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Common Rail Magnet-Injektor
(siehe
auch Common Rail)
Die Injektoren sind durch Hochdruckleitungen mit dem Druckspeicher (Rail) verbunden.
Common Rail Piezo-Injektor
Statt
des Elektromagneten kann zur Ventilbetätigung auch ein Piezoelement
eingesetzt werden, welches durch eine kürzere Ansprechzeiten (< 0,1 ms) Vorteile bringt.
Es gibt Piezo-Injektoren von Bosch und von Siemens. Piezo-Elemente funktionieren nach dem folgenden Prinzip: Werden Piezokristalle unter Druck gesetzt geben sie eine elektrische Spannung ab. Umgekehrt dehnen sich die Kristalle aus, wenn sie unter Spannung gesetzt werden. In Injektoren werden nun mehrere dieser Piezoelemente hintereinander geschaltet.
Für den Piezo-Injektor wird ein Piezopaket von 350 übereinandergestapelten Keramikschichten verwendet. Jede einzelne Schicht wird durch eine Steuerspannung von 45V, die durch die Elektronik (Kondensatoren) aus dem Bordnetz erzeugt wird um 0,11 Mikrometer, also um 0,00011mm gestreckt, so dass sich das 7x7x30mm große Piezopaket um insgesamt 40 Mikrometer also um 0,04mm ausdehnt. Dies genügt um die Ventilnadel des Einspritzventils zu öffnen.
Das Piezo-Paket sitzt in der ersten Ausführung von Siemens (wie abgebildet) noch "außerhalb" des Kraftstoffbereichs. Es gibt hier somit prinzipbedingt kleine Verzögerungen im Druckaufbau, da lediglich das Magnetventil durch den Piezoaktor ersetzt wurde. In der künftigen Ausführung sowie in der aktuellen Ausführung von Bosch ist das Piezopaket nun "inline" (siehe unten Bosch 3. Generation im AUDI A8). Die bewegten Massen wurden so um 75% reduziert. Dies hat ein noch schnelleres Ansprechen zur Folge. Es kann dadurch die Einspritzmenge auf 7 oder mehr Portionen verteilt werden. So bewirken Voreinspritzungen (Piloteinspritzungen von 1 mm3) einen weichen Druckanstieg und somit eine leisere Verbrennung. Außerdem verhindern sie die Entstehung von Weiß- und Blaurauch kurz nach dem Kaltstart. Nacheinspritzungen bewirken hingegen eine verbesserte Verbrennung und somit weniger Abgase und Ruß. So schafft der A8 ohne Rußfilter die EURO 4. Eine weitere Nacheinspritzung dient zur Regeneration des Partikelfilters. Die Drücke werden auch hier noch weiter steigen. Den Piezo-Injektoren scheint die Zukunft zu gehören. Ein Einsatz im Benzin-Direkteinspritzbereich ist für die nahe Zukunft denkbar.
Hier noch einiges Wissenswertes zu Düsen:
Die Empfehlung für den Unterricht: Pumpe Düse Einheit (PDE) | Common Rail | Quellen: Bosch, MAN, VW, Siemens, Kfz-Innung, AUDI Diese Seite von kfztech.de weiter empfehlen Johannes Wiesinger bearbeitet: 30.08.2011 Folgen Sie kfztech auf Twitter Besuchen Sie kfztech auf Facebook |
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