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Kindersitztest 2020 – überwiegend positiv

von kfztech.de

Alle zwei Jahre testet der ADAC Kindersitze; so auch in 2020. Wurden bereits 2018 50% der Rückhaltesysteme für Kinder für gut befunden, so schneiden dieses Jahr sogar zwei Drittel gut bzw. sehr gut ab. Die regelmäßigen Tests von Stiftung Warentest, ADAC und anderen zwingen die Hersteller immer wieder zu Nachbesserungen, was gut für die Sicherheit unseres Nachwuchses ist.

Kindersitztest 2020 ADAC

Gleich 26 Kindersitzmodelle in allen Größen wurden 2020 vom ADAC getestet. - alle Bilder ADAC

Top und „Flop“

Gleich vornweg: Einen echten Flop gab es diesmal nicht! 26 Sitze aus allen Altersklassen wurden zum einen natürlich auf Sicherheit aber auch auf Handhabung (Bedienung und Ergonomie) und auf Schadstoffe getestet. Erfreulich, dass die meisten Kindersitze die gesetzlichen Anforderungen teilweise deutlich überschreiten konnten. Die Babyschale mit dem sperrigen Namen „Silver Cross Dream + Dream i-Size Base“ bekam als Einziger der Testkandidaten die Note 1 und Platz 26 beendete der mit 75 € günstigste Sitz „Osann Flux Plus“ mit der Note 3,7 was ausreichend ist. Keiner der Sitze erhielt also ein „Mangelhaft“. Kindersitze wie den Maxi-Cosi Kore Pro i-size beispielweise findet man im Internetfachhandel bereits für 202,99 €.

Kindersitz Silver Cross Dream + Dream i-Size Base
Die Babyschale „Silver Cross Dream + Dream i-Size Base“ wurde als Einzige mit mit „sehr gut“ bewertet.
Kindersitz Osann Flux
Der Verlierer im Test Osann Flux Plus erreichte die Note 3,7 und war der Günstigste im Test. Er zeigte aber  Schwächen bei Bedienung und Sicherheit.

Besonderheiten

Auffällig war auch dieses Jahr, dass kein Sitz bei der Schadstoffprüfung durchgefallen ist. Beim Test 2018 waren das immerhin noch vier.

Der ADAC legte diesmal auch besonderen Wert auf den Tragekomfort und die Lagerung außerhalb des Autos. Bedienung (40%) und Ergonomie (10%) machten die Hälfte des Ergebnisses aus, die Sicherheit die andere Hälfte. Die einzelnen Testresultate findet man am Ende des Artikels.

Die Sitze „Chicco Fold & Go i-Size” und „Mifold Hifold Fit and Fold Booster”, die für Kinder ab vier Jahren geeignet sind, können zusammengeklappt werden, was sie besonders platzsparend macht. Sie erhielten beim Test die Note „befriedigend“, was die gesetzlichen Anforderungen deutlich übertrifft.

Kindersitz klappbar

Ein klappbarer Kindersitz ist praktisch, da er sehr platzsparend verstaut werden kann.

Der ADAC wies auch darauf hin, dass die klassischen Sitzerhöhungen (ohne Rückenstütze) für Kinder nur ein Notbehelf seien, da sie keinen Schutz beim Seitenaufprall bieten.

Die Babyschalen, die bis ca. 15 Monate ausgelegt sind, können oftmals auf ein Kinderwagengestell montiert werden, was den Tragekomfort natürlich sehr erhöht. Kfztech.de berichtete erst kürzlich darüber, wie man die richtige Babyschale findet.

Wichtig beim Kauf von Kindersitzen

Nachdem man sich mit Hilfe von Testergebnissen schlau gemacht hat, sollte man als Eltern nicht einfach gleich den Testsieger oder den Preis-Leistungssieger kaufen. Vielmehr sollte man mit seinem Auto zum Geschäft fahren und den Sitz auch ausprobieren. Das heißt, man sollte die folgenden Fragen erst einmal für sich bei einer Kaufberatung klären:

  • Wie gut lässt sich der Kindersitz mit Kind tragen?

  • Passt er überhaupt in mein Auto überhaupt hinein?

  • Wie leicht lässt er sich im Auto montieren?

  • Verfügt mein Auto über das Isofix System oder nicht?

  • Wie schnallt man das Kind an? (am besten mit Kind testen)

Danach kann man erst sicher sein, ob der Kindersitz zum Kind, zum Auto und zu den Eltern passt.  

Testergebnisse im Überblick

Weitere Einzelheiten zum Kindersitztest kann man beim ADAC nachlesen und im folgenden Video ansehen.

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 02.06.2020









 



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