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 am Beispiel des Werkstatttests des ADAC

Davor fürchten sich alle Kfz-Service Werkstätten:

Heimlich durchgeführte Auto-Werkstättentests

Diese werden sowohl intern durch den Hersteller als auch, immer beliebter werdend, von den Autozeitschriften aber auch vom ADAC selbst, durchgeführt. Dabei wird in der Regel immer ein herkömmliches Kundenfahrzeug anonym bei der Werkstatt zum Kundendienst vorbei gebracht. In der Regel werden dann vorher 5 - 6 relativ einfach zu findende Fehler eingebaut. Diese sind meist nicht zu kompliziert und sollten von der Werkstatt bei Durchführung aller Punkte aus der Service-Checkliste auch zu finden sein.

Nebenbei wird auch der Servicebetrieb selbst, also z.B. Dinge wie die Freundlichkeit des Servicepersonals, das Kundengespräch, die Direktannahme sowie die Fahrzeugübergabe mit bewertet. Dem hat man mittlerweile auch bei der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker Rechnung getragen: In der Prüfungsordnung sind unter anderem Kundengespräche zu absolvieren.

Hier wird stellvertretend ein Test des ADAC vorgestellt, bei dem 24 Vertragswerkstätten, 24 Reparaturbetriebe (die zu einer Kette gehören), als auch 24 freie Werkstätten getestet wurden.

Die Aufgabe war für alle gleich:

Eine Fahrzeuginspektion sollte nach Herstellervorschrift durchgeführt werden. Die fünf eingebauten Fehler hätten zwangsläufig gefunden werden müssen, wäre der Serviceplan korrekt abgearbeitet worden.

 

Neben der technischen Durchführung der Inspektion wurden alle wichtigen Serviceaspekte wie

untersucht.

 Insgesamt war die Bilanz ernüchternd, denn jede dritte untersuchte Werkstatt arbeitete laut ADAC-Urteil nur „mangelhaft“. Bei den Freien Werkstätten schlampten sogar mehr als die Hälfte. 

Am besten hatten die Vertragswerkstätten abgeschnitten. Alle vier Mercedesbetriebe erhielten die Note „sehr gut“. Bei VW und Toyota schnitten drei der vier Vertragswerkstätten mit „gut“ ab. Ford-Betriebe konnten mit einem „sehr gut“ und einem „gut“ aufwarten. Bei Opel gab es je zwei Mal „gut“ und „zufrieden stellend“. Deutlich schwächer punkteten die Renault-Werkstätten. In der Gesamtwertung erreichten die Vertragswerkstätten im Schnitt 76 von 100 möglichen Punkten, der mittlere Preis für eine Inspektion betrug 232 Euro.

Bei den Werkstatt-Ketten von „1a-Autoservice“ und „Meisterhaft“ war das Ergebnis durchwachsen. Neben dreimal „sehr gut“ und dreimal „gut“ gab es insgesamt zehn „mangelhafte“ Bewertungen. Kettenbetriebe boten die Inspektionen im Schnitt für 177 Euro an, das Ergebnis fiel mit 61 Punkten allerdings auch entsprechend schlechter aus.

Am Ende der Wertung rangieren mit 13 Mal „mangelhaft“ die Freien Werkstätten. Sie kassierten im Mittel169 Euro, erreichten allerdings nur 52 Gesamtpunkte. 

Fazit:

Wer sein Auto in die Werkstatt bringen muss, ist in einem Vertragsbetrieb am besten aufgehoben. Dies ist zumindest das Ergebnis des ADAC-Werkstatttests, bei dem 72 Reparaturbetriebe unter die Lupe genommen wurden.

Als Resümee des Tests rät der ADAC den Autofahrern, auf einer gemeinsamen Auftragsannahme am Fahrzeug zu bestehen und sich den genau formulierten Auftrag immer schriftlich bestätigen zu lassen. Teuere Zusatzarbeiten muss man ohne Einverständnis nicht akzeptieren. 

ADAC Werkstätten Test 2009


Bei einer bundesweiten Stichprobe des ADAC in 75 Vertragswerkstätten wurden in mehr als einem Viertel der Betriebe (27 Prozent) nicht alle eingebauten Fehler gefunden. Die 75 überprüften markengebundenen Kfz-Betriebe haben mit 33 nicht behobenen Mängeln die Test-Fehlerquote des Vorjahres (60 nicht behobene Mängel) fast halbiert. 85 Prozent der Werkstätten erhielt die Gesamtnote „Gut“ oder „Sehr gut“. Rund zwei Drittel der geprüften Werkstätten schnitten sogar mit „sehr gut“ ab (49 Betriebe). Herausragend: Alle fünf getesteten Mercedes-Werkstätten haben „sehr gut“ abgeschnitten – beim Beheben technischer Mängel ebenso wie im Service. Beim diesjährigen ADAC-Werkstatt-Check wurden je fünf Betriebe der 15 volumenstärksten Automarken in Deutschland unter die Lupe genommen.

Allerdings gibt es noch etliches Verbesserungspotenzial. Die Autofahrer mussten auch für Arbeiten bezahlen, die überhaupt nicht ausgeführt wurden. Dabei steht die Kontrolle aller geprüften Punkte in den Wartungslisten, die nach Herstellervorschrift zu befolgen sind. Vier Prozent der vom ADAC getesteten Werkstätten (drei Betriebe) bekamen ein „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Enttäuschend das Ergebnis einer Toyota-Werkstatt, in der vier von fünf Mängeln unbeachtet blieben und auch noch ein unnötiges Zusatzmittel berechnet wurde.

Hauptkritikpunkt bei diesem ADAC-Check: Die von den Herstellern klar vorgeschriebenen Arbeiten wurden nicht immer rundum erledigt, wohl aber stets vollständig berechnet. Durch das Finden aller fünf eingebauten Fehler waren 60 Punkte zu erreichen. Die Servicequalität ging mit 40 Punkten in die Wertung ein. Dazu zählen Details wie telefonische Terminvereinbarung, Fahrzeugabgabe, Auftragsannahme, Auftragserweiterung, Fahrzeugabholung und Rechnungsstellung.

Rechnungen, die nicht verständlich sind, stehen ebenfalls in der Kritik des ADAC. Der Club rät daher dem Autofahrer, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen. Stehen auf der Rechnung unverständliche Posten, sollte man unbedingt nachfragen und sich alles erklären lassen. Außerdem sollten Laien die Wartungslisten (die von 95 Prozent der Betriebe ausgehändigt wurden) genau lesen: So können sie viele der Prüfpunkte selbst kontrollieren. Wenn etwa eine Glühlampe der Beleuchtung weiterhin defekt ist, sollte der Verbraucher sofort reklamieren.

Werkstätten sollten ihre Stundensätze deutlich auf die Rechnung schreiben. So kann der Kunde vergleichen. Und: Keine ungefragten Zusatzarbeiten ohne eindeutige Notwendigkeit und ohne Rücksprache mit dem Kunden!


Mehr Infos beim ADAC:

 Fabrikat Durchschnittl. Gesamtpunktzahl Vorjahresergebnis           (Punkte +/- zum Vorjahr) 
 1.Mercedes  98  96 (+2)
 2.Audi  93  75 (+18)
 3.Seat  92  86 (+6)
 4.Opel  90  76 (+14)
    VW  90  89 (+1)
    BMW  90  91 (-1)
 7.Peugeot  89  80 (+9)
 8.Citroën  88  74 (+14)
    Honda  88   –
    Nissan  88  73 (+15)
 11.Renault  87  68 (+19)
      Skoda  87  83 (+4)
 13.Fiat  84  70 (+14)
 14.Ford  83  77 (+6)
 15.Toyota  81  76 (+5)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ADAC

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Wiesinger

geändert: 08.02.2010