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Zündkerzen entzünden das Kraftstoff-Luftgemisch mittels eines Hochspannungsfunkenüberschlags. Zur Entstehung des Lichtbogens zwischen zwischen Masse- und Mittelelektrode sind Zündspannungen zwischen 8 und 30 kV nötig. Der Lichtbogen hat lediglich 2 ms Zeit unterschiedlichste Gemischzusammensetzungen sicher und vollständig zu verbrennen.
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zum Großbild: Aufbau einer Standard-Zündkerze (ohne
Entstörwiderstand)
Zündkerzentypen
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Standardtyp mit Stirn- oder
Dachelektrode
früher gebräuchlichster
Typ, gute Gemischzugänglichkeit, kleiner Zündspannungsbedarf
15000 - 20000 km |
2-Massen-Seitenelektrode
mit vorgezogener Funkenlage
gute Gemischzugänglichkeit,
kleiner Zündspannungsbedarf, mit einer 1 Elektrode nicht mehr üblich
25000 – 40000 km |
3-Massen-Seitenelektrode
wie 2-Massenelektrode
40000 – 60000 km |
Platinelektrode
mit vorgezogener Funkenlage hohe
Beständigkeit gegen Heißgaskorrosion,
sehr gute Gemischzugänglichkeit, sehr kleiner
Zündspannungsbedarf
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| Vorgezogene Funkenlage |
Kompakttyp |
12 mm Gewinde |
12 mm Gewinde
Anschluss 16 mm |
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10 mm Gewinde
Anschluss 16 mm |
8 mm Gewinde |
Rennkerze
Gleitfunkenkerze
Drehzahlen > 12000 1/min |
Mittelelektrode mit
0,6 mm breiter Iridiumspitze |
| Hinweis: Immer nur die richtigen Zündkerzen verwenden, da
sonst schwere Motorschäden entstehen können! |
Zahlencode
Der Zahlencode auf Zündkerzen ist für Laien häufig sehr verwirrend. Hier je ein Beispiel
für die
Erklärung von NGK- und Bosch Kerzen.
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NGK Zahlencode |

Bosch Zündkerzen |
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Hilfreich bei der Suche nach den richtigen
Zündkerzen kann auch der
Zündkerzenkonverter oder der Beru
Zündkerzenfinder sein.
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2 Beispiele für moderne Zündkerzentypen
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NGK - Iridiumkerzen
- bieten höchste Zündsicherheit,
- weniger Emissionen und
- noch höhere Lebensdauer als Platinkerzen
Beispiel: DaimlerChrysler - Wechsel: 90.000 -110.000 k

Flammenbild Vergleich:
Iridium Kerze
mit großer Zündflamme
Standard Kerze mit kleiner
Zündflamme |

NGK Iridium Zündkerze |
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BOSCH Super 4
Die Super 4-Zündkerze von
Bosch unterscheidet sich von herkömmlichen Zündkerzen durch vier symmetrisch
angeordnete Masseelektroden, eine versilberte Mittelelektrode aus einer
Chrom-Nickel-Legierung mit eingeschlossenem Kupferkern und einen bereits für
die gesamte Nutzungsdauer eingestellten Elektrodenabstand.
(alle Angaben von Bosch) |
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Der Funke
entzündet das Luft-Kraftstoff-Gemisch bei Zündkerzen mit vier
Masseelektroden prinzipiell genauso wie bei jenen mit zwei Masseelektroden,
d.h. entweder als Luft- oder als Luftgleitfunke. Bei den vier
Masseelektroden der Super-4-Zündkerze ergeben sich dadurch acht mögliche
Funkenstrecken (s.a. Gleitfunkenkerze). Welche dieser Funkenstrecken gewählt wird, ist normalerweise rein zufällig.
Die Funken verteilen sich gleichmäßig um den Isolatorfuß. Ist der
Isolatorfuß aber an einer Stelle verunreinigt (z.B. mit Ruß), so gleitet der
Funke bevorzugt über diese Verunreinigung und springt von dort zur
nächstliegenden Masseelektrode. In diesem Fall brennt der Funke gleichzeitig
die Verunreinigung ab. |
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Gleichmäßiger
Elektrodenverschleiß
Da die
Wahrscheinlichkeit der Funkenausbreitung für alle Elektroden gleich ist,
verteilt sich der Verschleiß der Masseelektroden gleichmäßig auf alle vier
Elektroden. Der in der Glasschmelze realisierte ohmsche Widerstand
verringert den Abbrand und trägt damit zu einer Verminderung des
Elektrodenverschleißes bei.
Zündkerzenwirkungsgrad
Durch die dünn
ausgestalteten Masseelektroden der Super 4-Zündkerze wird dem Zündfunken
weniger Energie entzogen, als dies bei herkömmlichen Zündkerzen der Fall
ist. Der Zündkerzenwirkungsgrad steigt, denn dem Luft-Kraftstoff-Gemisch
steht für jede Zündung eine bis zu 40% höhere Zündenergie zu Verfügung.
Wärmebereich
Die
versilberte Mittelelektrode leitet die Wärme gut ab. Die Gefahr von
Glühzündungen wegen Überhitzung wird dadurch geringer und der sichere
Arbeitsbereich zu höheren Temperaturen erweitert. Durch die
Gleitfunkenbildung erfolgt die Selbstreinigung auch bei niedrigen
Temperaturen.
Die Super 4-Zündkerze deckt damit mindestens zwei Wärmewertbereiche von
herkömmlichen Zündkerzen ab. Damit können mit relativ wenigen
Zündkerzentypen viele Fahrzeuge (auch jene mit konventioneller
Zündkerzentechnik) bei der Wartung nachgerüstet werden.
Verbesserte Beschleunigung
Eine Gemischablagerung tritt im Fahrbetrieb vor allem bei starkem Beschleunigen
auf. Die Super 4-Zündkerze von Bosch mit erhöhter
Entflammungswahrscheinlichkeit verhindert mögliche Zündaussetzer und
gewährleistet damit eine kontinuierliche Beschleunigung. Im Versuch ergab eine Beschleunigung von 30 auf 120 km/h im dritten bzw. im
vierten Gang jeweils einen um 0,4 s verbesserten Wert. Die
Beschleunigungsstrecke verkürzt sich damit um fünf Meter; die Sicherheit für
Fahrer und Insassen beim Überholen wächst.
Verhalten bei Kaltstarts
Wegen des
verbesserten Niedertemperaturverhaltens und der Selbstreinigung sind bis zu
dreimal mehr Kaltstarts möglich (Starten ohne den Motor warm zu fahren) als
mit herkömmlichen Zündkerzen. Umwelt- und Katalysatorschutz
Das verbesserte Kaltstartverhalten und die größere
Entflammungssicherheit auch in der Warmlaufphase senken den Anteil an
unverbranntem Kraftstoff und mindern dadurch die HC-Emissionen. Dadurch wird
außerdem die Lebensdauer des Katalysators verlängert. Entflammungswahrscheinlichkeit Mit zunehmender Luftzahl
(mageres Gemisch, l > 1) sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass
das Gemisch sicher entflammt werden kann). In
Laborerprobungen wurde mit der Super 4-Zündkerze bis l =
1,55 eine sichere Entflammung des Gemischs gewährleistet,
während bei Standard-Zündkerzen in diesem Bereich bereits
mehr als die Hälfte aller Zündungen das Gemisch nicht mehr
entflammt.
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