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Autos selbst restaurieren - Grundlegende Tipps für den Einsteiger

von kfztech.de

Autos selbst restaurieren - Grundlegende Tipps für den Einsteiger

Wer für seine Freizeit nach einem anspruchsvollen Hobby sucht, muss nicht unbedingt bis zum Umfallen Sport betreiben. Wer sich mental und körperlich fordern möchte und dabei nicht auf Vielfältigkeit verzichten möchte, für den ist die Autorestauration möglicherweise genau das richtige. Kommen noch handwerkliches Geschick und ein großes Interesse an Karosserien hinzu, sind die optimalen Voraussetzungen vorhanden.

Bremsenreparatur

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay 

Bevor sich an die Bearbeitung des ersten Autos gemacht wird, müssen allerdings ausgewählte Grundprinzipien erwähnt werden. Im Wesentlichen ist in etwa nicht jedes Fahrzeug für den Einsteiger geeignet. Kleinbusse wie ein VW Bulli können aufgrund seiner Beliebtheit selbst in schlechtem Zustand teuer in der Anschaffung sein. Derselbe Grundsatz gilt auch für Fahrzeuge der letzten zwanzig Jahre (Youngtimer). Außerdem ist hier die Elektronik üblicherweise sehr umfangreich, was Kosten für Ersatzteile in die Höhe treibt. Da hier die Mithilfe einer professionellen Werkstatt praktisch unumgänglich ist, zahlt sich die Restauration jener Modelle für Laien nicht wirklich aus. 

Der richtige Ort zum Werken

Selbst wenn bereits ein passendes Fahrzeug als erstes Projekt ins Auge gefasst wurde, muss zunächst der richtige Platz gefunden werden. Grundsätzlich ist dabei jede Garage geeignet, die einen ausreichenden Witterungsschutz bietet. Platztechnisch ist eine Doppelgarage ohne Trennwand ideal. Normgaragen sind hier allerdings nicht geeignet, da sie viel zu eng und somit zu wenig Platz zum Arbeiten bieten.

Wer selbst nicht auf den passenden Ort zurückgreifen kann, sollte eine Mietgarage ins Auge fassen. Da hier bestimmte Utensilien wie der Wagenheber zur Ausstattung gehören, kann sich diese Variante optimal für Anfänger auszahlen. Aufgrund der anfallenden Kosten eignet sich jene Option eher für einzelne Arbeiten und weniger für eine Vollrestauration Sinn macht.

Das passende Werkzeug

Stimmt der Platz, muss das Werkzeug angeschafft werden. Hier sollte auf einen Grundsatz besonderen Wert gelegt werden. Eine einmalige, höhere Investition ist deutlich rentabler als billiger zu kaufen und laufend ersetzen zu müssen. Qualitativ hochwertiges Werkzeug macht die Arbeit, im Speziellen für Anfänger, auf lange Sicht deutlich einfacher.

Geht es um die einzelnen Werkzeuge bzw. die notwendigen Schrauben ist der Kauf vom Fahrzeugmodell abhängig; so lautet der Redaktionstipp des Online-Portals werkzeugpilot.de: “Da bei europäischen Fahrzeugen Schrauben stets metrisch sind, können hier handelsübliche Werkzeuge genutzt werden. Bei britischen Fahrzeugen und amerikanischen Modellen der 80er Jahre (aber auch bei Japanern) wurden zöllige Gewinde benutzt. Deswegen sind hier verstellbare Schraubenschlüssel wie Franzosen oder Engländer vonnöten”. Diesbezüglich existieren jedoch auch Ausnahmen. Passt der metrische Schlüssel dennoch, kann er ohne Probleme genutzt werden.  

Der Leitfaden für den Autokauf

Nun geht es nur mehr darum, das richtige Modell fürs erste Projekt auszuwählen. Hier ist grundsätzlich das eigene Budget jener Leitfaden, welches die Auswahl des Modells entscheidend beeinflussen sollte. Zunächst sollten dabei persönliche Präferenzen als Kriterien dienen. Bevorzugte Karosserien oder markenspezifische Abneigungen sollten berücksichtigt werden.

Basierend darauf muss nun die Auswahl nochmals reduziert werden. Die Verfügbarkeit des Fahrzeugs geht dabei Hand in Hand mit den Preisen und der Auswahlmöglichkeit von Ersatzteilen. Schwachstellen und Anschaffungspreis sollten bei der Auswahl ebenfalls in Kombination berücksichtigt werden. Schließlich kann beispielsweise ein reparaturbedürftiger Citroen DS Pallas deutlich teurer sein als ein Ford Granada in nahezu optimalem Zustand.

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 25.02.2021









 


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