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Autoverschrottung - aber richtig!

Wenn sich nach einem größeren Autounfall die Reparatur nicht mehr lohnt oder wenn das Auto vielleicht schon alt und verkehrsunscher ist bzw. es auch nicht mehr verkauft werden kann, dann ist es Zeit das Auto zu verschrotten. Das Gleiche gilt auch wenn die Hauptuntersuchung nach § 29 (der TÜV) nicht bestanden wurde und eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich erscheint. Unfallautos, defekte Fahrzeuge und alte Autos werden in der Regel dann von einer lokalen Autoverwertung angenommen und schließlich verschrottet.

Dem Autobesitzer stellen sich dann oftmals einige Fragen. Wie soll das Auto zum Schrottplatz kommen? Was kostet es? Welche Unterlagen werden benötigt? kfztech.de klärt Sie über die richtige fach- und umweltgerechte Autoverschrottung bzw. Autoentsorgung auf.

Schrottplatz

Endstation Auto Schrottplatz - Bild: Stephan Wengelinski / pixelio.de

Zertifizierte Autoverwertung

Sein Auto vertraut man nicht einfach irgendwem an. Dieser Grundsatz gilt natürlich auch für die Entsorgung und Verschrottung. Laut Altfahrzeuggesetz dürfen nur anerkannte Annahme- bzw. Rücknahmestellen sowie zertifizierte Verwerter (Demontagebetriebe) und Entsorger (Shredder) sich um die Altautos kümmern. Wenden Sie sich deshalb an einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb oder eine zertifizierte Autoverwertung wenn Sie ihr Fahrzeug endgültig stillegen. Nur dieser hat vom Gesetzgeber das Recht erteilt bekommen, ein Altauto fachgerecht trockenzulegen und anschließend zu verwerten. Denn dann kann man auch davon ausgehen, dass die Verschrottung seriös abläuft. Denn im Netz gibt es leider auch viele Anbieter, die einem versprechen das Altauto für hohe Summen abzukaufen. In der Realität wird man dann aber beim Händler durch einen Gutachter das Auto als wertlos dargestellt und man bekommt vielleicht noch 50€ für sein Altauto, wenn man Glück hat. Deshalb sollte man sein Auto lieber bequem von einemzertifizeirten Entsorgungsfachbetrieb entsorgen lassen.

Bei den zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben handelt es sich um Dienstleister, die das Auto verschrotten kostenlos anbieten und gleichzeitig auch die Autoabholung direkt vor Ort anbieten. Und man kann davon ausgehen, dass die zertifizierten Entsorgungsfachbetriebe sich um die gesetzeskonforme fach- und umweltgerechte Verwertung kümmern. Als Beispiel soll hier die Autoverwertung Stuttgart dienen.

Wie läuft die Abholung ab?

Die telefonische Anfrage ist natürlich unverbindlich und gratis. Eine Anfrage über ein Kontaktformular ist auch möglich. Bei Fragen steht einem Kunden auch eine gebührenfreie Hotline 0800 1525335 zur Verfügung. Die Dienstleistung kann bundesweit in Anspruch genommen werden. Nach einem Rückruf durch den Verwerter wird ein Termin vereinbart, zu welchem dann ein Autotransporter kommt und das Schrottauto verlädt. Bei der Abholung muss man den Kfz-Brief bzw. die Zulassungsbescheinigung Teil II bereithalten. Im Gegenzug erhält der Autobesitzer eine Annahmebestätigung. Wenn das Fahrzeug noch nicht abgemeldet sein sollte, kann das Auto trotzdem mitgenommen werden. Man muss dann Kfz-Brief lediglich nachreichen. Bei einem guten Autoverwerter ist die Abholung natürlich kostenlos.

Was gehört zur Entsorgung?

Vor der Verschrottung wird das Fahrzeug als Erstes trockengelegt und noch vermarktungsfähige Teile ausgebaut.  Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Trockenlegung  werden sämtliche Flüssigkeiten abgelassen oder abgesaugt. Dazu gehören der Kraftstoff, Motor-, Getriebe-, und Lenkungsöle, Bremsflüssigkeit, Kühlflüssiggkeit, Scheibenwischwasser und das Kältemittel der Klimaanlage. Teilweise werden sogar die Stoßdämpfer angebohrt und das Öl abgesaugt. Die Flüssigkeiten werden anschließend ordnungsgemäß in entsprechend beschrifteten Fässern gelagert und später der Wiederverwertung zugeführt.

Trockenlegung

Trockenlegung eines Altautos - Der Tank wird mit einem speziellen Bohrgerät angebohrt und das Benzin abgesaugt. (Bild: kfztech.de)

Zur Demontage gehören u.a. die Räder, die Batterie und der Katalysator. Der Katalysator ist sogar eines der wertvollsten Teile wegen seinem Platingehalt. Der Motor wird meist in einem Ruck herausgerissen. Je nach Schrottplatz werden noch weitere Teile wie Türen, Getriebe, Lichtmaschine oder diverse Steuergeräte ausgebaut, bzw. demontiert und auf Lager gelegt. Hier findet über den Verkauf eine Wiederverwendung der Ersatzteile statt. Viele Verwerter bieten diese dann Wertstoffe auch online zum Verkauf an.

Begehrte Ersatzteile sind z.B. auch die Sitze und Türverkleidungen oder Karosserieteile wie Türen oder Motorhauben. Oftmals lässt man Interessenten für Ersatzteile diese gleich selber ausbauen. Scheinwerfer, Rückleuchten oder Schalter werden so z.B. ausgebaut. So kann man so manches Schnäppchen günstig bekommen, weil sebst ausgebaute Teile natürlich billiger zu haben sind.

Wichtig ist, dass das Schrottauto auch dem Schrottplatz richtig gelagert wird, damit keine Reststoffe evtl ins Erdreich tropfen können. Wenn das trockengelegte und demontierte Auto nur noch als Karosseriegerippe herumsteht oder schon eine längere Standzeit aufweist, wird es entweder in die Presse gegeben oder einem Shredder zugeführt und zerkleinert. Die Restkarosse kommt dann  ins Stahlwerk, woraus vielleicht wieder ein neues Auto daraus wird.

Karosserie Twingo

Dieser Twingo wurde gründlich zerlegt. Außer ein paar Kabeln ist nur noch die nackte Karosserie übrig. (Bild: kfztech.de)

Selbstverständlich kostet auch die Entsorgung des Autos dem Autofahrer nichts. Am Ende erhält er dann auch noch als Nachweis für die ordnungsgemäße Entsorgung seines Autos eine Ausfertigung des Verwertungsnachweises.

Am Ende noch ein paar Entsorgungstipps für Autofahrer.

 

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015









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