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EU Reifenkennzeichen |
Reifen werden künftig gekennzeichnet
Das
Europäische Parlament hat entschieden, dass Reifen ab November 2012 nach
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Treibstoffeffizienz
(Reifen-Rollwiderstand)
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Haftung bei Nässe
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Lärmerzeugung
gekennzeichnet werden müssen.
Dieses
neue klare Kennzeichnungssystem ähnelt den Energieklassen von
Haushaltsgeräten und kann für Verbraucher bei der Entscheidung welchen
Reifen sie kaufen sollen, äußerst nützlich sein.
Die
Reifenkennzeichnung wird in Qualitätsklassen angegeben von der besten
Leistung mit einem grünen „A“ bis zur schlechtesten mit einem roten „G“. So
kann der Autofahrer leicht erkennen, wie Sprit sparend der Reifen ist und
wie gut seine Nässe-Haftung wirkt. Außerdem wird seine Lärmerzeugung in
Dezibel dB(A) signalisiert. |
Die
Entscheidung im Detail
Ab 1.
November 2012 müssen Lieferanten von Reifen für Pkw sowie leichten und schweren
Nutzfahrzeugen die Verbraucher über Kraftstoffverbrauch, Nässe-Haftung und
Lärmklassen der Reifen in allen technischen Verkaufsmaterialien informieren.
Ausnahmen sind runderneuerte Reifen, professionelle Geländereifen und
Rennreifen. Alle ab dem 1. Juli 2012 produzierten Reifen müssen bereits einen
Qualitätsklassifizierungs-Aufkleber oder Zusatzinformationen haben, bevor sie
aus dem Werk an den Handel und die Werkstätten geliefert werden.
Leichtlaufreifen
Rollwiderstandsoptimierte Reifen, so genannte Leichtlaufreifen, bieten ein
riesiges CO2-Einsparpotenzial. Der Anteil des Reifen-Rollwiderstands
am Kraftstoffverbrauch kann bis zu 20 Prozent betragen. Durch Verbesserung des
Rollwiderstands können also der Spritverbrauch des Fahrzeuges und die Abgase
wesentlich reduziert werden. Würde man weltweit alle Autos auf Leichtlaufreifen
umstellen, könnten jährlich 50 Millionen Tonnen CO2 eingespart
werden. Diese Rechnung wurde 2007 von Michelin aufgestellt. 50 Millionen Tonnen
CO2 entsprächen immerhin der Hälfte des in Deutschland vom
Autoverkehr verursachten CO2-Jahresausstoßes. Oder anders gerechnet:
Jahr für Jahr ließen sich so 20 Milliarden Liter Kraftstoff sparen.
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Der
Autofahrer kann gleichzeitig die Natur schonen und Geld sparen. Bei den
derzeitigen Kraftstoffpreisen kann der Verbraucher bis zu 300 Euro bei einer
Strecke von 40 000 km sparen, wenn er Reifen mit geringerem Rollwiderstand
wählt.
Die
Automobilhersteller setzen bereits voll auf Leichtlaufreifen, besonders bei
ihren Spar-Varianten. Ohne Leichtlaufreifen kämen die Bluemotion-Modelle von VW
oder die verbrauchsoptimierten BMW sicher nicht auf ihre niedrigen Verbräuche.
Rollwiderstand
Der
Rollwiderstand bezieht sich auf die Energie, die durch die Verformung entsteht,
wenn der Reifen auf der Straße rollt. Je weniger sich ein Reifen verformt, desto
geringer sind seine Energieverluste. Das heißt, dass härtere Reifen geringere
Kraftsoffverbräuche und damit auch CO2-Emissionen verursachen.
Die
Verformung und die Energiemenge, die dafür nötig ist, können durch die Struktur
und Materialwahl bei der Reifenkonstruktion beeinflusst werden.
Tipp:
Kontrollieren Sie auch den Reifendruck
Ein
umweltfreundlicher Fahrer muss auch den Reifendruck kontrollieren. Der richtige
Reifendruck ist für die Steuerbarkeit, die ein Sicherheitskriterium ist, äußerst
wichtig, beeinflusst aber auch direkt den Rollwiderstand. Insbesondere ein zu
niedriger Reifendruck verschlechtert die Fahreigenschaften beträchtlich. Der
Reifen erwärmt sich stärker und nutzt sich schneller ab. Der Reifen rollt
schwerer ab und der Kraftstoffverbrauch sowie der Kohlendioxidausstoß nehmen zu.
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Der
SUV Reifen Hakkapeliitta R von Nokian rollt von den auf dem Markt angebotenen Winterreifen am
leichtesten. Der an der Seitenwand des Reifens befindliche Text „ultra low rolling resistance“ ist ein Zeichen für den niedrigen Rollwiderstand.

Der
niedrige Rollwiderstand des Hakkapeliitta R verringert den
Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu den Wettbewerbern um bis zu 0,5 l / 100
km. Der niedrige Rollwiderstand wurde durch eine starke Lamellierung, ein
sehr rollfreundliches Oberflächenprofil und eine spezielle Gummimischung der
Lauffläche erzielt. |
Sicherheitsaspekte
Aber es hilft natürlich niemanden, wenn unter der
Rollwiderstandsoptimierung die Sicherheit leidet. Es gilt nach wie vor
die Faustregel: je weicher die Gummimischung, desto besser sind die
Haftungseigenschaften. Die Reifenindustrie versucht derweil mit neuartigen
Materialien und einer optimierten Reifenarchitektur, wie die Kombination aus
harten Flanken und weichen Laufflächen, den Spagat zwischen Haftung,
Rollwiderstand und Komfort zu schaffen.
Die besten
Reifen sind im Grunde genommen die Reifen, die auch den besten Kompromiss
bieten. Mit dem neuen EU-Kennzeichnungssystem kann man nun auch erkennen,
welcher Reifen dies am besten kann.
Quellen: EU,
Nokian, VW, BMW, ADAC, Focus
Links:
Johannes
Wiesinger bearbeitet:
23.08.2011
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