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Kindersitz Test 2016


Kindersitze im Test - ADAC und Stiftung Warentest

Drei Kindersitze bei ADAC-Test durchgefallen

Im aktuellen Kindersitztest 2016 des ADAC sind von 16 Kindersitzen, die der Club und die Stiftung Warentest durchgeführt haben, die drei Produkte Recaro Optia, Nuna Rebl und Diono Radian 5 mit dem Urteil „mangelhaft“ durchgefallen. Neun der getesteten Sitze erhielten das ADAC-Urteil „gut“, zwei „befriedigend“, zwei Sitze wurden mit „ausreichend“ bewertet. Die beiden Sitze Recaro Optia und Nuna Rebl versagten beim Frontcrash. Beim Optia löste sich die Sitzschale von der Isofixbasis. Der Hersteller Recaro hat bereits eine Umtauschaktion eingeleitet. Beim Modell Rebl von Nuna brach beim Frontalaufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale.

Kindersitztest

Reelle Testbedingungen beim Kindersitztest von ADAC zusammen mit Stiftung Warentest (Bild ADAC)

Der Diono Radian 5 fällt aufgrund einer mangelhaften Bewertung in der Kategorie „Bedienung“ durch. Je nach Gewicht des Kindes und der Einbauart müssen bei diesem Sitz verschiedene Umbauten mit losen Teilen vorgenommen werden. Die Gefahr der Fehlbedienung ist groß. Auch negativ: Der Hosenträgergurt für größere Kinder lässt sich bei diesem Modell selbst unter erhöhtem Kraftaufwand nicht spannen.

Die besten Sitze im Test

Cybex Aton

Testnote "gut" (1,7) erhielt der Cybex Aton Q i-Size im Kindersitztest 2016 - Bild ADAC

Das ADAC-Urteil „gut“ (1,7) holte sich der Cybex Aton Q i-Size für Neugeborene bis ca. einem Jahr – jeweils mit und ohne der Isofixbasis Cybex Base Q i-Size. Ebenso gut ist auch ein Produkt ohne i-Size-Standard, der Kiddy Phoenixfix 3 für Kinder von ca. einem bis vier Jahre.

Kiddy Phoenixfix

Ebenfalls Testnote "gut" (1,7) erhielt der Kiddy Phoenixfix im Kindersitztest - Bild: ADAC

Wichtig: Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in jedes Auto. Auch die persönlichen Vorlieben von Eltern und Kindern unterscheiden sich. Deshalb sollten Eltern den Nachwuchs und das eigene Fahrzeug mitnehmen, um die zur Auswahl stehenden Sitze vor dem Kauf ausprobieren zu können.

Der ADAC-Kindersitztest stellt deutlich höhere Anforderungen als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Ergebnisse des Kinderstitztests in der Infografik. Die genauen Einzelergebnisse der 16 aktuell getesteten Kindersitze und die der früheren Untersuchungen sind den Fachbereichsseiten des ADAC unter adac.de/Kindersicherung zu entnehmen.

 

Video zum Crashtest

16 Kindersitze wurden diesmal nur getestet. Leider waren nur 9 Gute dabei.

Achtung: Neue Regelungen


2013s wurde auf EU-Ebene beschlossen, dass der Seitenaufprall – seit Jahren Standard im ADAC-Kindersitztest – in den Anforderungskatalog der gesetzlichen Mindestanforderung im Rahmen einer neuen UN ECE (ECE-R129) aufgenommen wird. Derzeit wird diese erst in EU-Recht, im Anschluss auch in nationales Recht umgesetzt. Für die Übergangsfrist gilt auch weiter die ECE-R 44-04.

Nach der neuen Norm werden die Sitze in Kategorien eingeteilt, die sich an der Körpergröße orientieren und zusätzlich durch ein Maximalgewicht begrenzt werden. Zudem müssen alle Kinder bis 15 Monate gegen die Fahrtrichtung transportiert werden. Auch Isofix-Kindersitze mit Stützfuß können eine universale Zulassung erhalten, allerdings nur für die Verwendung in Fahrzeugen mit speziell gekennzeichneten Sitzplätzen („i-size-tauglich“).

Für Eltern, die bereits einen Kindersitz haben, ändert sich durch die neue Regelung nichts. Die bereits vorhandenen Kindersitze dürfen weiterverwendet werden. Ein Verwendungsverbot von Kindersitzen, die nach der bisherigen Regelung zugelassen wurden, ist nach ADAC-Informationen derzeit nicht geplant.

      


Quelle Pressetext und Bild ADAC


Johannes Wiesinger

bearbeitet: 01.11.2016

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