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Autobahn Rastplätze und Raststätten Test

Nicht nur zur Urlaubszeit sind viele Menschen quer durch Deutschland mit dem Auto unterwegs. Zur Mittagszeit macht man gerne bei einer Raststätte oder einem Autohof halt. Wie der ADAC in seiner jüngsten Studie heraus gefunden hat, sind diese Rastmöglichkeiten oft nur bedingt zu empfehlen. Bei einigen Rasthöfen wäre man gut damit beraten, vor dem Betreten zunächst eine Auslandsversicherung abzuschließen. Ein derartiger Versicherungsschutz für die Zeit des Urlaubs oder der Geschäftsreise tritt im Schadensfall dafür ein, dass der Betroffene umfassend gegen alle Eventualitäten abgesichert ist. Auch auf Reisen ins europäische Ausland ist man mit so einem Reiseschutzbrief auf der sicheren Seite.

Rastplätze:

  • Viel Schmutz und wenig Sicherheit
  • ADAC untersucht Parkplätze an Autobahnen
  • Kein „sehr gut“ für deutsche Anlagen

20.08.2009 - 31 000 Kilometer kreuz und quer durch Europa legten die ADAC-Experten beim Test von 101 Autobahn-Rastplätzen in 16 Ländern, 20 davon in Deutschland, zurück.

Auf der Suche nach einer erholsamen Rast fanden sie zum Beispiel Uringeruch und Fäkalien auf einigen Anlagen, ein blankes Loch im Boden statt einer Toilettenschüssel (Bild) oder jede Menge obszöner Sprüche an den Toilettenwänden. Dementsprechend negativ fiel das Ergebnis dieses Tests im Rahmen des internationalen Programms EuroTest aus.

 

Rastplatz Starovicky (Ost) in der Tschechischen Republik

Die elf „sehr guten“ Plätze liegen ausschließlich im Ausland: fünf in Österreich, drei in Kroatien und je einer in Schweden, Italien und Ungarn. Deutsche Rastplätze bekamen durchweg schlechte Noten bei der Sicherheit. Bei der Sauberkeit der Toiletten konnte nur rund die Hälfte ein positives Ergebnis erreichen. Immerhin gab es bei den heimischen Anlagen acht Mal „gut“ (40 Prozent) in der Gesamtwertung und nur eine Anlage, Theilheim Nord an der bayerischen A3, schnitt mit „sehr mangelhaft“ ab.

Die Probleme der deutschen Rastplätze bestehen vor allem darin, dass sie nicht ausreichend beleuchtet sind. Richtig hell und somit auch nachts gefahrlos benutzbar ist nur eine Anlage (Dätgen A7), weitere zwei (Binshof A61 und Sperbes A9) verfügen wenigstens über eine mittelmäßige Ausleuchtung. Der Rest liegt teilweise im Dunkeln oder ist nur rund um das Toilettengebäude dürftig beleuchtet. Eine Videoüberwachung, wie man sie in Österreich häufig antrifft, gibt es bei uns nicht.

Auch bei der Sauberkeit der Toiletten liegt vieles im Argen. Hier bestätigen die deutschen Parkplätze den europäischen Trend. Nur bei einem Viertel aller Anlagen gab es bei der Hygiene nichts zu beanstanden. Die schmutzigsten Klos fanden die Tester in der tschechischen und slowakischen Republik sowie in Slowenien – wo keine der Anlagen über ein „mangelhaft“ hinauskam.

Der beste deutsche Rastplatz im Test des ADAC

 

Wie nach Ansicht der ADAC-Tester ein optimaler Rastplatz aussehen sollte, zeigt der Testsieger, der Rastplatz Gaishorn an der österreichischen A9 (Pyhrnautobahn) zwischen Treglwang und Trieben rechts im Bild.

Die Anlage ist nicht nur gepflegt und landschaftlich reizvoll gelegen, mit Picknickplätzen und Klettergarten ausgestattet. Sie verfügt auch über sehr saubere, behindertengerechte Toiletten mit Wickelraum und Dusche. Nachts ist sie gut beleuchtet und verfügt über Videoüberwachung und Notruf.

Der Testsieger Gaishorn

Der ausführliche Test mit allen Ergebnissen kann im Internet unter www.adac.de/rastplaetze  nachgelesen werden.

 

 Raststätten

  • Autofahrer fühlen sich abgezockt

  • ADAC-Umfrage zu Raststätten

13.07.2009 - Autofahrer, die auf einer Autobahnraststätte eine Pause einlegen, fühlen sich dort häufig über den Tisch gezogen. Wie eine aktuelle Online-Umfrage des ADAC ergab, halten 84 Prozent der Befragten die Preise der dort angebotenen Waren und Dienstleistungen für zu hoch. Kein Ruhmesblatt für die Rastanlagen ist auch die Bewertung für die Qualität der Speisen. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer schmeckt das Essen nicht, für 39 Prozent ist das Angebot schlicht langweilig.

Die meisten Reisenden (33 Prozent) achten bei ihrem Zwischenstopp vor allem auf die Sauberkeit. Weiteren 30 Prozent ist das Preisniveau am wichtigsten. Insgesamt erhielten die Rastanlagen von den Autofahrern jedoch überwiegend gute Noten. So bewertet die Mehrheit der Befragten den Service „gut“. Auch mit der Sauberkeit der Toiletten zeigt man sich zufrieden. Gut angenommen (61 Prozent Zustimmung) wird das Bon-System am Eingang der Sanitärbereiche. Kinder scheinen dagegen für viele Raststättenbetreiber immer noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nur 31 Prozent gaben an, dass es ausreichend Spielplätze gibt.

Johannes Wiesinger
bearbeitet: 27.09.2010
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