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 am Beispiel des Werkstatttests des ADAC

Davor fürchten sich alle Kfz-Service Werkstätten:

Heimlich durchgeführte

Auto-Werkstättentests

Diese werden sowohl intern durch den Hersteller als auch, immer beliebter werdend, von den Autozeitschriften aber auch vom ADAC selbst, durchgeführt. Dabei wird in der Regel immer ein herkömmliches Kundenfahrzeug anonym bei der Werkstatt zum Kundendienst vorbei gebracht. In der Regel werden dann vorher 5 relativ einfach zu findende Fehler eingebaut. Diese sind meist nicht zu kompliziert und sollten von der Werkstatt bei Durchführung aller Punkte aus der Service-Checkliste auch zu finden sein.

Nebenbei wird auch der Servicebetrieb selbst, also z.B. Dinge wie die Freundlichkeit des Servicepersonals, das Kundengespräch, die Direktannahme sowie die Fahrzeugübergabe mit bewertet. Dem hat man mittlerweile auch bei der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker Rechnung getragen: In der Prüfungsordnung sind unter anderem Kundengespräche zu absolvieren.

Hier wird stellvertretend ein Test des ADAC vorgestellt, bei dem 25 Vertragswerkstätten, 25 Reparaturbetriebe (die zu einer Kette gehören), als auch 25 freie Werkstätten getestet wurden.

Die Aufgabe war für alle gleich:

Eine Fahrzeuginspektion sollte nach Herstellervorschrift durchgeführt werden. Die fünf eingebauten Fehler hätten zwangsläufig gefunden werden müssen, wäre der Serviceplan korrekt abgearbeitet worden.

Neben der technischen Durchführung der Inspektion wurden alle wichtigen Serviceaspekte wie

  • Auftragserteilung,
  • Fahrzeugübernahme und
  • Rechnungsstellung

untersucht.

ADAC Werkstatt-Test 2011
Die Werkstätten haben sich lt. ADAC gegenüber 2009 verbessert. Dennoch: Es ist noch "Luft nach oben".   

Das Ergebnis des ADAC Werkstatt Tests 2011:

ADAC Werkstatt-Test 2011

Autofahrer zahlen geschätzte acht Millionen Euro für nichts

Der ADAC wollte wissen, ob Autowerkstätten aus ihren Fehlern lernen. Deshalb hat der Club in seiner bundesweiten Stichprobe dieselben Betriebe wie 2009 unter die Lupe genommen. Auch die gleichen fünf Fehler wurden wieder versteckt. Ergebnis: 20 der 75 getesteten Servicebetriebe haben sich in der Gesamtwertung im Vergleich zu 2009 verbessert, zwölf um bis zu drei Notenstufen verschlechtert. Fanden 2009 noch 27 Prozent der getesteten Betriebe nicht alle Fehler, waren es 2011 nur 19 Prozent – ein positiver Trend. 

Die schlechtesten Ergebnisse lieferten einige Betriebe von Citroën, Fiat und Nissan ab. Dort blieben manchmal gleich mehrere Mängel unentdeckt. Die Werkstätten von Mercedes, BMW, Ford, Opel, Renault, Seat und Skoda machten es vorbildlich: In jedem dieser Markenbetriebe haben die Mechaniker alle Fehler gefunden. 

Beim Finden der Fehler sind 18 Firmen besser geworden, 12 schneiden schlechter ab. Bei der Servicequalität haben sich 38 Werkstätten verbessert, 26 verschlechtert. 14 Werkstätten haben trotz detaillierter Arbeitslisten nicht alle Fehler gefunden. Wenn man annimmt, dass alle Markenwerkstätten (die 27 Millionen Inspektionen pro Jahr durchführen) ebenso häufig einen Fehler übersehen wie in diesem ADAC Test, dann ergäbe diese Hochrechnung: Die deutschen Autofahrer bezahlen knapp acht Millionen Euro für nicht erbrachte Leistungen.  

Hauptkritikpunkt des ADAC: Die von den Herstellern klar vorgeschriebenen Arbeiten wurden nicht immer komplett erledigt, aber stets vollständig berechnet. Durch das Finden aller eingebauten Fehler waren 60 Punkte zu erreichen. Die Servicequalität ging mit 40 Punkten in die Wertung ein. 

Daneben kritisiert der ADAC nicht verständliche Rechnungen. Der Club rät allen Autofahrern, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen. Werkstätten sollten ihre Stundensätze deutlich sichtbar auf die Rechnung schreiben. So kann der Kunde vergleichen. 

Die Ergebnisse im Detail zum Download

Zu diesem Test bietet der ADAC einen Film an.

 

Quelle: ADAC






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Johannes Wiesinger
bearbeitet: 29.01.2012

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