NTC
steht für Negativer Temperaturkoeffizient (-beiwert).
Es handelt sich
um einen Sensortyp, dessen Eigenschaft es ist, dass sein Widerstand
bei steigender Temperatur abnimmt.
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Schaltzeichen
Anm.: Im Gegensatz dazu gibt es
natürlich auch PTC's (Positiver Temperaturkoeffizient). Dessen Widerstand
steigt bei Temperaturerhöhung. Im Grunde ist eigentlich jeder Leiter oder
Glühlampendraht ein PTC. PTC's finden als Heizelemente (z.B.
Lambdasondenheizung) Verwendung.
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Einsatz
des NTCs als
- Kühlwassertemperatursensor
- Ansauglufttemperatursensor
- Abgasrückführungstemperatursensor
- Abgastemperatursensor
- Kraftstofftemperatursensor
- Katalysatorüberwachung
- Öltemperatursensor
- Ladelufttemperatursensor
- Fahrer- oder Beifahrersitztemperatur
(Klimaanlage)
- ...
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Erklärung
am Beispiel des Kühlmittel-NTC
Der Kühlmitteltemperatursensor
erfasst die Betriebstemperatur des Motors. Der NTC-Widerstand wird dazu
vom Kühlmittel erwärmt, d. h. er wird fremderwärmt. Abhängig von der
Kühlmitteltemperatur verändert sich der Widerstand des Temperaturfühlers.
Bei kaltem Motor (–20° C) hat der NTC einen hohen Widerstand (z.B. ca. 14
kΩ, blaue Kennlinie im Diagramm). Durch Erwärmung des Kühlmittels (+80° C)
sinkt der Widerstand auf einen niedrigen Wert (z.B. 300 Ω). Dabei wird der
NTC vom Steuergerät mit einer Hilfsspannung von 5 Volt versorgt. Der Strom
bewirkt am NTC einen Spannungsfall, der im Steuergerät gemessen wird. Der
Spannungsfall verringert sich entsprechend der Abnahme des Widerstands. Am
Spannungsfall erkennt das Steuergerät die Kühlmitteltemperatur. Bei kaltem
Motor ist der Spannungsfall hoch, das Steuergerät erhöht die
einzuspritzende Kraftstoffmenge, um das Gemisch anzufetten.
Physikalisches Prinzip
Das Verhalten eines Heißleiters ist bemerkenswert, schließlich weiß man ja
noch aus dem Physikunterricht, dass ein Leiter bei Wärme die Elektronen
schlechter leitet. Aber bei Temperaturfühlern handelt es sich um
halbleitende Bauteile, die einen PN-Übergang aufweisen (s. Erklärung). Am
Übergang zwischen der p- und der n-leitenden Schicht nimmt der Widerstand
bei Zunahme der Temperatur ab und erleichtert so einen größeren
Elektronenfluss.
Prinzipdarstellung
Heißleitendes Verhalten zeigen zum einen reine Halbleitermaterialien und
zum anderen verschiedene andere Legierungen mit negativem
Temperaturkoeffizienten. Es kommen halbleitende Metalloxidmischungen wie
z.B. ZkTiO4 und MgCr2O4 u.v.m. zum Einsatz. Ein anderer Begriff für
Heißleiter ist auch Thermistor.
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Kühlmitteltemperatursensor |
Typisches NTC-Diagramm von drei
verschiedenen NTCs. 2 KΩ, 3KΩ und 5KΩ (bei 25°C) |
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Ein Ausfall
des Kühlmittel-NTC's macht sich häufig durch schlechtes Startverhalten,
erhöhte Leerlaufdrehzahl und höherem Kraftstoffverbrauch bemerkbar. Das
Abgas wird auch schlechter. Grund: ein beispielsweise gelöster
Steckverbinder simuliert einen unendlich hohen Widerstand und somit eine
extreme Kälte. Das Motorsteuergerät erkennt durch eine
Plausibilitätsprüfung (Fehlererkennung) diesen Fehler und schaltet auf
einen Ersatzwert. Im Fehlerspeicher wird dies abgespeichert.
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Prüfung
des NTC's
Widerstand
des Temperaturfühlers mit einem Multimeter feststellen. Bei kaltem Motor
hoher Widerstand, bei warmen Motor niedrigerer Widerstand. Die Werte sind
herstellerabhängig. Man kann in etwa sagen, bei ca. 20°C liegt der Wert
ca. zwischen 2 und 6 k Ohm. Bei 80°C ungefähr um die 300 Ohm.
Nach dem Messen des
Temperaturfühlers sind Stecker und Kabel auf Durchgang und Masseschluss
zu prüfen (abgezogener NTC-Stecker und Steuergerätestecker). Die
PIN-Belegung des Steuergerätesteckers wäre hierbei hilfreich.
Werte:
- Durchgangsprüfung: ca. 0 Ohm.
- Masseschluss: > 30 M Ohm
Als letztes Versorgungsspannung
prüfen. Steuergerätestecker aufgesteckt, Zündung ein, NTC-Stecker
abgesteckt
Wert:
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| Weitere
Temperatursensorbeispiele |
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Temperaturfühler zur
Überwachung der Abgasrückführungstemperatur
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Temperatursensor für
einen großen Temperaturbereich zwischen 100 und 900 °C von NTK
Einsatz zur Katalysatorüberwachung
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Ladelufttemperatursensor
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Sensor zur Messung der
Ansauglufttemperatur
Quellen: Seat, diverse,
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