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Do it yourself - Diese Arbeiten können selbst Laien am Auto durchführen

Jedes Auto leidet im Zuge des Gebrauchs regelmäßig unter kleinen technischen Problemen und verschlissenen Teilen. Wer damit jedoch sofort den Weg in die Werkstatt sucht, läuft zugleich Gefahr, unnötige Kosten auf sich zu laden. Denn selbst kleine Eingriffe ziehen dort schnell Kosten von mehreren hundert Euro nach sich. Als Laie ist es zwar nicht ratsam, wild am Auto loszuschrauben, doch einige kleine Arbeiten können selbst in die Hand genommen werden.

Leider ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden Do-it-yourself-Arbeiten am Auto auszuführen. Der Grund sind u.a. die vielen Verkleidungen beispielsweise im Motorraum, sowie die Elektronifizierung des Automobils insgesamt, die die Diagnose und Reparatur erschweren. Im Grunde gibt es nicht mehr allzu viele Reparaturen, die der Laie selber machen kann, aber es gibt im Fachhandel viele gute Anleitungsbücher und im Internet finden sich zu vielen Arbeiten oftmals Videos mit Erklärungen.

Glühlampenwechsel

Der Glühlampenwechsel gehört noch zu den "Do-it-yourself"-Arbeiten am Auto - Bild: Bild: Kraftfahrzeuggewerbe

Einfache Arbeiten für den Laien

Mit Abstand am häufigsten gehen bei einem Auto die Glühlampen der Scheinwerfer und Leuchten kaputt. Glühlampen sind im Fahrzeug viele hundert Stunden im Einsatz und sind der Witterung sowie Erschütterungen ausgesetzt. Das Wechseln eines Leuchtmittels stellt meist kein allzu großes Problem dar, obwohl der erste Anblick oft anderes vermuten lässt. Im Internet finden sich jedoch in zahlreichen Portalen wie z.B. Motor Talk Hinweise zum Aus- und Einbau, wenn die Scheinwerferlampe sich einmal doch nicht so leicht tauschen lässt. In der Hella Glühlampentausch Broschüre ist der Wechsel bei gängigen Fahrzeugen beschrieben. Die Lampen selbst lassen sich nach dem Abgleich von Größe und Stärke einfach im Internet bestellen oder zur Not auch an Tankstellen kaufen.

Geld sparen durch eigene Arbeit

Bauteile wie Reifen, Scheibenwischer, Sicherungen, Zündkerzen, Luft- und Ölfilter kann der Autofahrer noch relativ gut selber machen. Wenn der Autofahrer an eine Hebebühne ran kommt, kann auch der Ölwechsel oder der Kühlflüssigkeitswechsel durchgeführt werden. Wichtig ist hierbei unbedingt das richtige Öl bzw. das richtige Kühlmittel zu verwenden.

Ölwechsel

Ölwechsel kann man durchaus in Eigenregie machen, wenn man das eine oder das andere beachtet - Foto: Tim Reckmann / Pixelio.de

Einen durchgerosteten Auspuffendtopf kann der geschickte Autofahrer durchaus auch selber wechseln. Da aber Katalysator und Lambdasonde heutzutage ebenfalls im Abgasstrang verbaut sind, wird der Wechsel der kompletten Auspuffanlage mitunter zu einem schwierigem Unterfangen. Im Video von MedienfilmDe wird erklärt, was heutzutage noch sinnvoll getauscht werden kann.

Fällt bei der Schadensanalyse das Stichwort "Sicherungen", so trauen sich die meisten Laien nicht mehr an ihr Fahrzeug. Doch tatsächlich stellt das Austauschen einer durchgeschmorten Sicherung keine sonderlich große Herausforderung dar, die eigentlich von jedem Laien gut bewältigt werden kann. Im Handbuch ist bei Marken wie Mercedes-Benz oder Opel bereits genau verzeichnet, wo sich die Sicherungen im Fahrzeug befinden. Handelt es sich um einen durchgebrannten Kontakt, kann dieser selbst optisch leicht von den anderen unterschieden werden. Eine neue Sicherung kostet im Internet nur wenige Cent, wobei der ganze Arbeitsaufwand häufig auf weniger als zehn Minuten beschränkt ist.

Batterientausch

Batterien lassen sich zwar ebenfalls relativ einfach auswechseln. Es ist kein Spezialwerkzeug notwendig, ein Schraubenschlüssel für die Batteriebefestigung und einer für die Pole in der richtigen Größe reichen oft schon aus. Jedoch gehen beim Tausch Informationen aus den flüchtigen Speichern in den elektronischen Steuergeräten verloren. Dies führt dazu, dass danach z.B. Systeme wie der Fensterheber Endanschlag neu angelernt werden müssen. Beim Austausch einer AGM-Batterie muss dies in der Regel dem Batteriemanagementsystem erst „mitgeteilt“ werden, sonst drohen am Ende zahlreiche Fehlermeldungen aus den verschiedensten Systemen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass eine AGM-Batterie nicht gegen eine herkömmliche Blei-Säure-Batterie getauscht werden darf. Weitere Tipps zur Batteriepflege finden Sie hier.

AMG Batterie Varta

Eine AMG-Batterie muss immer gegen eine AMG-Batterie getauscht werden. AMG steht für Absorbent Glass Matt - Bild: Varta

Lackschäden

Nicht ganz so leicht lassen sich Arbeiten bewältigen, wenn der Lack beschädigt ist, oder Rost bei einem älteren Auto die ersten Spuren hinterlässt. Ein Laie ist dazu aber durchaus fähig, hier für eine optische Ausbesserung zu sorgen und dem Auto wieder neuen Glanz zu verleihen, wenn er Zeit und Geduld investiert und kein 100%iges Ergebnis erwartet. Im Video von Abenteuer Auto werden die einzelnen Reparaturmöglichkeiten vorgestellt.

Kleine Ausbesserungen mit dem Lackstift helfen oftmals bei kleinen Kratzern. Kleine Beulen kann man getrost dem Beulendoktor anvertrauen, da dieser das entsprechende Know-How und viel Übung besitzt. Ist jedoch bereits der erste Rost vorhanden, ist generell schnelles Handeln nötig, denn ansonsten breitet sich die Korrosion am Metall noch weiter unter dem Lack aus und hinterlässt nun bleibende Schäden am Blech. Empfehlungen aus dem Netz Rostumwandler zu verwenden sind meist nur Stückwerk und nicht zu empfehlen. Besser ist es den Rost wegzuschleifen und mit richtigem Rostschutz und Grundierung zu arbeiten. Mit der richtigen Lacknummer erhält man auch den richtigen Farbton. Hier sollte man sich aber durchaus überlegen sich bei einer Lackiererei ein Angebot machen zu lassen.

Lackschaden

Mit etwas Zeit und Geduld lässt sich dieser "kleine" Lackschaden am Stoßfänger durchaus selbst beheben - Bild: kfztech.de

Wann ist der Profi gefragt?

Auf der anderen Seite gibt es viele verschiedene Arbeiten am Auto, bei denen genau abgewogen werden sollte, ob es sich lohnt, selbst Hand anzulegen. Denn mitunter werden dafür nicht nur eine professionelle Ausrüstung und eine genaue Anleitung benötigt, sondern auch KnowHow und Menge Zeit.

Ein gutes Beispiel dafür sind Schäden an den Stoßdämpfern, die bei mehr als 150.000 Kilometern durchaus vorkommen können. Bei einem normalen Golf oder Passat wäre es grundsätzlich kein Problem, Autoteile für VW zu bestellen. Diese sind in der Regel schon für einen zweistelligen Betrag zu haben und sprechen somit nicht für den eigenen Austausch. Da aber im Vorfeld einige Teile der Radaufhängung, der Bremse oder der Achse entfernt werden müssen, bevor der Weg zum Ort der Reparatur überhaupt frei ist, erhöht sich die Arbeitszeit ganz erheblich. Für Arbeiten am Fahrwerk, der Lenkung, der Radaufhängung, sowie den Bremsen sind häufig auch Sonderwerkzeuge und Erfahrung gefragt. Das gilt auch für Motor und Getriebe, die man generell der Fachwerkstatt überlassen sollte. Zugleich muss bei solch aufwändigen Reparaturen, insbesondere bei alten Automobilen geprüft werden, ob es sich der Aufwand überhaupt lohnt, erneut Zeit und Geld zu investieren.

Stoßdämpfer Einbau

Verschlissene Stoßdämpfer zu wechseln sollte man durchaus der Werkstatt überlassen - Bild: Sachs

Fazit

Am Ende können Autobesitzer also eine ganze Reihe an Arbeiten selbst übernehmen, um die Kosten in der Werkstatt zu reduzieren. Es soll aber noch einmal deutlich gemacht werden, dass die fachgerechte Reparatur in der Werkstatt immer noch die beste Lösung ist. Die Reparaturen werden nach Herstellervorgaben von ausgebildeten Fachkräften und mit Originalteilen vorgenommen. Auf die Arbeiten bekommt man in der Regel eine Garantie.


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 18.11.2016









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