Leuchtweitenregulierung.

  • Bei den meisten Scheinwerfern liegt der einzustellende Neigungswinkel bei 1,2 %. Die richtige Neigung muss nach Herstellerangaben überprüft werden. In der Nähe der Scheinwerfer steht meist ein Hinweis hierzu. Oder man achtet auf die Angabe am Scheinwerfer. Bei einigen Scheinwerfern beträgt die Neigung auch 1%.

  • Nebelscheinwerfer sind auf 2% einzustellen

  • Ist der einzustellende Neigungswinkel beispielsweise 1,2 %, so bedeutet dies, dass das Licht sich bei 10 m Entfernung um 12 cm absenkt.

 

e = 1,2% = H - 12 cm

 

 

Vorbereitung des Fahrzeuges nach StVZO

  • Die Anweisungen des Herstellers sind zu beachten.

  • Die Reifen müssen den vorgeschriebenen Luftdruck aufweisen.

  • Der Fahrersitz ist mit 75 kg oder einer Person zu belasten.

  • Ein ebener Untergrund ist die Voraussetzung für die richtige Einstellung der Scheinwerfer (Bodenunebenheit nicht > 1 mm/m.

 

 

 

 

Einstellung des Scheinwerfereinstellgerätes (SEG)

 

  • Das Gerät muss parallel zum Auto ausgerichtet werden. 

  • Der Abstand des Geräts zum Fahrzeug soll zwischen 30 und 70 cm betragen.

  • Die Mitte der Linse soll zur Mitte des Scheinwerfers hin ausgerichtet werden (eine horizontale bzw. vertikale  Abweichung von 3 cm ist erlaubt).

  • Richtigen Neigungswinkel wählen.

 

 

Überprüfung

  • Das Abblendlicht einschalten

  • Hell-Dunkelgrenze im Einstellgerät überprüfen

  • gegebenenfalls korrigieren

  • Fernlicht einschalten

  • Der Spot muss zentral liegen

  • Nebelscheinwerfer einschalten

  • Neigungswinkel am Gerät auf 20 stellen

  • Hell-Dunkelgrenze prüfen

  • während der Prüfung Gerät immer parallel führen

  • Schienensysteme ermöglichen genaueste Prüfungen

 

Im Einstellgerät ist die Hell-Dunkelgrenze sichtbar

 

Einstellung der Scheinwerfer

Verstellte Scheinwerfer können in der Regel mit zwei Einstellschrauben horizontal sowie vertikal/Diagonal per Hand oder mit Sechskant- bzw. Kreuzschraubendreher korrigiert werden. Dabei muss die Hell-Dunkelgrenze exakt mit der gestrichelten Linie im Einstellgerät übereinstimmen.

Bei Xenon-Scheinwerfern ist eine Überprüfung und Einstellung nur in Verbindung mit einem Werkstatt-Test- und Auslesegerät möglich.

 

Provisorische Einstellung der Scheinwerfer

Besitzt man kein Scheinwerfereinstellgerät kann man dennoch ausreichend genug den Neigungswinkel einstellen.

  • Das Fahrzeug 10 Meter vor einer weißen Wand platzieren

  • Die Mittelachse des Scheinwerfers auf die weiße Wand übertragen (markieren). 

  • Je nach Fahrzeugtyp die entsprechende prozentuale Neigung des Scheinwerferlichts ermitteln und anzeichnen (Erklärung oben)

  • Überprüfen, ob Linie und Scheinwerferlicht übereinstimmen und bei Bedarf korrigieren.

 

Zustandsprüfungen

Aber nicht nur die korrekte Einstellung der Scheinwerfer ist von Bedeutung, sondern auch die Leistung und Funktionstüchtigkeit der Scheinwerfer selbst. Zu prüfen sind der Zustand von Streuscheibe, Glühlampe und Reflektor. 

Die Werkstatt wird neben der Einstellung somit auch die Lichtstärke des Scheinwerfers per eingebauter Fotodiode messen. Die Lichtausbeute lässt bei manchen Modellen innerhalb von 5 Jahren um bis zu 50 % nach. In den meisten Fällen hilft eine gezielte Überarbeitung der Lichtanlage, ohne den Scheinwerfer zu tauschen. Bei größeren Mängeln hilft oft nur der Austausch des kompletten Scheinwerfers.  

 

Digitales Luxmeter von Hella
Exakte Wertanzeige in Zahlen.

Häufige Ursachen von Mängeln an Scheinwerfern

  • Spannungsabfall an Steckverbindern

Die Steckverbindungen zwischen Generator (Lichtmaschine) und Scheinwerfer korrodieren, es entsteht ein Spannungsabfall. 10 % Spannungsabfall bedeuten 30% weniger Lichtleistung. Stecker überprüfen und reinigen. 

  • Glühlampe gealtert

Auch Glühlampen altern! Bei dem Austausch von Glühlampen können auch lichtstärkere eingesetzt werden ( z. B. von H4 auf H4+30). Bitte lesen Sie aber hierzu auch den Bericht über "Richtige Beleuchtung".

  • Streu - oder Abschlussscheibe getrübt

Durch Steinschlag oder Korrosion werden die Streu- oder Abschlussscheiben getrübt. Die winzigen Einschläge brechen das Licht und verursachen eine erhöhte Eigenblendung. Bei völlig zerkratzten klaren Abschlussscheiben der neueren Fahrzeuge hilft nur der Wechsel des kompletten Scheinwerfers.  

  • Feuchtigkeit

Durch Eindringen von Feuchtigkeit in den Scheinwerfer beispielsweise, kann die Leistung des Lichts stark gemindert werden, der Reflektor kann matt werden, Korrosion wird begünstigt. Kurzfristig kann mit einem Fön die Feuchtigkeit entfernt werden, in der Regel ist ein Austausch erforderlich.

 

Quellen: Hella

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Johannes Wiesinger
bearbeitet: 21.09.2011

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