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Reifen-Druck-Kontroll-Systeme (RDKS) |
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Fehler und Mängel in der Bereifung zählen zu den häufigsten Pannen- und Unfallursachen! Zu geringer Luftdruck zieht erhöhte Walkarbeit und frühzeitigen Reifenverschleiß nach sich. Dies wiederum kann bei hohen Geschwindigkeiten dazu führen, dass die Reifen der Belastung nicht mehr standhalten und platzen (ca. 80% der Reifenpannen entstehen durch zu geringen Reifendruck). Außerdem erhöht sich der Kraftstoffverbrauch. (siehe hierzu auch den Bericht über Reifenmängel und den Reifencheck der GTÜ) Ab November 2003 müssen in den USA alle Neuwagen mit einem Überwachungssystem für den Reifendruck ausgestattet sein. Reifen mit Notlaufeigenschaften (Runflat Tyre) müssen laut Reifenhersteller auch über ein Reifendruckkontrollsystem verfügen, damit der Fahrer seinen Plattfuß überhaupt erst bemerkt. Übrigens: Ob ein Reifen zu wenig Luft hat, kann man nicht unbedingt von außen erkennen. Die kleine Animation von TPM-Systems beweist es. Prüfen Sie es einmal selbst nach. Anzeige
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Man unterscheidet grundsätzlich 2 verschiedene Systeme: |
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Indirekt messende Systeme (Passive Systeme) Überwachung erfolgt über das ABS
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Direkt messende Systeme (Aktive Systeme)
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| Anzeige: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Überblick über die Systeme
Stand 09/2007, ohne Gewähr, Quelle: Hella, u.a. Ein gänzlich anderes Reifendruckontroll-System bietet die Fa. Ventech an, bei dem der Druck im Vorbeifahren gemessen wird. |
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Hier nun einige Anwendungen, die die Techniken verdeutlichen sollen:
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Tire Safety System (TSS) von Beru/Alligator |
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Das
Beru Reifendruck-Kontrollsystem
warnt vor
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Technische Merkmale
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Komponenten
des Beru Reifendruck-Kontrollsystems
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| Funktionsweise
des Systems Eine batteriegespeiste Radelektronik im Inneren des Reifens misst in kurzen Abständen Druck und Temperatur im Reifen. Zusammen mit der individuellen Kennung des Rades und Angaben über die Restlebensdauer der Batterie werden diese Werte in Datentelegrammen an eine Hochfrequenz-Empfangseinheit gesandt. Von dort werden sie zur Auswertung an das zentrale elektronische Steuergerät weitergeleitet. Das Steuergerät wertet die Datentelegramme aus, erkennt den Absender und entscheidet, ob der Fahrer informiert werden muss. Überwacht wird jedes Rad separat. Dabei wird der Luftdruck durch einen Temperaturfaktor auf den Normdruck umgerechnet. Harte
und weiche Warnung bei Druckverlust Am Ende des Berichts finden Sie noch Tipps für den Mechaniker |
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TTC von BI-automotive |
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TTC ist ein Eigenprodukt von BI-automotive,
entwickelt und gefertigt in Europa. Bei TTC arbeitet in jedem Rad ein am
Spezialventil angebrachter Sensor, welcher kontinuierlich Druck und
Temperatur des Reifen misst und an eine zentrale Steuereinheit funkt.
Vorteile:
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RoadSnoop von Nokian |
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Eine
einfache und kostengünstige Methode zur Reifendrucküberwachung hat Zu
RoadSnoop gehören vier
Sensoren, die mit Stahlband an den Felgen -
Nokian Reifen http://www.nokiantyres.com
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TPMS con Continental |
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Tire
Pressure Monitoring System TPMS: Das direkt messende »Komfortsystem« TPMS mit intelligenter Warnstrategie unterscheidet präzise zwischen normalen Druckschwankungen und einem Reifendefekt und informiert den Fahrer mit Warnungen in abgestufter Dringlichkeit Für
das »Komfortsystem« TPMS werden zwei Konzepte geboten. Bei beiden misst ein
mitdrehendes Radmodul mit integriertem Ventil an jedem Rad Reifendruck und
Temperatur strahlt diese Daten als HF-Funksignal ab. Konzept
A - 4 Antennen mit HF-Koppler Hier
dienen die normalen Anschlusskabel der Raddrehzahlsensoren als Antennen.
Sie leiten die HF-Signale an den im EBS-Rechner integrierten Empfänger,
der sie in einer intelligenten Warnstrategie auswertet. Als einziger
Lieferant bieten wir diese Technik, die keine zusätzlichen Kabel, Empfänger
und Rechner erfordert. Konzept
B - mit Zentralantenne Dieser
kostengünstigeren Lösung fehlt lediglich eine Komfortfunktion, alle
sicherheitsrelevanten Funktionen des Konzepts A stehen auch hier voll zur
Verfügung.
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System von Peugeot |
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eingebaut
z.B. im Peugeot 607 und 807
Bild: Peugeot
Elektronik
erkennt den Fahrzustand
Um unempfindlich gegen
Schwingungen zu sein, ist die Elektronik der Radsensoren (1) in
Kunstharz gegossen. Die Sensoren, von denen jeder lediglich 34 Gramm auf
die Waage bringt, sind auf der Innenseite der Felge in direkter Nähe zum
Ventil befestigt. Sie schicken in regelmäßigen Abständen per Funk
Informationen an einen Hochfrequenzempfänger (2), der im
Fahrzeugheck befestigt ist. Dieser Empfänger ist nur bei laufendem Motor
in Betrieb. Die in die Räder
integrierten Sensoren arbeiten bei dem von Schrader Während der Fahrt
messen die Radsensoren alle zehn Sekunden den Luftdruck im Reifen und
senden diese Informationen im Minutenabstand an den Zentralrechner. Der
Druck wird in einem Bereich zwischen 0 und 3.500 mbar mit einer Auflösung
von 14 mbar gemessen. Wird in einem Reifen eine Differenz zwischen 390 und
530 mbar gegenüber dem Nenndruck festgestellt, erscheint direkt vor den
Augen des Fahrers im Instrumentendisplay (5) ein Piktogramm mit der
Information “Rad Druckverlust”. Gleichzeitig wird der Fahrer durch ein
akustisches Signal (7) gewarnt und im Multifunktionsbildschirm (6)
die erfasste Störung beschrieben. Dauerhafter
Betrieb des Systems ist gewährleistet
Damit die Wirksamkeit
des Systems dauerhaft gewährleistet wird, ist jede Sendeeinheit mit einer
Lithium-Batterie bestückt, die eine Lebensdauer von etwa zehn Jahren
besitzt. Bei einer nachlassenden Batteriespannung wird der Fahrer
mindestens drei Monate vor dem voraussichtlichen Ausfall der Batterie
automatisch informiert und aufgefordert, den Energielieferanten
auszutauschen. Quelle:
Peugeot |
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TPM-Sensor von SensoNor |
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SP12 - ein von der Infineon-Tochter SensoNor entwickelter TPMS (Tire Pressure Monitoring-Sensor) für die Reifendruck-Überwachung Die aktuelle Weiterentwicklung (SP30) besteht aus einem mikromechanischen Druck- und Beschleunigungs-Sensor, Temperatursensor und einer Batteriespannungsüberwachung in einem sehr kleinen Gehäuse mit einer Grundfläche von nur 104,5 mm2.
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Reifendrucküberwachung für NKw |
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Bild: Siemens |
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Tipps für den Mechaniker (System Beru) |
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| Der Zusammenbau und die Montage
der Radelektronik und des Reifenventils sind mit Hilfe des Bildes einfach
durchzuführen:
- Selbstsichernde Befestigungsschraube (1) durch das Gehäuse der Radelektronik (2) stecken und zwei bis drei Umdrehungen in das Ventil einschrauben - Ventil (3) durch die Ventillochbohrung in der Felge schieben, Distanzscheibe (4) aufstecken und Überwurfmutter (5) bis zur Anlage aufschrauben - Montagestift (7) in die radiale Bohrung des Ventils stecken und Überwurfmutter mit einem Drehmoment von 3,5 - 4,5 Nm anziehen. - Montagestift herausziehen, sonst wird der Reifen bei der weiteren Montage beschädigt. - Radelektronik leicht in das Felgentiefbett drücken. Die Auflagepunkte müssen glatt im Tiefbett aufliegen. Danach die Befestigungsschraube mit einem Drehmoment von 3,5 - 4,5 Nm anziehen. - Nach der Reifenmontage die Ventilkappe (6) aufschrauben
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Nach einem Räder- / Reifenwechsel, dem Tausch der Radpositionen, dem Erneuern der Radsensorik oder einer bewussten Änderung des Reifendrucks (z.B. bei vollbeladenem Fahrzeug), werden die neuen Drücke vom TSS übernommen. Dazu müssen zuerst alle Reifen mit dem vorgeschriebenen oder speziell gewählten Druck befüllt werden. Durch Drücken der Kalibriertaste werden die Werte gespeichert. Das System prüft danach, ob die Drücke realistisch sind (z.B. der Mindestdruck oder die Unterschiede zwischen links und rechts. Sollten die Räder, z. B. beim saisonbedingten Rädertausch im Kofferraum des betroffenen Fahrzeugs transportiert werden, befinden sie sich in Reichweite des Steuergerätes. Wenn die zu tauschenden Räder schon mal ins System eingelesen wurden, empfängt das Steuergerät anstatt der gewohnten vier (mit Reserverad fünf) Signale, nun acht oder neun. In diesem Fall meldet sich das System als "nicht verfügbar". Gleiches kann passieren, wenn sich ausgeladene Räder oder Räder eines anderen Fahrzeugs, die ebenfalls ein RDKS besitzen, in der Nähe befinden. Machen Sie auch den Kunden darauf aufmerksam, dass das System dann wieder neu kalibriert werden muss. Die Kalibrierung der serienmäßigen TSS ist fahrzeugspezifisch. Anleitungen hiefür sind auf den Internetseiten von Beru (www.beru.com) abrufbar. Wenn das Reserverad auch über das RDKS überwacht wird, sollte es nach dem Ausbau wieder genau in die Lage eingebaut werden, in der es sich vorher befand. Insbesondere im Zuge einer Inspektion bzw. nach dem Prüfen des Luftdrucks, ist z.B. beim BMW E60, E65 darauf zu achten, dass sich das Reifenventil nach dem Einbau des Reserverades wieder auf der 9 Uhr Position befindet. Der Empfänger erkennt nur in dieser Position die Signale des Senders. |
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Montagehinweise |
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Vor dem Rad- bzw. Reifenwechsel ist grundsätzlich darauf zu achten, inwiefern das Fahrzeug über ein RDKS verfügt. Zu erkennen ist dies z.B. an einem farbigen Ventil, einer farbigen Ventilkappe, einem Symbol im Kombiinstrument oder einer zusätzlichen Anzeigeeinheit (bei nachgerüsteten Systemen). Es ist empfehlenswert, gleich bei der Fahrzeugannahme, den Kunden nach einem RDKS zu fragen und auf die Besonderheiten hinzuweisen. Bei aktiven Systemen sind folgende Punkte zu beachten: |
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- Bei der Reifendemontage darf die Abdrückschaufel auf beiden Seiten des Reifens nur auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils angesetzt werden - Beim Abziehen des Reifens muss der Montagekopf ca.15 cm hinter dem Ventil angesetzt werden - Vermeiden Sie jegliche Krafteinwirkung auf den Sensor - Zur Demontage und Montage des Reifens dürfen Reifenwulst und Reifenhorn nur mit Montagespray oder Seifenlauge benetzt werden. Der Gebrauch von Montagepaste kann dazu führen, dass die Filterfläche der Sensor-Elektronik verklebt - Der Sensor darf nur mit einem trockenen, fusselfreien Tuch gereinigt werden. Druckluft, Reinigungs- und Lösungsmittel dürfen nicht verwendet werden - Vor der Montage eines neuen Reifens muss die Sensoreinheit auf Verschmutzung, Beschädigung und festen Sitz geprüft werden - Den Ventileinsatz bzw. das Ventil erneuern (je nach Herstellervorgabe), Anzugsdrehmomente beachten - Nach der Montage ggf. Kalibrierung/Neucodierung bei kalten Reifen durchführen - Hinweise der Fahrzeug- und Systemhersteller sind gesondert zu beachten |
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Quellen: Beru, Citroen, ContinentalTeves, Peugeot, Infineon/SensoNor, Siemens, Hella, TPM-Systems, Ventech u.v.m.
Wiesinger
überarbeitet: 27.11.09
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