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Sprit sparen mit Super-Leichtlaufölen |
| Die neuen Öle
vermindern die Reibung im Motor, an der Kurbelwelle, an den Kolben, in den
Zylindern und an der Nockenwelle, außerdem wird die Arbeit der Ölpumpe
erleichtert Dies bedeutet dass damit Sprit gespart wird, der nur dazu
gebraucht wird, den Motor "am Leben" zu erhalten. Und das ist
vor allem bei kaltem Motor, also im Kurzstreckenbetrieb, nicht wenig.
Der ADAC hat dies in entsprechenden Tests bereits vor einiger Zeit ermittelt. |
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| Dass die zweite Generation der vollsynthetischen Leichtlauföle diese Erwartungen erfüllt, zeigte dieser Test (siehe auch Tabelle weiter unten) auf: | Auf dem ADAC-Prüfstand absolvierte ein VW Golf 1.4 Benziner zunächst mehrfach den ECE-Stadtzyklus mit dem Vergleichsöl (ein Markenöl der Viskositätsklasse 15W-40) bei einer Starttemperatur von 20° C und anschließend die Autobahnsimulation bis 140 km/h bei einer Betriebstemperatur von mindestens 80°C. Dann war die gleiche Prozedur mit einem typischen Vertreter der neuen 0W-Generation (Veedol Synthron 0W-30) an der Reihe. Als nächstes der Newcomer Shell Helix Ultra-X. Shell geht mit dieser rennerprobten Kohlenwasserstoffkreation (»Schumi-Öl«) der Viskositätsklasse 5W-20 einen eigenen Weg: weniger dünnflüssig bei tiefen Temperaturen, aber auch weniger zäh bei Hitze Anschließend folgte noch eine Kontrollprüfung mit dem 15W-40-Basisöl. |
| Die Ergebnisse sind eindeutig, aber sie sind natürlich nicht repräsentativ für andere Motoren und andere Temperatur- und Betriebsbedingungen. Bei überwiegendem Kurzstreckenverkehr könne jedoch ganz allgemein mit einem Kraftstoffspareffekt von 4 bis 6 Prozent gerechnet werden, erklärten ADAC-Techniker. Bei gemischtem Fahrbetrieb (Stadt- und Überlandfahrt) rechnen sie mit einer Einsparung von 2 bis 4 Prozent. Auf der Autobahn könne der Spareffekt auch unter 2 Prozent sinken. | |
| Lohnt es sich
also, auf ein teures High-Tech-Öl umzusteigen? |
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| Der
Umwelt zuliebe auf alle Fälle: Weniger Verbrauch bedeutet auch
weniger CO² in der Atmosphäre. |
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Belastet es
statt dessen den Geldbeutel des Autofahrers? |
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| Das kommt im wesentlichen darauf an, wie viel Öl der Motor verbraucht. Wenn zwischen zwei Ölwechseln, etwa auf 15000 Kilometer, kein Öl nachgefüllt werden muss - was allerdings eher selten ist -, lohnt es sich meist auch finanziell. | |
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Als Beispiel
nehmen wir hier ein Auto mit 4 Liter Ölfüllung und einem
Durchschnittsverbrauch von 10 Liter Super auf 100 Kilometer. Der Spritpreis wird mit 2,00 DM pro Liter angesetzt, für das Öl gilt die Esso-Service-Preisliste. Statt 59,60 DM (Uniflo 15W-40) kostet die Füllung mit Ultron FE 0W-30 dann 118,80 DM. Eine Differenz von 59,20 DM. Schon bei 2 Prozent Spritersparnis (30 Liter bzw. 60 DM auf 15000 km) sind die Mehrkosten fürs Öl locker eingefahren. Und wer sich eine Ersparnis von 2,5 Prozent ausrechnen kann, ist mit dem 0W-30-Öl auch noch bei einem Ölwechsel nach 12000 km gut bedient. |
Schlechter sieht die Rechnung natürlich für ältere Motoren mit höherem Ölverbrauch aus. Aber auch hier kann es sich noch lohnen, auf das neue Öl umzusteigen, vor allem dann, wenn der Kurzstreckenverkehr mit häufigen Kaltstarts überwiegt. Das dünnflüssigere Öl ist nach dem Start im Motor schneller vor Ort, an den kritischen Schmierstellen. Der Kaltstartverschleiß wird gemindert, die Lebensdauer des Motors verlängert, und der Anlasser braucht weniger Leistung. Klar, dass sich das vor allem bei winterlichen Temperaturen auswirkt. Ein 0W-Öl ist immerhin auch bei minus 30°C noch voll schmiertauglich (ein15W-Öl bis -15°C). |
| Doch genau diese Dünnflüssigkeit gibt bei vielen Autofahrern Anlass zu Bedenken: Wird sich der Ölverbrauch nicht erhöhen, wenn ich auf eins der neuen Leichtlauföle umsteige? Grundsätzlich nein - wenn der Motor in Ordnung ist. Sind allerdings bereits Undichtigkeiten vorhanden (Wellendichtungen, Ventilschaftabdichtungen), dann sind solche Leichtlauföle kaum zu empfehlen. In den Versuchsmotoren der Industrie wurden jedenfalls keine signifikanten Ölverbrauchsunterschiede zwischen 15W- und 0W-Ölen festgestellt. | |
Ergebnisse des ADAC-Versuchs:
| Ölsorte | Kraftstoffverbrauch (l/100 km) ECE-Stadtzyklus: nur 1. Phase (ca. 1 km) | Kraftstoffverbrauch (l/100 km) alle 4 Phasen |
Autobahnfahrt |
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Markenöl |
11,22 | Differenz % | 9,37 | Differenz % | 9,09 | Differenz % |
| Veedol |
10,57 | -5,8 | 8,93 | -4,7 | 8,89 | -2,2 |
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Shell |
10,65 | -5,1 | 8,93 | -4,7 | 8,96 | -1,4 |
| Das Sparpotential der neuen Leichtlauföle, hier beim VW Golf 1.4, ist vor allem kurz nach dem Start (ECE 1.Phase) und im Stadtverkehr deutlich. Auch auf der Autobahn wird weniger verbraucht als mit dem 15W-40-Öl. |
Wird der Motor
nicht heißlaufen mit dem dünnen Zeug? Nein, auch im oberen Temperaturbereich bleibt die Schmierfähigkeit voll erhalten. Durch das bessere Fließverhalten wird die Motorwärme besser abgeführt, der Motor bleibt auch bei voller Last kühler. Die vollsynthetischen Motorenöle (nicht nur die neuen) sind auch alterungsbeständiger als herkömmliche Mineralöle.
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| Abgesehen von der Reduzierung des Benzinverbrauchs und damit auch der CO²-Emissionen konnten keine signifikante Verminderung der Schadstoffanteile im Abgas verzeichnet. Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickoxide (NOx) also in der Summe sind wie gehabt. Plausibel allerdings die Feststellung der Ölhersteller, beim Diesel zähle nicht nur die Verminderung des Verbrauchs, sondern auch die der ölbedingten Partikelemissionen. Hier spielen die geringeren Verdampfungsverluste des synthetischen Öls eine Rolle. |
Fazit:
Bei Motoren mit geringem Ölverbrauch kann die Umstellung auf moderne
Hochleistungs-Leichtlauföle nicht nur den Spritverbrauch senken, bei
häufigen Kaltstarts die Motorlebensdauer verlängern und die Umwelt
entlasten. Auch der Mehrpreis amortisiert sich schnell, wenn überwiegend
Kurzstrecken und Kaltstarts angesagt sind. Ein angenehmer Nebeneffekt für
manchen: Wenn man vom 15W-40 aufs Leichtlauföl umsteigt, sind manchmal
sogar noch ein paar PS Leistungssteigerung drin - sagen die Ölhersteller.
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Wiesinger
überarbeitet: 26.08.10
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