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Wertermittlung bei Gebrauchtwagen - Optionen im Überblick

Jedes Jahr wechseln mehrere Millionen Pkw ihren Besitzer. Allein 2014 verzeichnete das Kraftfahrtbundesamt bei den Besitzumschreibungen eine Zahl von 7,07 Millionen. Der überwiegende Teil – mehr als 94 Prozent – entfällt auf die privaten Haushalte. Im Vergleich zum Neuwagenmarkt ist der Handel mit gebrauchten Autos fast doppelt so groß. Wer sein Auto heute verkaufen will, steht vor verschiedenen Problemen. Eine Frage beschäftigt sich mit dem richtigen „Vertriebsweg“.

Der Autohandel um die Ecke ist ein zwar nach wie vor beliebter Weg. Aber auch:

  • Autobörsen im Internet

  • Kleinanzeigen/Inserate

  • Ankaufsportale

sind inzwischen etablierte Optionen für den Verkauf. Ein weiterer Punkt betrifft den Preis. Hier tun sich viele Verkäufer schwer. Wie schätzt man den Wert seines Gebrauchten als Laie ein? Gerade wenn der Expertenblick fehlt, ist das Ganze eine Herausforderung. Eine Möglichkeit: Verkehrsklubs wie der ADAC veröffentlichen Preislisten. Aber: Jeder Gebrauchte hat individuelle Eigenschaften, die über den Preis mitentscheiden.

Gebraucht Schild

Den Wert des eigenen Gebrauchtwagens zu ermitteln, ist einer der wichtigsten Schritte vor einem Verkauf Nur so lässt sich später ein fairer Preis erzielen! - Grafik: @ blickpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Andere Verkaufsangebote checken

Zu den einfachsten Mitteln zur Preisfindung gehört die Suche nach dem Gebrauchten in Internetportalen und Kleinanzeigen. Hierbei sollte man auf eine vergleichbare Ausstattung und Laufleistung achten. Hintergrund: Die hier aufgerufenen Verkaufspreise sind ein erster Orientierungspunkt für die eigene Preisgestaltung.

Diese Form der Recherche ist einfach zu bewerkstelligen und setzt außerdem keinerlei Fachwissen und Vorkenntnisse voraus. Klar sollte man sich aber darüber sein, dass hier Händler und Privatverkäufer gleichermaßen anzutreffen sind. Plant man den Verkauf des Gebrauchten über einen gewerblichen Autohändler, sind 10 Prozent bis 15 Prozent Abschlag beim Preis einzukalkulieren.

Der Nachteil: Je deutlicher das eigene Fahrzeug von den gefundenen Anzeigen abweicht, umso unsicherer wird der angenommene Restwert. Man läuft Gefahr, durch zu hohe Preise den Gebrauchten zum Ladenhüter zu machen oder ihn am Ende deutlich unter Wert zu verkaufen.

Gebrauchtwagenlisten als Orientierungshilfe

Für die Recherche bzw. Wertermittlung im Gebrauchtwagenverkauf lassen sich aber noch ganz andere Register ziehen. Bekannt sind Begriffe wie:

  • DAT oder

  • Schwacke.

Bei beiden handelt es sich um Datenbanken, über welche sich die – zumindest theoretischen – Restwerte von gebrauchten Fahrzeugen ermitteln lassen. Je nach Datenbank fallen Handhabung und Umfang der erforderlichen Eingaben unterschiedlich aus.

Allgemein wird hier aber mit:

  • dem Jahr der Erstzulassung

  • dem Modell

  • der Laufleistung

eine erste Wertermittlung vorgenommen. Aber: Die so zustande gekommen Werte sind ungefähre Größen. Der Zustand eines Fahrzeugs und Sonderausstattungsmerkmale können den Wert in beide Richtungen deutlich verändern. Als Besitzer eines Gebrauchtwagens muss man sich dem im Klaren sein.

Gerade im Verkauf an einen Händler besteht die Gefahr, dass es zu deutlichen Abschlägen kommt – etwa im Hinblick auf Anzeichen für höheren Verschleiß usw.

Wertermittlung bei Ankaufsportalen durchführen lassen

Leider ist die Wertermittlung beim Verkauf eines Gebrauchtwagens über die bisher erwähnten Optionen eher theoretischer Natur, da der Zustand des Fahrzeugs, so wie es angeboten werden soll, keine Rolle spielt. Aber: In der Praxis entscheidet der Zustand, ob sich der Preis eher nach oben oder nach unten verändert.

Aus Sicht des Noch-Besitzers wäre es wünschenswert, die Wertermittlung in genau diese Richtung zu bewegen. Ist die praktisch aber überhaupt zu realisieren? Ja, eine realistische Einschätzung erreichen Gebrauchtwagenbesitzer unter anderem über Ankaufsportale. Hintergrund: Hier wird zwar eine erste Bewertung durch die Parameter:

  • Erstzulassung

  • Modell

  • Laufleistung

vorgenommen. Die abschließende Bewertung nehmen in aller Regel aber Profis vor, welche mit dem Portal zusammenarbeiten. Hierzu ist das Fahrzeug meist vorzuführen und wird einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Erst nach Abschluss der Begutachtung steht ein Restwert fest. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass Fahrzeuginhaber so einen Wert kennen, in welchen der Zustand eingepreist wird. Anschließend kann man sich immer noch überlegen, ob der Restwert/Ankaufspreis als angemessen empfunden wird oder nicht.

Hinweis: Neben den national tätigen Ankaufsportalen gibt es auch regionale Unternehmen. Wer sich beispielsweise für seinen Autoankauf München auswählt, findet einige interessante Ankäufer!

Gebrauchtwagen

Was ist mein gebrauchter Wagen noch wert? Mitunter eine sehr wichtige Frage! Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Wertermittlung! - @ Unsplash (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Fazit: Wertermittlung für Gebrauchte nicht immer einfach

Der Gebrauchtwagenmarkt liegt zumindest hinsichtlich der verkauften Fahrzeuge deutlich vor dem Marktsegment für Neuwagen. Wirklich einfach ist der Verkauf eines Gebrauchtwagens deshalb aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Gerade wenn man alle Fäden selbst in der Hand halten will, tauchen einige Probleme auf. Wie ermittelt man beispielsweise den Restwert? Letztlich kommt es hier auf ein Urteil der Profis an. Es zahlt sich aus, das Fahrzeug nicht nur über Datenbanken wie Schwacke oder DAT zu recherchieren. Individuelle Zustandsmerkmale entscheiden mit. Die Gutachten der Ankaufsportale können hier weiterhelfen. Zumal die Prüfung in aller Regel durch echte Fachleute vorgenommen wird. Erst wenn klar ist, wie viel der Gebrauchte in die „Kasse spült“, sollte man sich mit dem Verkauf ernsthaft befassen.

 


Autor:
Johannes Wiesinger

bearbeitet: 22.09.2016









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