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Unfall mit Handy am Steuer: Was man wissen sollte

von kfztech.de | Verkehr und Recht |

Unfall mit Handy am Steuer: Was man wissen sollte

Rund um das Thema Handynutzung am Steuer: Welche Strafen drohen bei Handynutzung am Steuer? Was kann man dagegen tun? u.v.m.

Die Nutzung eines Mobiltelefons während der Autofahrt ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzlich streng geregelt. Ein Unfall mit Handy am Steuer kann schwerwiegende Konsequenzen haben, die über das unmittelbare Unfallgeschehen hinausgehen. Hier werden die wichtigsten Aspekte rund um dieses Thema beleuchtet, von den gesetzlichen Bestimmungen bis hin zu möglichen Strafen und Alternativen zur Handynutzung während der Fahrt.


rRau mit Handy am Steuer

Die Nutzung eines Mobiltelefons während der Autofahrt ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzlich streng geregelt - Bilder: deposiphotos.com

Handy am Steuer: Welche Strafen drohen?

Die Nutzung eines Handys während der Fahrt ist nach der Straßenverkehrsordnung verboten und kann mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Laut Bußgeldkatalog drohen bei einem Verstoß ein Bußgeld von bis zu 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Kommt es jedoch zu einer Gefährdung oder sogar einem Unfall, können die Strafen deutlich härter ausfallen. In solchen Fällen drohen bis zu 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Zudem riskieren Fahrer bei einem Unfall mit Handy am Steuer auch ihren Versicherungsschutz, denn die Nutzung des Telefons während der Fahrt gilt als fahrlässig und wird nicht von allen Versicherern gedeckt.

Bußgeld wegen Handy am Steuer erhalten – lohnt sich der Einspruch?

Ein Bußgeldbescheid wegen Handynutzung am Steuer kann unter bestimmten Umständen angefochten werden. Es lohnt sich, den Einspruch in Erwägung zu ziehen, wenn beispielsweise Zweifel an der Beweislage bestehen, weil die Identität des Fahrers nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Ein spezialisierter Anwalt kann hier beratend zur Seite stehen und die Erfolgsaussichten eines Einspruchs einschätzen.

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Auch das Navigieren mit dem Handy oder dem Touchbildschirm kann vom Verkehr ablenken

Kann die Strafe mit anderen Verstößen kombiniert werden?

Ja, die Strafen für die Nutzung eines Handys am Steuer können mit weiteren Verstößen kombiniert werden. Wenn der Fahrer beispielsweise gleichzeitig zu schnell fährt oder gegen andere Verkehrsregeln verstößt, werden die Bußgelder und Punkte kumulativ erfasst. Dabei gilt: Das höhere Bußgeld muss komplett gezahlt werden, das niedrigere zur Hälfte. Punkte und Fahrverbote werden ohne Abzüge addiert. Dies kann zu erheblich höheren Strafen und mehreren Punkten in Flensburg führen, was im schlimmsten Fall den Verlust der Fahrerlaubnis zur Folge haben kann.

Blitzer oder Kontrolle: Wie beweist die Polizei den Verstoß?

Die Nutzung eines Handys am Steuer kann auf verschiedene Arten nachgewiesen werden. Häufig werden Fahrer direkt angehalten, wenn die Polizei Handynutzer „auf frischer Tat ertappt“. Dabei genügt es, dass die Beamten den Fahrer bei der Handynutzung beobachten konnten – weitere Beweise wie Fotos sind nicht nötig. Auch Blitzeraufnahmen können als Beweismittel dienen, wenn auf den Fotos eindeutig erkennbar ist, dass der Fahrer das Handy benutzt hat. Solche Beweise sind in der Regel schwer zu entkräften.

Ist es ausschlaggebend, wie lange ich am Telefon war?

Die Dauer der Nutzung spielt in der Regel keine Rolle. Entscheidend ist, dass das Handy während der Fahrt in der Hand gehalten wurde. Es genügt also schon, das Gerät kurz an das Ohr zu halten oder darauf zu schauen, um eine Ordnungswidrigkeit zu begehen. Selbst der kurze Blick auf eine Nachricht oder das Wegdrücken eines Anrufs kann ausreichen, um eine Strafe zu rechtfertigen.

Skurril: Keks anstatt Handy am Ohr

Ein kurioser Fall aus der Rechtspraxis zeigt, dass es manchmal auch zu skurrilen Situationen kommen kann. So wurde in den USA ein Fahrer angehalten, der vermeintlich mit dem Handy am Ohr unterwegs war. Bei der Kontrolle stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen Keks handelte. Der Fahrer hatte ihn absichtlich in Form eines Telefons gebacken, um die Beamten zu provozieren. Als er angehalten wurde, biss der Mann genüsslich in sein „Handy“ – und kam ohne Strafe davon.

Ablenkung durch Handys am Steuer wächst

Doch bei allem Humor: Die strenge Handhabe des Handyverbots hat gute Gründe. Die Statistik zeigt, dass die Nutzung von Handys am Steuer zu einer erheblichen Anzahl von Unfällen führt. Experten gehen davon aus, dass Ablenkung bei etwa jedem dritten Unfall und jedem zehnten Verkehrsunfall mit Verletzten eine wesentliche Rolle spielt. Jährlich sind tausende Verkehrsunfälle direkt auf die Ablenkung durch Handys zurückzuführen. Studien belegen, dass die Unfallgefahr durch Handy am Steuer um ein Vielfaches höher ist als bei ungestörtem Fahren.

Google Maps & Co: Gründe für die Handynutzung am Steuer

Gründe für die Handynutzung sind dabei nicht nur das Telefonieren oder Verfassen von Nachrichten. Gerade Navigationsfunktionen werden während der Fahrt häufig genutzt: Wer hat sich noch nie Hilfe von Google Maps & Co. geholt? Hier gilt: Diese Apps dürfen während der Fahrt nur verwendet werden, wenn das Handy in einer Halterung befestigt ist. So kann die Navigation sicher genutzt werden, ohne den Fahrer abzulenken oder gegen die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen.

Sicher unterwegs – auch mit Smartphone

Die wichtigste Regel: Das Smartphone sollte in einer Handyhalterung befestigt sein. Dann bieten Freisprecheinrichtungen eine legale Möglichkeit, während der Fahrt zu telefonieren, ohne das Handy in die Hand nehmen zu müssen. Auch Sprachassistenten können hilfreich sein, um Nachrichten zu diktieren oder Anrufe entgegenzunehmen. Eine weitere praktische Alternative ist die Nutzung von Bluetooth-Headsets, die eine freihändige Bedienung ermöglichen.

Und wie sieht es mit dem Akku aufladen aus?

Wer sein Smartphone häufig und lange nutzt, z. B., um zu navigieren oder per Freisprechanlage zu telefonieren, dem geht schnell der Saft aus. Um aus dem Aufladen während der Fahrt kein zusätzliches Sicherheitsrisiko zu machen, bietet sich das kabellose Laden an. Denn was in der Wohnung schon seit einige Zeit möglich ist, gibt es mittlerweile auch fürs Auto – und vermeidet Kabelsalat und fummeliges Anschließen des Kabels am USB-Port oder Zigarettenanzünder.

Tldr – Unfallwahrscheinlichkeit steigt durch Handnutzung

Die Nutzung eines Mobiltelefons während der Autofahrt ist gefährlich und gesetzlich streng geregelt. Ein Unfall mit Handy am Steuer kann schwere Konsequenzen haben, einschließlich Bußgeldern und dem Verlust des Versicherungsschutzes. Verstöße gegen das Handyverbot werden mit bis zu 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Bei Gefährdung oder Unfall drohen bis zu 200 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Ein Einspruch gegen Bußgeldbescheide kann unter bestimmten Umständen, wie zweifelhafter Beweislage, sinnvoll sein. Strafen für Handyverstöße können mit anderen Verkehrsverstößen kombiniert werden, was zu höheren Strafen und mehr Punkten führen kann. Die Polizei kann Verstöße durch direkte Beobachtung oder Blitzeraufnahmen nachweisen, wobei die Dauer der Handynutzung irrelevant ist.

Für sicheres Telefonieren während der Fahrt sind Freisprecheinrichtungen und Sprachassistenten empfehlenswert. Bluetooth-Headsets bieten eine freihändige Alternative. Kabelloses Laden im Auto vermeidet zusätzliche Sicherheitsrisiken durch Kabelsalat.

Quellen
adac.de, bussgeldakatalog.de, rechtsanwaltskanzlei-heller.de, polizei.nrw, haufe.de, wdr.de

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