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Das richtige Werkzeug zum Räderwechsel

von kfztech.de

Der Räderwechsel gehört noch zu den wenigen Tätigkeiten, die ein Autofahrer selber ausführen kann und häufig auch noch selber macht. Allerdings bieten die Kfz-Werkstätten den zweimal jährlich stattfindenden Wechsel der Rädergattungen von Sommer auf Winter bzw. von Winter auf Sommer zu häufig sehr günstigen Konditionen an, inklusive der fachgerechten Einlagerung. Doch wer sich entschließt, den Räderwechsel selber durchzuführen, tut gut daran, dies mit dem richtigen Werkzeug zu tun.

Was benötigt der Hobbyschrauber zu Hause an Werkzeug? Sicherlich lässt sich mit dem mitgelieferten Bordwerkzeug auch ein Radwechsel fabrizieren. Doch dient dieses eher für den hoffentlich nicht eintretenden Pannenfall und nicht dem saisonalen Rädertausch. Auf jeden Fall gehören, der Ansicht von kfztech.de nach, dazu, ein ordentlicher Wagenheber, ein paar Unterstellböcke, ein Radkreuz und ein Drehmomentschlüssel.

Welcher Wagenheber soll es sein?

Sicherlich wäre eine Hebebühne noch am sichersten und bequemsten, um Arbeiten unter dem Auto oder an Rädern und Bremsen durchzuführen. Doch kann ein normaler Autofahrer im Normalfall nicht darauf zurückgreifen. Mit einem hydraulischen Rangierwagenheber ist man dann sicherlich noch am besten bei Arbeiten am Auto in der Garage oder am Parkplatz dran.

Für normale Pkws reicht ein Wagenheber mit 2,5 t aus; bei SUVs sind 3000 kg Tragfähigkeit sicherlich die bessere Wahl. Bei Fahrzeugen mit Tieferlegung ist eine Mindesthöhe von 100 mm sinnvoll, um gut drunter zu kommen. Die maximale Hubhöhe sollte zwischen 400 und 500 mm liegen. Eine extralange Hebelstange erleichtert das Anheben. Die Rollen des Rangierwagenhebers sollten aus Metall sein und zwei starre und zwei lenkbare Rollen aufweisen. Auf jeden Fall sollte der Tragarm des Hebers mit einer wechselbare Gummiauflage (Pad) versehen sein. Diese lassen sich aber auch nachkaufen. Die Hydraulik sollte ein gut regelbares Steuerventil besitzen. Der Wagenheber sollte natürlich der CE-Norm entsprechen und mindestens 2 Jahre Gewährleistung bieten. Unser Preis-/ Leistungssieger ist der Güde GRH 2,5/510 GL für 114,32 €.

Wagenheber

Mit einem Rangierwagenheber lassen sich Arbeiten wie ein Räderwechsel sehr gut bewältigen. - Bild: idealo.de

Wer es komfortabler wünscht, kann auch auf einen elektrisch angetriebenen Scherenwagenheber zurückgreifen.

Unterstellböcke müssen sein

Ein Wagenheber ist ein gutes Werkzeug zum Heben, Drücken oder Pressen. Aber die Last eines Autos sollte es niemals alleine tragen. Zur eigenen Sicherung sollten immer geeignete Unterstellböcke verwendet werden.

Grundsätzlich schafft man sich Unterstellböcke immer paarweise an. So kann ein Auto auf beiden Achsen gleichsam hochgenommen werden. Wichtig ist eine flexible Höhenverstellung mit einer Montagehöhe zwischen ca. 350 und 600 mm, also einem Hebebereich zwischen rund 250 und 450 mm. Bewährt haben sich heutzutage Unterstellböcke mit einer Zahnstange und einer Auflagefläche aus Hartgummi, um den Unterboden zu schützen. Wichtig ist ein sicherer Stand, der durch stabile Standbeine garantiert wird. Dabei garantieren vier Standbeine eine bessere Laststabilität als deren drei. Ebenfalls ist eine einfache und sichere Verriegelung der eingestellten Höhe sinnvoll. Zur Einhebelbedienung sollte aber noch eine Verriegelung mit Stiften / Bolzen und Kette dabei sein. Angeboten werden Unterstellböcke paarweise mit Stützlasten von 2000 bis 6000 kg.

Unterstellböcke

Unterstellböcke gehören unbedingt zur Sicherung dazu, wenn man das Auto angehoben hat. - Bild: idelao.de

Räder lösen

Seit jeher werden Räder mit einem Radkreuz gelöst und angezogen. Der Grund ist die gute Hebelwirkung des Radkreuzes. Allerdings ist dieser Schlüssel mit vier Radschraubengrößen auch immer etwas sperrig. Deshalb weichen manche Hobbyschrauber auf angewinkelte Radmutternschlüssel aus. Diese besitzen auswechselbare Nussgrößen für unterschiedliche Radschraubengrößen. Ihr Vorteil: Sie lassen sich auch leichter im Kofferraum verstauen als das Radkreuz. Egal was man nimmt: Wichtig bei Radkreuzen und Radmutternschlüsseln ist natürlich die Qualität. Preise für Radkreuze liegen ungefähr zwischen 8 und 48 €. Es muss ja beim Homeworker nicht ein gleich ein HAZET Radkreuz für 60 € sein.

Räderwechsel, Radkreuz

Das Radkreuz ist das richtige Werkzeug, um Radschrauben zu lösen. - Bild: kfztech.de

Sicherer Anzug

Das feste Anziehen der Radschrauben sollte nicht mit Radkreuz oder Druckluftschrauber erfolgen, sondern mit einem Drehmomentschlüssel. Der korrekte Anzug von Schrauben kann nur so sichergestellt werden. Immer wieder hört man von Schrauben, die sich beim Fahren gelöst haben. Auch der Autor kennt solche Fälle. kfztech.de schlägt einen Drehmomentschlüssel mit 1/2 Zoll Antrieb und Umschaltknarre nach DIN 3120 als geeignetes Werkzeug vor. Zum Set gehören passende 1/2" Steckschlüssel-Einsätze (Nüsse) in den Größen 17mm, 19mm und 21mm sowie eine 125 mm Verlängerung. Natürlich sollte auch hier auf die Qualität geachtet werden. Eine hohe Auslösegenauigkeit (± 4% Toleranz) und ein Arbeitsbereich von 42 - 210 Nm (31-155 lbs/ft) sind ausreichend. Die Preise für Drehmomentschlüssel liegen zwischen 30 und 70 €.

Fazit

Hat man sich einmal dieses Quartett an Werkzeugen angeschafft, so kann man sich jahrelang über ordentliche Räderwechsel freuen, da damit die die Arbeit einfacher und auch sicherer werden. Und das Gute: Sie lassen sich auch noch für andere Arbeiten am Auto verwenden.

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 11.02.2020









 

 
 
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