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Motor-Leistung - Arbeitsdruck, Aufgaben |
siehe auch: | Füllung und Drehmoment | Leistungssteigerung |Aufladung |Mehrventiler | Variable Steuerzeiten | Valvetronic | Vergleich Leistung/Drehmoment |
| Mechanische Leistung | ||||
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P = F x s / t (Kraft x Weg / Zeit) oder P = F x v (Kraft x Geschwindigkeit) -- Einheit kW (KiloWatt) -- |
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umgemünzt auf den Verbrennungsmotor: |
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Bei Pi handelt sich um die Innenleistung oder indizierte Leistung des Motors, bei Pe um die Effektiv- oder Nutzleistung.
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| Energieumwandlung | ||||
| Die
Umwandlung der Kraftstoffenergie
in Nutzarbeit
im Verbrennungsmotor erfolgt nur über Verluste durch Reibung,
Wärmeableitung und Wärmestrahlung (Abgas, Kühlwasser, Kolbenringe...).
Der Wirkungsgrad (Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Leistung)
liegt bei den modernsten Ottomotoren bei max. 35%, bei modernen Dieselfahrzeugen bei max.
45%.
Legt man die Kraftstoffenergie auf 100 % fest, so gibt ein herkömmlicher Motor
So bleiben diesem Motor nur noch 26% seiner Kraftstoffenergie zur Kolbenarbeit übrig. Man spricht hier von der Nutzleitung oder Effektivleistung. Rechnet man die Reibleistung mit hinzu, so spricht man von der Innenleistung oder indizierten Leistung. Formeln: Pe = ηm x Pi oder Pe= Pi - Pr ηm = mechanischer Wirkungsgrad, Pr = Reibleistung
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| Volllastkennlinie | ||||
| Die Charakteristik eines Motors kann auf dem Leistungsprüfstand ermittelt werden. Sie ergibt sich aus dem Verlauf der Leistung und des Drehmoments. Diese Werte werden üblicherweise über der Drehzahl angezeigt. Der Motor wird bei voll geöffneter Drosselklappe abgebremst. Die Last, die der Motor überwindet, ohne dass die Drehzahl absinkt, entspricht der jeweiligen Leistung. Die Werte werden über den gesamten Drehzahlbereich ermittelt. Drehmoment und Kraftstoffverbrauch werden hierbei in der Regel mit ermittelt. | ||||
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| Um zu erfahren welche Größen die Leistung eines Motor beeinflussen, wertet man folgende Formel aus: | ||||
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P = VH * pi * n / 1200 |
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Arbeitsdruck pi |
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| Bei
herkömmlichen Motoren handelt es sich im physikalischen Sinne um
Wärmekraftmaschinen mit innerer Verbrennung. Der Kolben wird durch die
Expansion eines schnell verbrennenden Gasgemisches nach unten gedrückt.
Dieser auf den Kolben wirkende Gasdruck bewirkt die Kolbenkraft, die über
das Pleuel auf die Kurbelwelle wirkt. Dies ergibt die Innenleistung oder
auch indizierte Leistung. Da sich der Gasdruck während eines
Arbeitsspiels ändert, rechnet man mit einem auf die Kolbenfläche
wirkenden gedachten mittleren Arbeitsdruck, der auch mittlerer indizierter
Kolbendruck genannt wird.
Bei guten Zweiventilern erreicht
der mittlere indizierte Kolbendruck Werte bis 11 bar und gute
Vierventiler um die 12-13 bar. Mit
diesem Wert lassen sich auch unterschiedliche Motorkonstruktionen in Bezug
auf ihre Effektivität hin vergleichen. Formeln: |
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(Die 2. Formel ergibt sich, wenn man statt P den Ausdruck M*n/9550 einsetzt und umstellt.) |
x = Kennzahl für Arbeitsverfahren, P = Motorleitung in kW, M = Motordrehmoment in Nm, VH = Motorhubraum in l, pi = mittlerer indizierter Kolbendruck | |||
| Multipliziert man den indizierten Kolbendruck pi mit dem mechanischen Wirkungsgrad des Motors, so erhält man den mittleren nutzbaren Kolbendruck (effektiver Kolbendruck) pe. Der mechanische Wirkungsgrad ηm von Ottomotoren liegt bei ca. 0,80 - 0,94, der von Dieselmotoren bei 0,75 - 0,88 (siehe auch Energieumwandlung). Beispiele von Ottomotoren mit sehr guten Arbeitsdrücken:
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| Verbrennungshöchstdruck
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Aufgaben zur Leistung: |
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Die folgenden Diagramme aus einer Motorzeitschrift könnten als Zuordnungsaufgabe (Bild/Text) für Schüler dienen. |
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| Turbomotor mit außergewöhnlich kontinuierlicher Kraftentfaltung, sehr gute Fahrleistungen, ordentliche Laufkultur, gut auf die Motorcharakteristik abgestimmtes Sechsganggetriebe, aber unexakte Schaltung | Durchzugsstarker, nicht besonders drehwilliger 2,4 Liter-Vierzylinder-Ottomotor, gut abgestuftes Fünfganggetriebe mit leichtgängiger Schaltung, zuschaltbarer Allradantrieb | Kultivierter und temperamentvoller Vierventil-Vierzylinder mit 2,3 Liter Hubraum, durchzugstark und drehfreudig, ausgezeichnete Fahrleistungen, gut abgestuftes und leicht schaltbares Fünfganggetriebe | Kultivierter Sechszylindermotor mit Vierventiltechnik, befriedigendes Durchzugsvermögen, ausgezeichnete Drehfreudigkeit, hohe Fahrleistungen, gut abgestimmtes, leicht schaltbares Fünfgangestriebe | |
| Eine weitere mögliche Aufgabe für Schüler: Die nachstehenden Fragen sollten in Partnerarbeit gelöst werden, das Tabellenbuch darf benutzt werden. Hinweise: Die folgenden Motorkennlinien stammen von zwei Motoren mit gleichem Hubraum. Das Diagramm muss entsprechend vorbereitet werden. Dies ist bereits das Lösungsbild. In Motorzeitschriften finden sich häufig gute Diagramme, die ja einen Bezug zu existierenden aktuellen Fahrzeugen herstellen, die auch die Schüler kennen. |
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1.) Wodurch unterscheiden sich die beiden Motoren (Konstruktionsmerkmal)? die beiden Motore unterscheiden sich durch das Verdichtungsverhältnis 2.) Welche Motorkenngrößen (mit Kurzzeichen und Einheit) sind in dem Diagramm berücksichtigt worden? (Drehmoment M in Nm, Leistung P in kW, Spez. Kraftstoffverbrauch b in g/kWh, Drehzahl n in 1/min) 3.) Was hat die Änderung des Verdichtungsverhältnisses, über den ganzen Drehzahlbereich betrachtet, bei den drei Kenngrößen des Motors 2 bewirkt? (P und M sind gestiegen, b ist gesunken) 4.) Kennzeichnen Sie die Maximalwerte mit P1max, M1max, P2max, M2max 5.) Stellen Sie für die beiden Motoren fest: den minimalen spezifischen Kraftstoffverbrauch sowie die zugehörigen Werte für Drehzahl, Drehmoment und Leistung. (Motor 1: 308g/kWh, 2800 1/min, 138Nm, 40kW; Motor 2: 288 g/kWh, 2850 1/min, 143 Nm, 43 kW; alles ca..-Angaben) 6.) Ermitteln Sie die Drehzahldifferenz )n und die zugehörige Drehmomentdifferenz )M (Motor 1 2500 1/min, 32 Nm, Motor 2 2900 1/min, ca. 33 Nm; alles ca..-Angaben) 7.) Konstruieren Sie aus )n und der zugehörigen )M in den beiden Schaubildern jeweils ein Rechteck, es kennzeichnet den Elastischen Bereich. 8.) Welche Auswirkungen für den realen Fahrbetrieb ergeben sich durch die Änderung des Verdichtungsverhältnisses für den Motor 2? (besseres Beschleunigungsvermögen, es muss nicht so häufig geschaltet werden, der Motor verbraucht weniger Kraftstoff) 9.) Durch welche anderen konstruktiven Maßnahmen kann der Drehmomentanstieg erhöht werden? M bei
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siehe auch: | Füllung und Drehmoment | Leistungssteigerung |Aufladung |Mehrventiler | Variable Steuerzeiten | Valvetronic | Vergleich Leistung/Drehmoment | PS |
| Tolle Erklärungen zum Vergleich Drehmoment und Leistung bei Diesel und Benziner auf der Homepage von Herrn Horbaschek |
Quellen: Internet, www.chip-tuning.de , Sankey-Diagramm Europa-Verlag
Wiesinger, mit freundlicher Unterstützung von H.-D. Zeuschner
bearbeitet am: 26.08.10
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