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Mautpflicht im europäischen Ausland

Was auf deutschen Straßen eigentlich schon längst fällig ist, gibt es im Ausland schon seit vielen Jahren – die Mautpflicht. Dabei sind die Kurse sehr unterschiedlich, und während es teilweise Tages- oder Monatstickets gibt, setzen auch viele ausländische Länder auf Jahrestickets, wie die Schweiz beispielsweise. Wer die Grenze übertritt, muss eine Jahresvignette kaufen. Modelle, wie in Österreich, wie etwa die 10-Tages-Vignette oder die Plakette für einen Monat gibt es in der Schweiz nicht. Welche Staaten noch Mautgebühren verlangen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mautpflicht

In vielen Reiseländern Europas ist Mautpflicht angesagt. Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Mautpflicht in der Schweiz und in Österreich

Wie bereits beschrieben, kennt die Schweiz nur eine Vignette, und zwar die Jahresvignette. Diese sollte bereits vor dem Urlaub in der Schweiz erworben werden, damit es nicht zu Problemen führt. Immer wieder hört man, dass beim Grenzübertritt ein Bußgeld verhängt wird, weil keine Vignette am Auto vorhanden ist. Die Jahresvignette für die Schweiz gibt es an vielen Autobahnraststätten, bei Automobilclubs und im Internet für 38 Euro zu erwerben. Die Vignette ist vom 1. Dezember bis zum 31. Januar des Folgejahres gültig, was heißt, dass sie 14 Monate Gültigkeit hat. Anzubringen ist sie gut sichtbar an der Windschutzscheibe, damit keine Strafen drohen. Außerdem sollte man auch wissen, dass zahlreiche Tunnel in der Schweiz extra gezahlt werden müssen. Wer also seinen Urlaub in der Schweiz verbringen möchte, sollte sich gut über die anfallenden Mautgebühren informieren.

Auch in anderen Ländern Europas gibt es Mautgebühren, wie beispielsweise in Österreich. Die Österreicher haben den Vorteil, dass sie für die Urlauber eine 10-Tages-Vignette anbieten. Zudem kann neben der Jahresvignette auch eine Mautplakette für 2 Monate erworben werden. Auch diese Vignetten können an zahlreichen Autobahntankstellen oder bei Automobilclubs erworben werden. Die Vignette für PKW kostet für 10 Tage 8,90 Euro, für zwei Monate 25,90 Euro und für ein Jahr 86,40 Euro. Auch diese ist gut sichtbar anzubringen, um Strafen zu vermeiden.

Mautpflicht in Spanien und Italien

In Spanien kann man sogar wählen, ob man eine Mautstrecke nutzt oder nicht. Spaniens Regierung dachte sich, dass die wirklich wunderschönen Küstenautobahnen besser in Privathand sind und somit auch mautpflichtig. Allerdings gibt es immer eine Alternative, um diese Mautstrecken zu umgehen. Autobahnen, die nicht direkt an der Küste entlang verlaufen, sind meist mautfrei und somit auch gerne genutzt. Wer Autopistas (AP) nutzt, muss eine Mautgebühr zahlen, bei der Nutzung von Autovias (A) ist keine Gebühr fällig. Weitere Informationen, sowie eine Liste der einzelnen Autopistas findet man im Spanien Journal.

In Italien wird vor allem eine Maut für die Autostrada verlangt. Die unterscheidet sich von der Superstrada, der Schnellstraße und der Strada, ebenfalls einer Autobahn, die aber kostenfrei ist. Diese sind durch Schilder sehr gut zu erkennen. Eine mautfreie Straße ist mit einem blauen Schild gekennzeichnet, eine mautpflichtige Straße hingegen ist mit einem grünen Schild versehen. So kann es keine Verwechslungen geben. Doch Vorsicht, auch Tunnel sind teilweise mautpflichtig, wie etwa der Brenner zwischen Österreich und Italien. Weiterhin sind der Montblanc-Tunnel oder auch der Große-Sankt-Bernhard-Tunnel mit einer Maut belegt. Informationen zur Maut in Italien findet man ebenfalls bei Traveda.

Natürlich ist es immer wichtig, vor Urlaubsantritt die Mautgebühren im Auge zu behalten und sich ausreichend zu informieren. Denn zum einen schmälern diese die Urlaubskasse und zum anderen sollte man sich auch darüber bewusst sein, dass die Bußgelder, wenn keine Vignette vorhanden ist, sehr hoch sein können. Wer wirklich sparen möchte, sollte diese Kosten für die Maut in Kauf nehmen, um vor hohen Strafen sicher zu sein.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 23.08.2017









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