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Waschen, polieren und wachsen für ein glänzendes Auto

von kfztech.de

Wer einen hochwertigen Wagen besitzt, der möchte diesen möglichst lange in einem sehr guten Zustand erhalten. Wird das Auto allerdings regelmäßig benutzt, so lässt sich der eine oder andere kleine Kratzer und natürlich hartnäckiger Schmutz nicht vermeiden. Wenn Sie das Auto in gewissen Zeitabständen gründlich reinigen und anschließend sogar polieren und wachsen, sieht es hinterher wieder fast aus wie neu.

Auto richtig waschen

Wenn Sie die Autowaschanlage so selten wie möglich nutzen wollen, um den Lack zu schonen, dann sollten sie diese trotzdem mindestens zweimal im Jahr besuchen. Gerade nach dem Winter ist es wichtig, dass das Auto von allen Seiten vom Schmutz und von Streusalz befreit wird. Das klappt in der Autowaschanlage doch besser als beim Putzen mit der Hand, weil der Wasserstrahl auch an die verborgenen Stellen gelangt.

Waschanlage

Eine Waschanlage ist besser als ihr Ruf - Bild: Kröner / GTÜ

Bei der Handwäsche sollten Sie darauf achten, dass Sie möglichst schonende Utensilien verwenden. Schwämme können den Lack verkratzen, während weiche Baumwolltücher und Mikrofasertücher richtig angewendet dem Auto nichts anhaben können. Für Scheiben, Lack und Felgen sollten, am besten farblich unterschiedliche Tücher verwendet werden. Zwei Eimer, einen mit dem Reinigungsmittel und einen zum Auswaschen der Tücher, sollte bereit gestellt werden. Im Handel gibt es spezielle Reiniger, die die Wachsschicht des Autos nicht angreifen. Diese sind einem herkömllichen Haushaltsspülmittel vorzuziehen. Man arbeitet beim Auto waschen systematisch von oben nach unten.

Sofern Sie einen Hochdruckreiniger besitzen, darf dieser gerne zum Einsatz kommen, um nicht nur die Karosserie, sondern auch die Felgen, vorher vom groben Schmutz und Staub zu befreien. Aufgrund des starken Druckes wird auch angetrockneter Schmutz gelöst und das Ganze klappt ohne die Zugabe von chemischen Mitteln. Aber beim Hochdruckreiniger darauf achten, den Strahl nicht direkt auf den Lack zu halten, sondern einen gewissen Abstand einhalten. Was noch alles wichtig bei der smarten Autopflege ist, können sie hier nachlesen.

Spätestens, wenn es an die Reinigung der Fenster geht, sollten Sie nicht mehr auf Reinigungsmittel verzichten. Spezielle Fensterreiniger sorgen dafür, dass Sie nicht nur wieder den vollen Durchblick haben, sondern die Scheiben auch lange sauber bleiben. Hochwertige Reiniger sorgen dafür, dass Wasser abperlt und keine Streifen entstehen. Auch für Alufelgen gibt es spezielle Reiniger, auf die Sie zurückgreifen sollten. Zusätzlich kann eine weiche Zahnbürste dabei helfen, den Schmutz auch aus den Ritzen und Rillen zu bekommen.

Der Umwelt zuliebe, sollte aber vorher geklärt sein, ob man sein Auto vor seiner Haustür überhaupt waschen darf!

Bei der Handwäsche sollte man sich zeit nehmen. -  Bild: pixabay©sasint (CC0 1.0) 

Für den perfekten Hochglanz: Die Politur des Autos

Gewöhnlicher Autolack hat vor allem einen Zweck: Er schützt die empfindliche Karosserie vor verschiedenen Umwelteinflüssen, wie Regen, Schnee und Schmutz. Darüber hinaus hat er für viele begnadete Autobesitzer noch einen ganz anderen Vorteil. Er verleiht dem Wagen sein schickes Äußeres und sorgt für mehr Individualität auf den Straßen. Mit der Zeit kann der Lack allerdings abstumpfen und die gesamte Optik leidet unter der stumpfen, matten Oberfläche.

Wenn Sie möchten, dass der Lack und somit der ganze Wagen wieder in neuem Glanz erstrahlt, dann sollten Sie das Auto regelmäßig polieren. Bevor Sie sich allerdings eine neue Poliermaschine kaufen, sollten Sie sich über die notwendigen Schritte ausreichend informieren. Bei einer unsachgemäßen Handhabung dieses Geräts kann es sonst schnell passieren, dass der Lack leidet.

Auto von Hand polieren

Ein Auto von Hand polieren ist sehr aufwändig, aber man hat alles unter Kontrolle. - Bild: kfztech.de

So gehen Sie bei der Politur vor

Bevor Sie den Lack polieren, muss dieser adäquat vorbereitet werden. Reinigen Sie dazu den Wagen gründlich und achten Sie darauf, dass die Politur zeitnah nach der Wagenwäsche durchgeführt wird. Wer zwischen diesen beiden Schritten zu lange wartet, der riskiert, dass sich erneut Schmutz festsetzt. Das kann das Ergebnis der Politur negativ beeinflussen.

Wenn Sie das Auto zum allerersten Mal polieren, können Sie direkt mit einer professionellen Maschine beginnen. Das geht wesentlich schneller und ist komfortabler als das Polieren von Hand. Der Umgng mit der Maschine ist nicht unbedingt leicht. Für Anfänger bietet es sich deshalb an, dass zuerst mit der Polierpaste und einem Schwamm geübt wird, um die Beschaffenheit des Lacks und den Vorgang als solchen kennenzulernen. 

Wichtig ist die Auswahl des richtigen Poliermittels, abhängig vom zustand des Lacks. Für die Politur von Hand wird etwas Polierpaste auf einen mitgelieferten oder einen separaten Schwamm gegeben. Alternativ zu einem weichen, feinporigen Schwamm können Sie sogenannte Polierwatte verwenden. Diese ist besonders schonend für den Lack. Geben Sie die Polierpaste allerdings niemals direkt auf den Lack, sondern immer zuerst auf den Schwamm oder die Watte!

Führen Sie entweder kleine, kreisende Bewegungen oder abwechselnd vertikale und horizontale Bewegungen aus. Achten Sie hierbei darauf, dass nur ein ganz leichter Druck entsteht, damit nicht zu viel Lack abgetragen wird. Haben Sie ein Areal poliert, so wird die überschüssige Paste mit einem weichen trockenen Tuch abgenommen. Begutachten Sie anschließend das Ergebnis und arbeiten Sie bei Bedarf nach. Stellen Sie Ihren Wagen zu diesem Zweck unbedingt ins Tageslicht, um alles gut zu sehen.  Das folgende Video eines Profis zeigt den Vorgang sehr anschaulich.

 

Auto polieren von Hand | Praxis Autopolieren | Lvl 1 - für Anfänger 

Auto polieren mit der Maschine

Sollten Sie gleich mit der Poliermaschine polieren wollen, ist das ebenfalls möglich. Allerdings müssen Sie hier die nötige Vorsicht walten lassen. Weil die Maschine wesentlich effizienter arbeitet, kann schneller ein Schaden am Lack entstehen.

Vor dem Polieren sollten angrenzende Kunststoffteile, Türgriffe, Leisten, etc.abgeklebt werden. Wenn Sie sich mit dem Gerät vertraut gemacht haben, dann geben Sie ein wenig Poliermittel auf die Rotationsstelle. Danach gehen Sie mit wenig Druck über ein Areal, um zunächst das Mittel auf der Fläche zu verteilen. Je nach Bedarf kann die Rotationsstelle mit etwas Wasser angefeuchtet werden, damit das Gerät noch flüssiger läuft und weniger Widerstand besteht.

Sobald Sie sich sicher im Umgang fühlen, wird das Gerät im Kreuzgang über alle zu polierenden Oberflächen geführt. Diese Bewegung führen Sie erst in die vertikale, anschließend in die horizontale Richtung aus. Wenn Sie fertig sind, wird mit einem weichen Tuch die Paste entfernt und nachpoliert. Das Video zeigt den genauen Vorgang des Polierens für Fortgeschrittene mit der Exzenter-Poliermaschine.

 

Auto polieren mit dem Exzenterpolierer | Praxis Autopolieren | Lvl 2 - für Fortgeschrittene 

Das Auto wachsen - die Alternative zum Polieren

Wenn der Lack nicht stark angegriffen ist, müssen Sie in vielen Fällen nicht unbedingt polieren. Manchmal reicht es aus, wenn Sie den Wagen wachsen, um ihm einen frischen Glanz zu verleihen. Das Wachsen dient nicht nur als Alternative zum Polieren, sondern kann auch als Nachbehandlung erfolgen. Das Wachs schützt ein frisch lackiertes, poliertes oder gewaschenes Auto vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Vogelkot, Schmutz oder aggressivem Streusalz.

Theoretisch können Sie den Wagen nach der gründlichen Wäsche mit einem speziellen Wachs behandeln. Auf diese Weise sieht der Wagen länger aus wie frisch gewaschen. Sie ersparen sich zudem jede Menge Arbeit für die Reinigung, weil der Schmutz und verschiedene Flüssigkeiten abperlen. Das Video zeigt, worauf es beim Wachsen ankommt.

 

Auto richtig wachsen / How To Wax Your Car 

So wird das Auto gewachst

Wenn Sie das Auto in der Waschanlage waschen lassen, dann gehört das Heißwachsen bei vielen Anbietern zu bestimmten Waschprogrammen mit dazu. Wenn Sie das Auto per Hand wachsen, wird das Ergebnis allerdings gleichmäßiger und hält länger. Voraussetzung dafür ist, dass Sie besonders gründlich vorgehen. Nehmen Sie sich Zeit und wachsen Sie den Wagen in einer ruhigen Minute.

Vor dem Auftrag wird das Auto gründlich gewaschen. Anschließend wird das Wachs mit einem speziell hierfür gedachten Tuch oder mit einem weichen Schaumstoffschwamm aufgetragen. Das Wachs wird mit leichten, kreisenden Bewegungen eingearbeitet. Gehen Sie nicht zu sparsam mit dem Wachs um, sondern verwenden Sie so viel, dass die Rückstände direkt nach dem Auftragen noch mit dem bloßen Auge sichtbar sind.

Wurde das ganze Auto behandelt, so müssen Sie warten, bis das Wachs getrocknet ist. Bestimmte Bestandteile verdampfen und in der Folge erstrahlt der Wagen in neuem Glanz. Bis die flüchtigen Inhaltsstoffe vollständig verflogen sind, kann es zwischen ein und drei Stunden dauern - je nach Produkt und Witterung.  

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 06.09.2019













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