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Was ist eigentlich ein Motor bzw. Verbrennungsmotor?
*Ein Motor (vvon lat. movēre, mōvī,
mōtum: bewegen) ist eine Kraftmaschine
die zum Bewegen und Antreiben von mechanischen Geräten Verwendung
findet. Er wandelt Energieformen wie thermische oder elektrische Energie
in mechanische Energie bzw. Arbeit um. Die Spezifikation von Motoren
sollte mindestens die Leistung (Eingangs oder Ausgangsleistung) und den
Wirkungsgrad beinhalten. Seit der Erfindung der Automobile werden meist
Verbrennungsmotoren eingesetzt, die fossile Brennstoffenergie in
thermodynamischen Zyklen in rotationale mechanische Energie umwandeln.
Diese arbeiten entweder nach dem Otto- oder Dieselprozess.
Der
Verbrennungsmotor ist eine Wärmekraftmaschine, die durch
innere Verbrennung von Treibstoff mechanische Arbeit verrichtet.
Strömungsmaschinen mit Verbrennung, zum Beispiel Gasturbinen, und Motoren mit
Verbrennung außerhalb des Zylinders, beispielsweise Dampfmaschinen und
Stirlingmotoren, zählt man nicht zu den Verbrennungsmotoren im engeren Sinne.
AUDI A8 3l V6
Wie werden Motoren unterschieden bzw. eingeteilt?
In der Geschichte des Motorenbaus sind viele Konzepte
erdacht und realisiert worden, die nicht in das folgende Raster passen, zum
Beispiel Ottomotoren mit Direkteinspritzung oder Vielstoffmotoren nach dem
Dieselverfahren, aber mit Zündkerze. Im Sinne der Lesbarkeit verzichtet diese
Übersicht auf Sonderfälle.
Die Bauarten können in einer großen Vielfalt kombiniert
sein, beispielsweise kleinvolumige Motoren mit Kreiskolben und Schlitzsteuerung
nach dem Otto-Prinzip (Wankelmotor), oder großvolumige 2-Takt-Dieselmotoren mit
Ventilsteuerung (Schiffsdiesel).
Einteilung nach dem thermodynamischen Prozess
- Ottomotoren
Dieselmotoren
Einteilung nach dem Arbeitsverfahren
-
4-Takt-Verfahren:
Jeder der vier Arbeitsschritte läuft während eines Taktes ab. Mit "Takt" ist
in diesem Fall ein Kolbenhub gemeint, das heißt eine Aufwärts- oder eine
Abwärtsbewegung des Kolbens. Während eines Arbeitsspieles mit vier Takten
dreht sich die Kurbelwelle also zweimal. Der Gashub ist geschlossen, das heißt
Frischgas und Abgas sind vollständig voneinander getrennt. In der Praxis kommt
es aber doch zu einer kurzen Berührung während der so genannten
Ventilüberschneidung.
-
2-Takt-Verfahren:
Auch beim 2-Takt-Verfahren laufen alle vier Arbeitsschritte ab, aber
während nur zwei Kolbenhüben (=Takte). Dies ist möglich, weil ein Teil des
Ansaugens und der Verdichtung (das Vorverdichten) außerhalb des Zylinders
stattfindet, und zwar im Kurbelgehäuse unter dem Kolben oder in einem
Lader. Die Kurbelwelle dreht sich während eines Arbeitsspieles nur einmal.
Der Gaswechsel ist offen, das heißt, es kommt zu einer teilweisen
Durchmischung von Frischgas und Abgas.
V8-Motor BMW
Einteilung nach dem Bewegungsablauf
- Hubkolbenmotor (typ. in Kombination mit Pleuel und
Kurbelwelle, teilweise auch mit Knick-Pleuel)
- Kreiskolbenmotor (typ. nach Wankel)
- Drehkolbenmotor (z.B. als Kugelkolbenmotor)
Freikolbenmotor (typ. lineare Kolbenbewegung)
Einteilung nach dem Gemischbildungsverfahren
Vor der Verbrennung müssen Kraftstoff und Luft durchmischt
werden. Der Kraftstoff muss verdampfen.
- Äußere Gemischbildung:
Kraftstoff und Luft werden außerhalb des Zylinders vermischt, dann dem
Zylinder zugeführt und verdichtet. Typische Vertreter sind der Ottomotor mit
Vergaser oder der Zweitaktmotor. Durch überhöhte Motortemperatur, zu frühen
Zündzeitpunkt, Selbstzündung oder ungeeignetes Gemisch kann es zu
unkontrollierten, leistungsmindernden und motorschädigenden Detonationen
kommen, die im Fall des Verbrennungsmotors speziell Klopfen genannt werden.
Während der Verdichtung muss der Kraftstoff teilweise verdampfen, sodass die
Verbrennung unmittelbar nach der Zündung sehr schnell erfolgen kann und eine
hohe Drehzahl ermöglicht. Es handelt sich um eine Gleichraumverbrennung, weil
der Brennraum seine Größe in der kurzen Zeit praktisch nicht ändert. Nach der
Zündung kann die Verbrennung gewöhnlich nicht mehr beeinflusst werden.
-
Innere Gemischbildung:
Dem Zylinder wird nur Luft zugeführt und verdichtet, der Kraftstoff wird erst
später in den Brennraum eingespritzt. Ohne Kraftstoff ist keine Selbstzündung
möglich, deshalb kann der Wirkungsgrad durch höhere Verdichtung gesteigert
werden. Die Zündung kann durch Selbstzündung (Dieselmotoren) oder Fremdzündung
(Ottomotoren mit Direkteinspritzung oder Vielstoffmotoren) erfolgen. Nach
Einspritzbeginn benötigt der Kraftstoff Zeit zum Verdampfen, wodurch die
Drehzahl begrenzt wird. Da insbesondere bei Dieselmotoren mit höheren Drücken
gearbeitet wird, sind diese Motoren massiver ausgeführt und haben somit mehr
Schwungmasse, was ebenfalls die Drehzahl deutlich begrenzt. Die Verbrennung
kann durch die Zufuhr des Kraftstoffes (siehe auch: Einspritzverfahren)
beeinflusst werden, thermodynamisch ideal wäre eine Gleichdruckverbrennung.

4 Zylindermotor Mercedes Benz
Einteilung nach dem Zündverfahren
- Fremdzündung
- Selbstzündung
Einteilung nach der Füllungsart
Einteilung nach dem Kühlverfahren
- Wassergekühlt
- Luftgekühlt
- Ölgekühlt (Elsbettmotor)
- Kombinationen aus Luft-/Ölkühlung (SAME)

Einteilung nach Bauformen und Anzahl der Zylinder
Abhängig von der Anzahl der Zylinder werden Otto- und
Dieselmotoren gebaut als
- Einzylinder (1)
- Reihenmotor (2, 3, 4, 5, 6, 8)
- V-Motor (2, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 16)
- VR-Motor (4, 6, 8)
- W-Motor (3, 8, 12, 16)
- Boxermotor (2, 4, 6, 12)
- Sternmotor (5, 6, 7, 8, 9, 12)
- Gegenkolbenmotor (nur 2-Takt)
Die Zahlen in Klammern sind typische
Zylinderzahlen.
Im Rennsport werden, auch trotz der höheren Unwucht, V-Motoren mit drei
Zylindern gebaut.
*Bericht basiert auf Definitionen laut Internetlexikon (Wikipedia):
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Links zu Motoranimationen:
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
'Verbrennungsmotor' aus der Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz freie
Dokumentation.
Bilder: AUDI, BMW, Bosch,
Mercedes Benz
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Johannes Wiesinger bearbeitet:
30.08.2011 Folgen Sie
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