- Was ist eigentlich ein
Motor bzw. Verbrennungsmotor?
Definition laut Internetlexikon (Wikipedia):
Ein Motor (von lat. movēre, mōvī, mōtum:
bewegen) ist eine Kraftmaschine die zum Bewegen und Antreiben von
mechanischen Geräten Verwendung findet. Er wandelt Energieformen wie
thermische oder elektrische Energie in mechanische Energie bzw. Arbeit um. Die
Spezifikation von Motoren sollte mindestens die Leistung (Eingangs oder
Ausgangsleistung) und den Wirkungsgrad beinhalten.
Seit der Erfindung der Automobile werden meist Verbrennungsmotoren eingesetzt,
die fossile Brennstoffenergie in thermodynamischen Zyklen in rotationale
mechanische Energie umwandeln. Diese arbeiten entweder nach dem Otto- oder
Dieselprozess.
Der Verbrennungsmotor ist eine
Wärmekraftmaschine,
die durch innere Verbrennung
von Treibstoff mechanische
Arbeit verrichtet. Strömungsmaschinen
mit Verbrennung,
zum Beispiel Gasturbinen,
und Motoren mit
Verbrennung außerhalb des Zylinders,
beispielsweise Dampfmaschinen
und Stirlingmotoren,
zählt man nicht zu den Verbrennungsmotoren im engeren Sinne.
AUDI
A8 3l V6
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- Wie werden Motoren
unterschieden bzw. eingeteilt?
In der Geschichte des Motorenbaus sind viele Konzepte erdacht und realisiert
worden, die nicht in das folgende Raster passen, zum Beispiel Ottomotoren mit
Direkteinspritzung oder Vielstoffmotoren nach dem Dieselverfahren, aber mit Zündkerze.
Im Sinne der Lesbarkeit verzichtet diese Übersicht auf Sonderfälle.
Die Bauarten können in einer großen Vielfalt kombiniert sein,
beispielsweise kleinvolumige Motoren mit Kreiskolben und Schlitzsteuerung nach
dem Otto-Prinzip (Wankelmotor), oder großvolumige 2-Takt-Dieselmotoren mit
Ventilsteuerung (Schiffsdiesel).
> Einteilung nach dem thermodynamischen Prozess
- Ottomotoren
- Dieselmotoren
>
Einteilung nach dem Arbeitsverfahren
- 4-Takt-Verfahren: Jeder der vier Arbeitsschritte läuft während
eines Taktes ab. Mit "Takt" ist in diesem Fall ein Kolbenhub
gemeint, das heißt eine Aufwärts- oder eine Abwärtsbewegung des Kolbens.
Während eines Arbeitsspieles mit vier Takten dreht sich die Kurbelwelle
also zweimal. Der Gashub ist geschlossen, das heißt Frischgas und Abgas
sind vollständig voneinander getrennt. In der Praxis kommt es aber doch zu
einer kurzen Berührung während der so genannten Ventilüberschneidung.
- 2-Takt-Verfahren: Auch beim 2-Takt-Verfahren laufen alle vier
Arbeitsschritte ab, aber während nur zwei Kolbenhüben (=Takte). Dies ist möglich,
weil ein Teil des Ansaugens und der Verdichtung (das Vorverdichten) außerhalb
des Zylinders stattfindet, und zwar im Kurbelgehäuse unter dem Kolben oder
in einem Lader. Die Kurbelwelle dreht sich während eines Arbeitsspieles nur
einmal. Der Gaswechsel ist offen, das heißt, es kommt zu einer teilweisen
Durchmischung von Frischgas und Abgas.
V8-Motor BMW
>
Einteilung nach dem Bewegungsablauf
- Hubkolbenmotor (typ. in Kombination mit Pleuel und
Kurbelwelle, teilweise auch mit Knick-Pleuel)
- Kreiskolbenmotor (typ. nach Wankel)
- Drehkolbenmotor (z.B. als Kugelkolbenmotor)
- Freikolbenmotor (typ. lineare Kolbenbewegung)
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Einteilung nach dem Gemischbildungsverfahren
Vor der Verbrennung müssen Kraftstoff und Luft durchmischt werden. Der
Kraftstoff muss verdampfen.
- Äußere Gemischbildung:
Kraftstoff und Luft werden außerhalb des Zylinders vermischt, dann dem
Zylinder zugeführt und verdichtet. Typische Vertreter sind der Ottomotor
mit Vergaser oder der Zweitaktmotor. Durch überhöhte Motortemperatur, zu
frühen Zündzeitpunkt, Selbstzündung oder ungeeignetes Gemisch kann es zu
unkontrollierten, leistungsmindernden und motorschädigenden Detonationen
kommen, die im Fall des Verbrennungsmotors speziell Klopfen genannt werden.
Während der Verdichtung muss der Kraftstoff teilweise verdampfen, sodass
die Verbrennung unmittelbar nach der Zündung sehr schnell erfolgen kann und
eine hohe Drehzahl ermöglicht. Es handelt sich um eine
Gleichraumverbrennung, weil der Brennraum seine Größe in der kurzen Zeit
praktisch nicht ändert. Nach der Zündung kann die Verbrennung gewöhnlich
nicht mehr beeinflusst werden.
- Innere Gemischbildung: Dem Zylinder
wird nur Luft zugeführt und verdichtet, der Kraftstoff wird erst später in
den Brennraum eingespritzt. Ohne Kraftstoff ist keine Selbstzündung möglich,
deshalb kann der Wirkungsgrad durch höhere Verdichtung gesteigert werden.
Die Zündung kann durch Selbstzündung (Dieselmotoren) oder Fremdzündung
(Ottomotoren mit Direkteinspritzung oder Vielstoffmotoren) erfolgen. Nach
Einspritzbeginn benötigt der Kraftstoff Zeit zum Verdampfen, wodurch die
Drehzahl begrenzt wird. Da insbesondere bei Dieselmotoren mit höheren Drücken
gearbeitet wird, sind diese Motoren massiver ausgeführt und haben somit
mehr Schwungmasse, was ebenfalls die Drehzahl deutlich begrenzt. Die
Verbrennung kann durch die Zufuhr des Kraftstoffes (siehe auch:
Einspritzverfahren) beeinflusst werden, thermodynamisch ideal wäre eine
Gleichdruckverbrennung.
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Zylindermotor Mercedes Benz
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>
Einteilung
nach dem Zündverfahren
- Fremdzündung
- Selbstzündung
>
Einteilung nach der Füllungsart
>
Einteilung nach dem Kühlverfahren
- Wassergekühlt
- Luftgekühlt
- Ölgekühlt (Elsbettmotor)
- Kombinationen aus Luft-/Ölkühlung (SAME)

>
Einteilung nach Bauformen und Anzahl der Zylinder
Abhängig von der Anzahl der Zylinder
werden Otto-
und Dieselmotoren
gebaut als
- Einzylinder (1)
- Reihenmotor
(2, 3, 4, 5, 6, 8)
- V-Motor
(2, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 16)
- VR-Motor (4, 6, 8)
- W-Motor
(3, 8, 12, 16)
- Boxermotor
(2, 4, 6, 12)
- Sternmotor
(5, 6, 7, 8, 9, 12)
- Gegenkolbenmotor
(nur 2-Takt)
Die Zahlen in Klammern sind typische Zylinderzahlen.
Im Rennsport
werden, auch trotz der höheren Unwucht, V-Motoren mit drei Zylindern gebaut.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel 'Verbrennungsmotor'
aus der Wikipedia
und steht unter der GNU
Lizenz freie Dokumentation.
Bilder: AUDI, BMW, Bosch,
Mercedes Benz
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Wiesinger
26.08.2010