| www.kfztech.de |
Kfz-Werkstätten Tests |
| Umweltauto | Recht | CO2-Steuer Befreiung | Autokategorien | |||
| Spritsparer |
|
Plakettenverordnung | Gebrauchtwagen | |||
| Werkstättentest | Winterreifentest | Autobewertung | Parkinfo | Schadstoffeinteilung |
|
am Beispiel
des Werkstatttests des ADAC
Davor fürchten sich alle Kfz-Service Werkstätten: Heimlich durchgeführte Auto-Werkstättentests Diese werden sowohl intern durch den Hersteller als auch, immer beliebter werdend, von den Autozeitschriften aber auch vom ADAC selbst, durchgeführt. Dabei wird in der Regel immer ein herkömmliches Kundenfahrzeug anonym bei der Werkstatt zum Kundendienst vorbei gebracht. In der Regel werden dann vorher 5 - 6 relativ einfach zu findende Fehler eingebaut. Diese sind meist nicht zu kompliziert und sollten von der Werkstatt bei Durchführung aller Punkte aus der Service-Checkliste auch zu finden sein. Nebenbei wird auch der Servicebetrieb selbst, also z.B. Dinge wie die Freundlichkeit des Servicepersonals, das Kundengespräch, die Direktannahme sowie die Fahrzeugübergabe mit bewertet. Dem hat man mittlerweile auch bei der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker Rechnung getragen: In der Prüfungsordnung sind unter anderem Kundengespräche zu absolvieren. Hier wird stellvertretend ein Test des ADAC vorgestellt, bei dem 24 Vertragswerkstätten, 24 Reparaturbetriebe (die zu einer Kette gehören), als auch 24 freie Werkstätten getestet wurden. Die Aufgabe war für alle gleich: Eine Fahrzeuginspektion sollte nach Herstellervorschrift durchgeführt werden. Die fünf eingebauten Fehler hätten zwangsläufig gefunden werden müssen, wäre der Serviceplan korrekt abgearbeitet worden. |
Neben der technischen Durchführung der Inspektion wurden alle wichtigen Serviceaspekte wie
untersucht.
Insgesamt war die Bilanz ernüchternd, denn jede dritte untersuchte Werkstatt arbeitete laut ADAC-Urteil nur „mangelhaft“. Bei den Freien Werkstätten schlampten sogar mehr als die Hälfte.
Am besten hatten die Vertragswerkstätten abgeschnitten. Alle vier Mercedesbetriebe erhielten die Note „sehr gut“. Bei VW und Toyota schnitten drei der vier Vertragswerkstätten mit „gut“ ab. Ford-Betriebe konnten mit einem „sehr gut“ und einem „gut“ aufwarten. Bei Opel gab es je zwei Mal „gut“ und „zufrieden stellend“. Deutlich schwächer punkteten die Renault-Werkstätten. In der Gesamtwertung erreichten die Vertragswerkstätten im Schnitt 76 von 100 möglichen Punkten, der mittlere Preis für eine Inspektion betrug 232 Euro.
Bei den Werkstatt-Ketten von „1a-Autoservice“ und „Meisterhaft“ war das Ergebnis durchwachsen. Neben dreimal „sehr gut“ und dreimal „gut“ gab es insgesamt zehn „mangelhafte“ Bewertungen. Kettenbetriebe boten die Inspektionen im Schnitt für 177 Euro an, das Ergebnis fiel mit 61 Punkten allerdings auch entsprechend schlechter aus.
Am Ende der Wertung rangieren mit 13 Mal „mangelhaft“ die Freien Werkstätten. Sie kassierten im Mittel169 Euro, erreichten allerdings nur 52 Gesamtpunkte.
Fazit:
Wer sein Auto in die Werkstatt bringen muss, ist in einem Vertragsbetrieb am besten aufgehoben. Dies ist zumindest das Ergebnis des ADAC-Werkstatttests, bei dem 72 Reparaturbetriebe unter die Lupe genommen wurden.
Als Resümee des Tests rät der ADAC den Autofahrern, auf einer gemeinsamen Auftragsannahme am Fahrzeug zu bestehen und sich den genau formulierten Auftrag immer schriftlich bestätigen zu lassen. Teuere Zusatzarbeiten muss man ohne Einverständnis nicht akzeptieren.
ADAC Werkstätten Test 2009
Immer noch zu wenig Sorgfalt
die Test-Fehlerquote des Vorjahres fast halbiert
Mercedes Autowerkstätten fünfmal „sehr gut“
Bei einer bundesweiten Stichprobe des ADAC in 75 Vertragswerkstätten wurden in
mehr als einem Viertel der Betriebe (27 Prozent) nicht alle eingebauten Fehler
gefunden. Die 75 überprüften markengebundenen Kfz-Betriebe haben mit 33 nicht
behobenen Mängeln die Test-Fehlerquote des Vorjahres (60 nicht behobene Mängel)
fast halbiert. 85 Prozent der Werkstätten erhielt die Gesamtnote „Gut“ oder
„Sehr gut“. Rund zwei Drittel der geprüften Werkstätten schnitten sogar mit
„sehr gut“ ab (49 Betriebe). Herausragend: Alle fünf getesteten
Mercedes-Werkstätten haben „sehr gut“ abgeschnitten – beim Beheben technischer
Mängel ebenso wie im Service. Beim diesjährigen ADAC-Werkstatt-Check wurden je
fünf Betriebe der 15 volumenstärksten Automarken in Deutschland unter die Lupe
genommen.
Allerdings gibt es noch etliches
Verbesserungspotenzial. Die Autofahrer mussten auch für Arbeiten bezahlen, die
überhaupt nicht ausgeführt wurden. Dabei steht die Kontrolle aller geprüften
Punkte in den Wartungslisten, die nach Herstellervorschrift zu befolgen sind.
Vier Prozent der vom ADAC getesteten Werkstätten (drei Betriebe) bekamen ein
„ausreichend“ oder „mangelhaft“. Enttäuschend das Ergebnis einer
Toyota-Werkstatt, in der vier von fünf Mängeln unbeachtet blieben und auch noch
ein unnötiges Zusatzmittel berechnet wurde.
Hauptkritikpunkt bei diesem ADAC-Check: Die von den Herstellern klar
vorgeschriebenen Arbeiten wurden nicht immer rundum erledigt, wohl aber stets
vollständig berechnet. Durch das Finden aller fünf eingebauten Fehler waren 60
Punkte zu erreichen. Die Servicequalität ging mit 40 Punkten in die Wertung ein.
Dazu zählen Details wie telefonische Terminvereinbarung, Fahrzeugabgabe,
Auftragsannahme, Auftragserweiterung, Fahrzeugabholung und Rechnungsstellung.
Rechnungen, die nicht verständlich sind, stehen ebenfalls in der Kritik des
ADAC. Der Club rät daher dem Autofahrer, den Wagen zusammen mit dem
Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen.
Stehen auf der Rechnung unverständliche Posten, sollte man unbedingt nachfragen
und sich alles erklären lassen. Außerdem sollten Laien die Wartungslisten (die
von 95 Prozent der Betriebe ausgehändigt wurden) genau lesen: So können sie
viele der Prüfpunkte selbst kontrollieren. Wenn etwa eine Glühlampe der
Beleuchtung weiterhin defekt ist, sollte der Verbraucher sofort reklamieren.
Werkstätten sollten ihre Stundensätze deutlich auf die Rechnung schreiben. So
kann der Kunde vergleichen. Und: Keine ungefragten Zusatzarbeiten ohne
eindeutige Notwendigkeit und ohne Rücksprache mit dem Kunden!
Mehr Infos beim ADAC:
| Fabrikat | Durchschnittl. Gesamtpunktzahl | Vorjahresergebnis (Punkte +/- zum Vorjahr) |
| 1.Mercedes | 98 | 96 (+2) |
| 2.Audi | 93 | 75 (+18) |
| 3.Seat | 92 | 86 (+6) |
| 4.Opel | 90 | 76 (+14) |
| VW | 90 | 89 (+1) |
| BMW | 90 | 91 (-1) |
| 7.Peugeot | 89 | 80 (+9) |
| 8.Citroën | 88 | 74 (+14) |
| Honda | 88 | – |
| Nissan | 88 | 73 (+15) |
| 11.Renault | 87 | 68 (+19) |
| Skoda | 87 | 83 (+4) |
| 13.Fiat | 84 | 70 (+14) |
| 14.Ford | 83 | 77 (+6) |
| 15.Toyota | 81 | 76 (+5) |
Quelle: ADAC
Wiesinger
geändert: 08.02.2010