| www.kfztech.de | Kraftübertragung | Technik |
Das Automatisierte Schaltgetriebe |
Das Automatisierte Schaltgetriebe (MTA-Getriebe "Easytronic") besteht aus dem
Getriebeaktor
zur
Kupplungsaktor
zur automatisierten
Im
Vergleich zu einem Fahrzeug mit konventioneller, fußkraftbetätigter Kupplung
entfällt das Kupplungspedal, welches durch einen elektromechanischen Aktor
ersetzt
Des
weiteren entfällt die Handschaltung: Der Gangwechsel wird von zwei Aktoren
Dieses System verbindet die Vorteile eines
Die Steuerung des Systems wird von einer Software übernommen.
Dem
Fahrer stehen zwei Betriebsarten zur Verfügung:
Die
automatisierte Betriebsart.
Bei dieser Betriebsart übernimmt das Steuergerät die Schaltung der Gänge. In der automatisierten Betriebsart verhält sich das MTA-Getriebe ähnlich einem konventionellen AT-Getriebe. Die Schaltungen werden in Abhängigkeit der Fahrpedalstellung und der Fahrzeuggeschwindigkeit automatisch ausgeführt. Im Unterschied zum AT-Getriebe kommt es beim MTA-Getriebe während eines Schaltvorganges zu einer konstruktionsbedingten „Zugkraftunterbrechung“
Die
halbautomatische Betriebsart.
Hier entscheidet der Fahrer durch betätigen des Wählhebels welcher Gang geschaltet werden soll.
Manuelles Hochschalten Tip +
manuelles Rückschalten Tip -
Der
Wechsel von der automatisierten Betriebsart in die halbautomatische Betriebsart
ist jederzeit, auch während der Fahrt möglich.
Die
Vorteile eines MTA-Getriebe sind:
Sportlichkeit:
Freie
Wahl zwischen manuellem und automatischem Schalten.
Wirtschaftlichkeit:
Geringerer
Verbrauch im Vergleich zu einem konventionellen
AT-Getriebe.
Komfort:
Kriechfunktion
erleichtert das Rangieren.
Sicherheit:
Entlastung
des Fahrers.
Aufbau:
Das
MTA-System, dessen prinzipieller Aufbau in Bild 1 dargestellt ist, besteht aus
den folgenden Komponenten:
Selbsteinstellende
Kupplung (SAC -Kupplung)
Kupplungsaktor
mit integriertem Steuergerät
Getriebeaktor
bestehend aus Schalt- und Wählmotor
Wählhebel
(Bei Klick erscheint das Bild in neuem Fenster)
Bild 1
Der Kupplungsaktor mit integriertem Getriebesteuergerät
Der
Kupplungs-Stellantrieb besteht aus einem Elektromotor, einer Übersetzungsmechanik
zur Betätigung des Hydraulikzylinders und einem integrierten Wegsensor, der
den Kolbenstangenweg misst.
Die
Betätigung der Kupplung erfolgt elektrohydraulich. Der Geberzylinder ist im
Kupplungsaktor untergebracht. Das System muss sorgfältig „Entlüftet“
ein, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.
Im
Kupplungsaktor ist das reprogrammierbare Steuergerät untergebracht .
Kupplungsaktor und Steuergerät bilden dabei eine Einheit. Im Falle eines
Fehlers, kann nur die komplette Einheit gewechselt werden.
Das
Steuergerät beinhaltet eine fahrzeugtypabhängige Getriebe-Software, welche die
Steuerung/Regelung des Gesamtsystems übernimmt.
Das Steuergerät hat folgende Aufgaben
Einlesen
der Signale (Stellung der Aktoren, Fahrzeugparameter, Wählhebelstellung,
Fahrpedalstellung usw.).
Signalüberprüfung
bzw. Plausibilitätsprüfung.
Zielgang
bestimmen.
Zustandserkennung
(Getriebe, Schalt und Kupplungszustand)
Berechnung
der Ausgangsgrößen.
Ausgabe
der Signale.
Das
MTA-Steuergerät ist für den kompletten Ablauf einer Schaltung
(Gangwechsel) zuständig.
Motordrehmoment
reduzieren
|
1)
Integrierte Elektronik (Steuergerät/Endstufe
Kupplungsmotor/Endstufe Schaltmotor/Endstufe Wählmotor) 2)
Antriebsschnecke 3)
Schneckenrad 4)
Schneckenradwelle 5)
Bolzen 6)
Wegsensor 7)
Kompensationsfeder 8)
Stößel 9) Geberzylinder 10) Rotor (Beim Überfahren mit der Maus wird die Zahl sichtbar) |
Kupplungsaktor
mit integriertem Steuergerät: |
Die
Aufgabe des Kupplungsaktors:
Der
Kupplungsaktor übernimmt alle Aufgaben, die bei einem Fahrzeug mit
konventionellen Getriebe vom Fahrer mit Hilfe des Kupplungspedals erfüllt
werden.
Dosiertes
Anlegen der Kupplung beim Anfahren.
Aus
und Einkuppeln während der Gangwechsel.
Auskuppeln
beim Anhalten.
Auskuppeln
während einer ABS-Situation.
Der
Getriebeaktor besteht aus zwei Getriebemotoren und einer Betätigungsmechanik.
Der Schaltaktor führt die Schaltbewegung, der Wählmotor die Bewegung zum Auswählen
der Ganggasse (Wählbewegung) aus.
Die
Betätigungsmechanik des Getriebeaktors weist einen Schaltfinger auf, der in die
![]() |
|
Funktionsbeschreibung
der SAC-Kupplung (Self Adjusting Clutch)
Bei
konventionellen Kupplungen steigt mit zunehmendem Belagverschleiß die Betätigungskraft
an. Bei der SAC wird der Belagverschleiß über ein automatisches Verschleißnachstellsystem
ausgeglichen, so dass keine Veränderung der Betätigungskraft auftritt.
Die
SAC unterscheidet sich von der konventionellen Kupplungsdruckplatte im
wesentlichen durch eine Nachführung der Tellerfeder bei Verschleiß. Die Nachführung
erfolgt so, dass unabhängig vom Verschleiß (hauptsächlich Belagverschleiß),
die Winkellage der Tellerfeder und somit die Betätigungs- und Anpresskräfte
konstant bleiben. Realisiert wird dieser Verschleißausgleich, indem die
Haupttellerfeder nicht, wie bei der konventionellen Kupplungsdruckplatte, fest
am Kupplungsdeckel angenietet oder über Laschen eingehängt, sondern nur mit
einer definierten Kraft (Sensorkraft) axial gegen den Deckel verspannt wird.
Zwischen Tellerfeder und Kupplungsdeckel befindet sich ein Rampenring, der in
die Rampen des Deckels eingreift und in Umfangrichtung über Druckfedern
angetrieben wird.
(Bei Klick erscheint das Bild in neuem Fenster)
Bild SAC
Die Sensorkraft wird so dimensioniert, dass sie normalerweise der Betätigungskraft widerstehen kann. Wird bei Verschleiß der Beläge die Betätigungskraft höher und reicht die Sensorkraft als Gegenkraft an der Haupttellerfeder nicht mehr aus, bewegt sich die Haupttellerfeder axial in Richtung Motor von der Deckelauflage weg. Das dabei entstehende Spiel wird über den vorgespannten Rampenmechanismus, der zwischen Tellerfeder und Kupplungsdeckel angeordnet ist, ausgeglichen. Der Nachstellvorgang dauert so lange, bis die Betätigungskraft auf die Sensorkraft und damit auf das gewünschte Niveau abgesunken, und die ursprüngliche Tellerfeder-Winkellage wieder erreicht ist.
(Bei Klick erscheint das Bild in neuem Fenster)
Geringe
Ausrückkräfte, die über die Lebensdauer konstant bleiben. Daraus ergibt
sich ein hoher Fahrkomfort über die gesamte Lebensdauer.
Erhöhte
Verschleißreserve und damit höhere Lebensdauer durch
Verschleißnachstellung.
In
Verbindung mit dem MTA-Getriebe lassen sich schnellere Schaltvorgänge
realisieren.

Über
den Wählhebel gibt der Fahrer dem MTA-System seinen Fahr/Gangwunsch vor. Das
Das MTA ist eine gemeinsame Entwicklung von Luk und Opel
Weitere Informationen zu elektronischen Schaltgetrieben erhalten Sie
mit
einem Bosch Heft der Gelben Reihe:

Wiesinger
Quelle: Opel
26.08.10