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Carport selber bauen oder lieber Fachmann holen?

von kfztech.de

Wer ein Haus besitzt oder angemietet hat und noch einen überdachten Abstellplatz für sein Auto oder Zweitwagen benötigt, kann nicht immer auf eine Garage zurückgreifen. Dann kommt oft ein Carport ins Spiel. Erscheint doch ein Carport oft günstiger als eine Garage. Aber auch die Platzverhältnisse vor Ort spielen oft eine entscheidende Rolle, wenn ein Carport in Betracht gezogen werden soll. Stellt sich dann nur noch die Frage, ob man das Carport selber bauen oder einen Fachmann zu Rate ziehen soll?

Carport

Ein freistehendes selbst gebautes Carport mit Schutz auf der Wetterseite und Tür - Bild: kfztech.de

Carport selber bauen ist doch easy, oder?

Beim Do-It-Your-Self-Carport sollten auf jeden Fall gute Vorkenntnisse bei statischen Bauten oder ähnlichen Projekten vorhanden sein. Die Garage selber zu entwerfen und zu bauen, ist ohne entsprechendes fachliches Know-How schwierig. Wer ein Carport selber bauen möchte, sollte besser auf die vorgefertigten Lösungen von Fachfirmen vertrauen. Diese besitzen die fachliche Kompetenz, was die Architektur und Statik betrifft. Wer selber plant und baut, benötigt einen zugelassenen Architekten oder Statiker, der die Konstruktion prüft. Diesen Aufwand kann man sich sparen. Denn die Carport-Hersteller bieten fertige Bausätze mit Bauanleitung an und gewährleisten die statische Korrektheit und Standsicherheit für ihr Produkt. Auf die Selbstmontage gibt es natürlich keine Garantie.

Außerdem müssen neben der Montage auch frostsichere Fundamente ausgemessen und betoniert werden, was entsprechende praktische Fähigkeiten voraussetzt. Vielleicht hat man aber auch einen guten Bekannten, der einem da unter die Arme greift. Wer sich unsicher fühlt, ist bei einem Fachmann sicher besser aufgehoben. Dies spart auf jeden Fall Zeit und Nerven. Die Mehrkosten für die Montage inklusive Fundamente liegen bei rund 2.000 bis 3.000 € je nach Größe und Angebot. Diese Kosten kann man durch selber bauen auf jeden Fall einsparen, sofern man alles richtig macht.

Für die Überdachung eignen sich beispielsweise Stegplatten aus Acrylglas. Sie kommen richtigem Glas optisch sehr nahe, bestehen aber aus Kunstsoff und haben ein geringeres Gewicht. Das geringe Eigengewicht erleichtert die Montage, sodass auch engagierte Heimwerker die Platten anbringen können. Die Bearbeitung des Materials ist ebenfalls recht einfach und beispielsweise mit der Stichsäge oder Handkreissäge möglich. Acrylglas ist langlebig, robust, temperaturbeständig, lichtdurchlässig und schützt das Auto unter anderem optimal vor Hagel. Im Vergleich zu Verbund-Sicherheitsglas ist es außerdem deutlich günstiger und somit eine gute Möglichkeit, das Carport optisch aufzuwerten und dennoch Geld zu sparen.

Planung des Carports

Egal ob man selber baut oder bauen lässt: Angebote zum Kauf oder Montage von Carports findet man mittlerweile auch sehr viele im Internet. Dort lassen sich oftmals in speziellen Konfiguratoren verschiedene Größen, Materialien und Zubehör wie Dachrinnen, etc. eingeben und den Preis des Carports sofort ausrechnen. Wichtig ist es hier, sorgfältig zu planen und zu vergleichen. Man sollte sich bei der Planung Zeit lassen und mehrere Angebote einholen. Ebenfalls wichtig ist hier auch, die Bewertungen zu lesen. So lässt sich auf jeden Fall viel Geld und auch Ärger einsparen.

Natürlich soll auch Material und Farbe des Carports in  zum Haus passen. Auch sollte man vorher einmal beim Bauamt anrufen, ob ein Antrag auf eine Baugenehmigung erforderlich ist, bzw. ob eine Bauanzeige gestellt werden muss. Beim Bau an der Grundstücksgrenze sollte man vorher auf jeden Fall auch seinen Nachbarn informieren.

 Carport

Dieses freoistehende Carport hat keine Neigung, was wegen Schnelasten und Regenwasser nicht unbedingt günstig ist - Bild: kfztech.de

Wahl des Carports

Wer sich also einen Autorastplatz zulegen möchte, muss sich, wie beim Autokauf auch, zuvor Gedanken machen, welches Modell er haben möchte. Es gibt z.B. Einzel- und Doppelcarports, welche die an das Haus angebaut werden oder solche, die frei stehen. Dann muss man sich überlegen, ob man ein Flach-, Schräg- Rund- oder Satteldach will. Schließlich sind hierbei auch Schneelasten zu berücksichtigen. Bei Flachdächern gilt es, eine Neigung von 10% einzuhalten. Die Dacheindeckung, Holzdach oder Metalldach und viele weitere kleine Details wie Regenrinnen gilt es ebenfalls zu einzuplanen. Auch sollte man sich überlegen, ob man sein Auto nicht auch von der Wetterseite her schützen sollte, denn das schlechte Wetter kommt ja nicht nur von oben.

Carport

Dieses Carport wurde an das Haus angelehnt. Eine entrprechende Abdichtung ist nötig. - Bild: kfztech.de

Nach Planen und Kaufen kommt die Vorbereitung

Wer seinen Carport selber aufstellen und montieren möchte, sollte gut vorbereitet sein. Die Fundamente sind gesetzt. Das nötige Werkzeug sollte bereitliegen. Was man alles bereithalten sollte und vieles mehr, kann der potenzielle Carportbauer auf der Seite "So muss das - Carport selber bauen" nachlesen. Ist auch alles geliefert worden? Eine gründliche Prüfung der Einzelteile ist sinnvoll. Wer unbehandeltes Holz bestellt hatte, sollte noch vor dem Aufbau eine entsprechende Fäulnisgrundierung und anschließend eine doppelte Lasur streichen. Danach wird von Fachleuten auch ein UV-Filter-Anstrich empfohlen. Nun kann mit der Montage begonnen werden. Mindestens ein Helfer ist nötig, besser arbeitet man zu dritt. Weitere Tipps und Tricks findet man auch hier.

Kfztech.de rät potenziellen Carportbauern, ohne Erfahrung, unbedingt dazu die Holzgarage von Fachleuten aufstellen zu lassen. Aber auch wer selber baut, sollte auf fertige Bausätze zurückgreifen, damit ist man auch von der Konstruktion und Statik her auf der sicheren Seite.

Lesen Sie auch: Garage - Zuhause für das Auto

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 01.08.2018









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