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Autokindersitze - Gesetzliche Bestimmungen

...was Sie bei der Auswahl beachten müssen

Den richtigen Autokindersitz auswählen

Trotz ausreichender gesetzlicher Bestimmungen, die seit 2003 Rückhaltesysteme für Kinder bis zu 12 Jahren beziehungsweise bis zu einer Größe von 1,50 Metern vorschreiben, sind heute immer noch zwei Drittel aller Kinder nicht richtig angeschnallt. Wenn man bedenkt, dass Autounfälle eine der häufigsten Todesursachen für Kinder sind, ist diese Tatsache umso erschreckender. Denn die Sicherheit unserer Kinder sollte uns doch das Wichtigste sein. Der passende Autokindersitz kann hier helfen. Doch was muss man bei der Auswahl beachten? Welche Merkmale muss ein Autokindersitz erfüllen?

Vorschriften für den Autokindersitz

Zunächst einmal müssen selbstverständlich die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Der Autokindersitz muss demnach dem ECE-Prüfsiegel ECE-R44-04 (künftig ECE-R129) entsprechen. Dieses definiert, für welche Fahrzeuge der Autokindersitz zugelassen ist, auf welchen Sitzplätzen er verwendet werden darf und ob er für das Gewicht beziehungsweise die Größe des Kindes geeignet ist (Genaueres zu den Gesetzlichen Bestimmungen für Autokindersitzim Infokasten).

Deshalb wurden Autokindersitze in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Gruppe 0 eignet sich für Kinder bis zu einem Gewicht von 10 kg beziehungsweise bis zu einem Alter von 9 Monaten, die Gruppe 0+ bis zu 13 kg oder 18 Monaten, die Gruppe I von 9 bis 18 kg oder von 9 Monaten bis zu 4 ½ Jahren. Die Gruppe II ist für größere Kinder von 15 bis 25 kg oder von 3 bis 7 Jahren geeignet und die Gruppe II dann von 22 bis 36 kg oder 6 bis 12 Jahren.

Die Gruppen bis 0+ der Autokindersitze sollen unbedingt rückwärts gerichtet transportiert werden, wobei der Beifahrerairbag unbedingt ausgeschaltet sein muss, wenn das Kind mit dem Autokindersitz auf dem Beifahrersitz transportiert wird.

Weitere Merkmale

Wird das Kind in sitzender Position transportiert, ist es also der Babyschale entwachsen, sollte man darauf achten, dass der Autokindersitz über einen Fünfpunktgurt verfügt, denn der normale Autogurt ist nicht die beste Lösung für Kinder.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art der Befestigung des Autokindersitzes. ISOFIX ist ein bewährtes und sicheres Befestigungssystem. Dabei kann man den Kindersitz ganz einfach in die vorgesehene Halterung, die am Autositz befestigt wird, einrasten. Noch mehr Informationen zu ISOFIX findet man auf der Ratgeberseite zum Thema Kindersitze von baby-walz.de.

VW Polo Isofix

VW Polo Isofixhalterung

Sicher im Auto unterwegs

Lassen Sie Ihr Kind vor dem Kauf eines Autokindersitz unbedingt in den Modellen Probe sitzen, denn nur so können Sie feststellen, ob der Sitz auch wirklich passt. Dann können Sie Ihr Kind mit gutem Gewissen im Auto transportieren.

Anmerkung der Redaktion:

Hilfreich bei der Auswahl eines richtigen Kindersitzes kann auch der Kindersitz-Test des ADAC sein.

Crashtest Kindersitz VW Golf Cabrio

Ein NCAP Kindersitz Crashtest mit einem VW Golf Cabrio des ADAC. Wichtig sind die Auswahl des Kindersitzes und die richtige Befestigung im Fahrzeug

Gesetzliche Bestimmungen für Autokindersitze

Grundsätzlich gilt:
Geeignet sind die Kindersitze, wenn diese dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechend ausgeführt sind.

Nach ECE Nr. 44 unterscheidet man
Klasse 0: bis zu einem Gewicht von 10 kg (entgegen der oder quer zur Fahrtrichtung ausgeführt)
Klasse 0+: bis zu einem Gewicht von 13 kg (entgegen der Fahrtrichtung ausgeführt)
Klasse 0+–I: von Geburt bis 18 kg (gegen Fahrtrichtung, oder ab 9 kg in Fahrtrichtung)
Klasse I: von 9 bis 18 kg (in oder gegen Fahrtrichtung)
Klasse II: von 15 bis 25 kg (zumeist in Fahrtrichtung)
Klasse II–III: von 15 bis 36 kg (in Fahrtrichtung)
Klasse III: von 22 bis 36 kg (nur Sitzerhöhung in Fahrtrichtung)
Klasse I–III: von 9 bis 36 kg

Hinweis

Ende 2013 wurde auf EU-Ebene beschlossen, dass der Seitenaufprall in den Anforderungskatalog der gesetzlichen Mindestanforderung im Rahmen der neuen UN ECE-R129 aufgenommen wird. Derzeit wird diese erst in EU-Recht, im Anschluss auch in nationales Recht umgesetzt. Für die Übergangsfrist gilt auch weiter die ECE-R 44-04. Nach der neuen Norm werden die Sitze in Kategorien eingeteilt, die sich an der Körpergröße orientieren und zusätzlich durch ein Maximalgewicht begrenzt werden. Zudem müssen alle Kinder bis 15 Monate gegen die Fahrtrichtung transportiert werden. Auch Isofix-Kindersitze mit Stützfuß können eine universale Zulassung erhalten, allerdings nur für die Verwendung in Fahrzeugen mit speziell gekennzeichneten Sitzplätzen („i-size-tauglich“).

Quelle: wikipedia, ADAC,

Quellen: Baby Walz, ADAC, Volkswagen, NCAP,

 
Johannes Wiesinger

bearbeitet: 20.04.2016

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