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Kraftfahrzeugtechnik von Bosch auf der IAA 2013

Von Produkthighlights wie dem iBooster über den Weg zum elektrischen Fahren bis zum hochautomatisierten Auto

Technische Höhepunkte: eClutch, iBooster, Stereo-Video-Kamera

eClutch: Mit der eClutch von Bosch können Fahrer eines Handschalters zukünftig auch ohne Kupplung im Stop & Go-Verkehr anfahren. Die elektronisch geregelte Kupplungsbetätigung schließt die Lücke zwischen Automatik- und Handschaltung. Darüber hinaus ermöglicht die eClutch die spritsparende Segelfunktion. Die Kupplung trennt ohne Zutun des Fahrers den Motor und das Getriebe, wenn dieser kein Gas gibt. Dann schaltet der Motor ab und damit vermindert sich der Realverbrauch um durchschnittlich zehn Prozent.

eClutch Bosch

Die elektronisch geregelte Kupplungsbetätigung schließt die Lücke zwischen Automatik- und Handschaltung. Darüber hinaus ermöglicht die eClutch die spritsparende Segelfunktion. (Bosch)

iBooster: Der elektronisch gesteuerter Bremskraftverstärker kommt ohne Unterdruck vom Verbrennungsmotor aus und bleibt auch beim elektrischen Fahren aktiv. Die elektrische Reichweite verlängert sich mit dem iBooster je nach Auslegung des Fahrzeugs um bis zu 20 Prozent. Er baut zudem dreimal so schnell Bremsdruck auf wie herkömmliche Verstärker. Dies kann den Bremsweg bei 30 km/h um 1,5 Meter verkürzen. Schon mit dem ESP® kann die automatische Notbremsung ein Drittel aller frontalen Fußgängerunfälle verhindern – mit dem iBooster nahezu die Hälfte.

Elektronischer Horizont: Bosch erweitert das Start/Stopp-System zu einem Ausroll- und Segelassistenten – wobei die Navigation wie ein Sensor eine Vorschau auf Kurven oder Ortschilder gibt. Eine Systemvernetzung, die auf Landstraßen im realen Betrieb bis zu 15 Prozent Kraftstoff spart. Das bedeutet nicht nur weniger Spritkosten, sondern auch weniger Kohlendioxidemissionen.

Boost-Recuperation-System: Damit bietet Bosch den Einstiegshybrid für die Mittelklasse. Sein Kernelement, der Generator, bildet mit seiner höheren Spannungslage zugleich den Grundbaustein für die neuen leistungsfähigen 48-Volt-Teilbordnetze. Die wesentlichen Vorteile: Das System ermöglicht das spritsparende Segeln und nutzt durch seine höhere Leistung das regenerative Bremsen weit besser als konventionelle Generatoren. Die Kraftstoffersparnis des Systems liegt bei bis zu sieben Prozent.

Boost Recuperation Systems (Bosch)

Komponenten des Boost-Recuperation-Systems

CUE-Entertainment-System: Für General Motors hat Bosch ein Fahrerinformationssystem entwickelt, das sich über natürliche Spracheingaben steuern lässt – so frei, wie sich der Fahrer auch mit seinem Beifahrer unterhält. Premiere hatte dieses System bei Cadillac.

TFT-Displays: Bosch ist Marktführer bei frei programmierbaren Kombiinstrumenten. Für Premium-Modelle entwickelt Bosch TFT-Displays, auf Stand der neuesten Display-Technologien. Hierbei setzt Bosch auf ein modulares Baukastensystem, das sich vielfältig anpassen lässt.

Stereo-Videokamera: 2014 bringt Bosch diese Kamera, die räumlich sehen kann, in Serie. Damit ermöglichen wir mit nur einem Sensor eine automatische Notbremsung für den Fußgängerschutz – etwa wenn spielende Kinder plötzlich über die Straße laufen.


Produkte und Strategien auf dem Weg zum elektrischen Fahren

Verbrennungsmotoren: Auf dem Weg zur Elektromobilität behält der technische Fortschritt bei Benzinern und Dieseln seine Bedeutung. Hier sind selbst gegenüber dem Stand von 2012 noch Verbrauchseinsparungen von 20 Prozent möglich. Dank dieser Effizienztechnik lassen sich strenge CO2-Vorschriften, wie sie sich für 2020 in der der Europäischen Union abzeichnen, je nach Fahrzeugklasse mit mehr oder weniger Elektrifizierung erreichen.

Hybridantriebe: Bosch setzt bei der Elektrifizierung des Antriebsstranges auf ein breit gefächertes Portfolio. Die angepasste Lösung für die automobile Mittelklasse: Das Boost-Recuperation-System mit einem 48-Volt-Generator und einer kompakten Lithium-Ionen-Batterie. Darüber hinaus geht Bosch mit dem Hydraulik-, dem Strong-, dem Plug-in-Hybrid noch einen Schritt weiter. Auf der IAA 2013 wird etwa ein Porsche Panamera mit Plug-in-Hybrid-Technik von Bosch gezeigt – begeisternde Fahrzeuge wie dieses können den Markt weiter voranbringen. Strong Hybrid (Bosch)

Mit aktuellen Strong-Hybrid-Systemen von Bosch können Autofahrer ihren Verbrauch (im NEFZ) um 15 bis 25 Prozent reduzieren. Elektro-motoren für Strong-Hybrid-Fahrzeuge, decken ein Leistungsspektrum zwischen 20 und 40 Kilowatt ab. Lithium- Ionen-Akkus für Strong-Hyb-riden haben eine Kapazität zwischen 0,8 und 1,5 Kilowattstunden. (Bosch)

Elektroantrieb: Chrysler hat den Fiat 500e Bosch-Komponenten für einen reinen E-Antrieb in Serie gebracht. Bis 2014 wird Bosch 30 Serienprojekte rund um die Elektromobilität realisiert haben. Auch wenn diese Projekte noch nicht auf einen Volumenmarkt treffen, sie bahnen ihn doch emotional an. Denn sie bringen ein Fahrerlebnis der neuen Art: leiser Klang des Motors, starke Beschleunigung gerade aus niedrigen Drehzahlen heraus.

Marktentwicklung: „Heute ist Elektromobilität noch ein Nischengeschäft, nach 2020 kann sie allerdings ein Massenmarkt werden. Ich gehe davon aus, dass Elektroautos im Jahr 2020 eine Reichweite von mindestens 300 Kilometern haben werden.“ (Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung und zuständig für Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH)

Batterieentwicklung: Die Kosten der Lithium-Ionen-Batterie mindestens halbieren, ihre Energiedichte mindestens verdoppeln – nicht zuletzt dazu hat Bosch ein Joint Venture mit zwei japanischen Partnern, GS Yuasa und Mitsubishi vereinbart. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung wollen die potenziellen Partner ihr Know-how in Elektronik und Sensorik mit Expertise in der Zellchemie verbinden.

Geschäftsmodelle: Elektromobilität geht weit über das klassische Produktgeschäft hinaus. Mit Komponenten für eBikes und eScooter unterstützt Bosch multimodale Verkehrskonzepte in großen Städten. Die Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations entwickelt eine Infrastruktur. So ermöglicht sie beispielsweise das sogenannte eRoaming – den Wechsel zwischen den Ladestationen verschiedener Anbieter. Dazu wurde für die Berliner Hubject GmbH, einem Konsortium aus Automobil- und Energieunternehmen, die Software-Plattform entwickelt. Und für die Ladesäulen-Betreiber kommt das passende Starter-Package hinzu.

Fahrerassistenz: Auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren

Marktchancen: Der Markt für Fahrerassistenz wird in den kommenden Jahren um über 20 Prozent pro Jahr wachsen. An der Entwicklung von Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen arbeiten bei Bosch rund 5 000 Ingenieure weltweit. Insgesamt machte der Zulieferer schon 2012 über fünf Milliarden Euro Umsatz mit Assistenz- und Sicherheitssystemen. Für die Höchstbewertung von fünf Sternen schreibt Euro NCAP künftig Fahrerassistenzfunktionen vor: von 2014 an mindestens eine Assistenzfunktion, von 2016 an einen vorausschauenden Fußgängerschutz. Dies wird einen zusätzlichen Wachstumsschub bringen.

Assistenzsysteme Komponenten (Bosch)

Bosch-Kompetenzen für Assistenzfunktionen

Motivation: Der Weg zum unfallfreien Fahren weist in die gleiche Richtung wie der Weg zum automatisierten Fahren. Denn mehr als 90 Prozent aller Unfälle im Straßenverkehr sind durch menschliche Fehler beeinflusst. Jährlich führt dies weltweit zu 1,3 Millionen Verkehrstoten. Eine große Motivation für die Forschungen von Bosch ist es, diese Unfälle zu reduzieren. Ein automatisches Notbremssystem könnte beispielsweise bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden in Deutschland vermeiden, wenn alle Fahrzeuge damit ausgerüstet wären.

Produktportfolio: Bosch bietet aktuell sowie in naher Zukunft Fahrermüdigkeitserkennung, vorausschauendes Notbremssystem, Spurassistenzsysteme, Querverkehrswarnung, Baustellenassistent, vorausschauenden Fußgängerschutz.

Stauassistent: Heute müssen Autofahrer im Stau noch sehr konzentriert hinter dem Steuer sitzen. Schon 2014 bringt Bosch einen Stauassistenten, der das Fahrzeug bei zähflüssigem Verkehr durch aktive Lenkeingriffe in der Spur hält. In Zukunft wird daraus ein Staupilot, der auch den Spurwechsel automatisiert.

Parkassistent: Ewige Parkplatzsuche und langes Rangieren gehören bald der Vergangenheit an. 2015 kommt ein erweiterter Parkassistent von Bosch. Dessen Clou: eine Fernsteuerung, um das Auto von außen in enge Garagen zu manövrieren. Die Zukunft: eine 360-Grad-Videosensorik, damit sich das Fahrzeug seinen Platz in Parkhäusern selber suchen kann.

Parkassistent

Der Einparkassistent von Bosch nimmt dem Autofahrer den Stress mit dem Einparken - das Auto steuert automatisch in Parklücke. (Bosch)

Hochautomatisiertes Fahren: Für die freie Fahrt auf der Autobahn zeichnet sich eine klare Entwicklungslinie ab – die Kombination von adaptiver Tempokontrolle und automatischem Spurwechsel. Bis Ende des Jahrzehnts wird daraus ein Highway-Pilot. Je ambitionierter die kommenden Sicherheitsfunktionen, desto mehr setzen sie Car-to-Car-Communication und Datenaustausch in Echtzeit voraus.

Automatisches Fahren

Hochautomatisiert fahren Bosch-Entwickler auf deutschen Autobahnen (A81). Die Testfahrten helfen, die Funktionen in alltäglichen Fahrsituationen zu erproben und weiter zu verbessern. Das erarbeitete Sicherheitskonzept wurde vom TÜV Süd geprüft und für gut befunden. (Bosch)

Vernetztes Fahren: Mehr Sicherheit, mehr Service

Connectivity Control Unit: Diese Entwicklung ermöglicht über Fahrzeug-Ferndiagnose neue Dienstleistungen von Bosch für Flottenbetreiber, zum Beispiel rechtzeitige Fehleranalyse und gezielte Wartung. 2014 startet eine große Leasinggesellschaft die erste Anwendung.

Drivelog: Mit dieser Plattform haben Autofahrer alle Kosten und Serviceangebote für ihr Fahrzeug digital im Blick. Schon jetzt verzeichnet das Online-Portal monatlich nahezu 250 000 Besucher. Und es könnten bald noch mehr werden, denn ab sofort können auch ADAC-Mitglieder ausgewählte Drivelog-Funktionen nutzen.

mySpin: Ist eine neue Lösung von Bosch für die automobile Smartphone-Integration. Wir bringen damit das Internet auch sicher ins Fahrzeug. Über mySpin erscheinen Smartphone-Apps auf dem Display in der Mittelkonsole.

MySPIN

Mit mySPIN hat Bosch eine attraktive Smartphone-Lösung entwickelt, die eine perfekte Einbindung in das Fahrzeug bei gleichzeitig sicherer Bedienung gewährleistet. Damit lassen sich Apps sowohl für iPhones® als auch für Android-Smartphones in gewohnter Weise weiter nutzen. Für die Lösung der Bosch SoftTec GmbH steht bereits eine Vielzahl beliebter Apps zur Verfügung. Dazu gehören die häufig genutzten Apps Kalender, Kontakte und Maps sowie bekannte Anwendungen wie Hotelseeker und Parkopedia.

 

Lesen Sie hierzu auch das Referat von Dr. Volmar Denner

Quelle: Bosch Pressetext

 

 

 

 




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Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015

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