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Achtung, Augen auf: Fallen beim Autokauf

von kfztech.de

Achtung, Augen auf: Fallen beim Autokauf

Bei einem Autokauf gibt es eine Vielzahl von Fallen und Hindernissen. Diese zu umgehen, ist wichtig, um nicht zu viel für ein Fahrzeug zu bezahlen.

Bei einem Autokauf lauern ganz unterschiedliche Fallen. Diese führen häufig dazu, dass man deutlich mehr für das Fahrzeug bezahlen muss, als nötig wäre. Deswegen lohnt es sich, genügend Zeit in die Autosuche zu investieren und sich mit den unterschiedlichen Fallen zu beschäftigen. So kann man diese gezielt meiden und beim Autokauf eine Menge Geld sparen. Welche Fallen es gibt und wie man sie am besten vermeidet, erklärt dieser Artikel.

Autohandel

Um sich Ärger beim Autokauf zu ersparen, sollte man bestimmte Fehler unbedingt meiden. - Bild von andreas160578 auf Pixabay

Falle 1: Das Budget nicht bestimmen

Jeder Mensch hat eine klare Vorstellung davon, wie das eigene Traumauto aussieht. Häufig genügt das vorhandene Budget aber nicht, um sich diesen Wunschwagen zu leisten. Die Folge: Man verbringt viel Zeit damit, Angebote zu vergleichen und Autos in den Blick zu nehmen, die überhaupt nicht zu den eigenen finanziellen Möglichkeiten passen. Das ist ineffektiv und führt schnell zu Frust bei der Autosuche.

Bei der Kreditaufnahme ist es ebenfalls nachteilig, das benötigte Budget nicht zu bestimmen. Wer einfach irgendeinen Kredit aufnimmt, ohne genau zu wissen, welches Fahrzeug er kaufen möchte, bezahlt häufig zu viel. Das liegt daran, dass man eine zu hohe Kreditsumme aufnimmt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Entsprechend teuer wird der Kredit. Wer ein Auto finanzieren möchte, sollte daher zuerst klären, welches Fahrzeug man haben möchte und welches Budget hierfür benötigt wird.

Falle 2: Händler und die Hausbank bieten nicht immer die besten Kredite

Eine weitere Falle, die beim Autokauf lauert, sind die Finanzierungen von Händlern und Hausbanken. Natürlich ist es angenehm, sämtliche Leistungen aus einer Hand zu bekommen und die Autofinanzierung einfach beim Händler vorzunehmen. Allerdings ist es so, dass Händler meist nur mit einer begrenzten Zahl an Banken zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass Kunden nicht zwischen unterschiedlichen Tarifen vergleichen können, sondern sich für die Angebote entscheiden müssen, die die Händler bereitstellen. Diese sind häufig teurer als klassische Autokredite am Markt.

Des Weiteren sind viele Kreditnehmer nach wie vor überzeugt, dass sie die beste Autofinanzierung von ihrer Hausbank bekommen. Immerhin kennt diese die finanzielle Situation gut und dürfte ein Interesse daran haben, langjährige, treue Kunden an sich zu binden. In der Realität ist es aber meist so, dass Banken vor allem darauf aus sind, Neukunden zu gewinnen. Hierdurch wollen sie sich Marktanteile sichern und wachsen. Entsprechend bekommen Stammkunden häufig nicht die besten Kreditkonditionen geboten. Deswegen ist es immer ratsam, nicht ausschließlich auf das Angebot der Hausbank zu vertrauen, sondern einen möglichst umfassenden Anbietervergleich durchzuführen.

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Falle 3: Gebrauchtwagen vor dem Kauf nicht ansehen

Autokauf Handshake

 Um sich Ärger beim Autokauf zu ersparen, sollte man bestimmte Fehler unbedingt meiden. - pixabay.de © andreas160578 CCO Public Domain

Eine weitere Falle besteht in den Anzeigen, die für Gebrauchtwagen im Internet oder in Zeitungen veröffentlicht werden. Diese klingen oft zu gut, um wahr zu sein, und sie sind es meist auch. Wer sich also ausschließlich auf Annoncen und Anzeigen verlässt und ein Auto nur ausgehend von Fotos, die leicht mit Photoshop bearbeitet werden können, bewertet, läuft Gefahr, Mängel an einem Fahrzeug zu übersehen.

Deswegen sollte man sich bei Gebrauchtwagen niemals nur auf Anzeigen und das Wort der Händler verlassen, sondern sich die Fahrzeuge vor Ort anschauen. Am besten hat man hierbei jemanden an der Seite, da vier Augen immer mehr sehen als zwei. Wenn sich diese Person zusätzlich mit Gebrauchtwagen auskennt und weiß, worauf im Einzelnen zu achten ist, sinkt die Gefahr, Mängel zu übersehen, erheblich.

Falle 4: Bei Krediten keinen Verwendungszweck angeben

Die meisten Menschen nehmen für den Autokauf eine Finanzierung auf. Hier ist es dringend empfehlenswert, den konkreten Verwendungszweck anzugeben. Ansonsten wissen die Banken und Kreditinstitute nicht, wofür das aufgenommene Geld eingesetzt werden soll. Das stellt einen Unsicherheitsfaktor dar, den sie ausgleichen müssen. Das tun sie meist, indem sie höhere Kreditzinsen für die Finanzierung verlangen.

Anders sieht es aus, wenn Verbraucher konkret sagen, dass sie das Geld für den Kauf eines Autos benötigen. Dann wissen die Banken und Kreditinstitute, woran sie sind, und haben eine große Planungssicherheit. Außerdem stellt ein solches Fahrzeug einen Wert dar, der als Sicherheit hinterlegt werden kann. All diese Faktoren führen dazu, dass ein Kredit deutlich günstiger zu haben ist. Bei einem Autokauf sollten sich Verbraucher daher nicht für einen einfachen Konsumentenkredit entscheiden, sondern gezielt einen Autokredit auswählen.

Falle 5: Die Extras vor dem Kauf nicht klar auswählen

Des Weiteren entstehen Probleme, wenn man sich vor dem Autokauf nicht genau überlegt, welche Extras man haben möchte. Von einer Klimaanlage über eine Sitzheizung bis zu einem Bordcomputer gibt es hier ganz unterschiedliche Leistungen. Andere Autokäufer interessieren sich für ein Schiebedach oder wollen unbedingt ein Multifunktionslenkrad haben. Anderen sind solche Extras nicht wichtig und sie möchten lediglich ein Fahrzeug mit Grundausstattung haben.

Wer sich vor dem Autokauf nicht überlegt, welche Extras er gerne hätte, läuft Gefahr, für Features zu bezahlen, die er gar nicht haben möchte. Das macht den Autokauf unnötig teuer. Auf der anderen Seite kann es passieren, dass man sich für ein Fahrzeug entscheidet, das bestimmte Extras, die man gerne hätte, nicht besitzt. Häufig ist es so, dass solche Extras nicht oder nur für teures Geld nachgerüstet werden können. Deswegen ist es immer besser, sich schon vor dem Kauf zu überlegen, welche Funktionen des jeweilige Fahrzeug genau besitzen soll.

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Falle 6: Nettopreise statt Bruttopreise werden angegeben

Immer wieder kommt es vor, dass bei Kaufangeboten Nettopreise statt der Bruttopreise angegeben werden. Das passiert beispielsweise, wenn ein Händler im Namen eines anderen tätig wird. Dann ist die Mehrwertsteuer in dem jeweiligen Angebot noch nicht enthalten. Hierdurch wirkt ein Fahrzeug besonders günstig, was es im direkten Vergleich aber nicht sein muss.

Autokäufer sollten jedes Angebot genau prüfen, ob der Nettopreis oder Bruttopreis angegeben wird. Nur wenn immer die Bruttopreise oder immer die Nettopreise einander gegenübergestellt werden, sind Angebote wirklich vergleichbar. Wer sich für ein Angebot mit Nettopreis entscheidet, erlebt sonst leicht eine böse Überraschung, wenn beim Vertragsabschluss noch die Mehrwertsteuer hinzukommt.

Finanzcheck Grafik Autokredit

 

Falle 7: Unbar bezahlen

Für viele Händler ist es von Vorteil, wenn die Autos in bar bezahlt werden. Deswegen setzen sie viele von ihnen Strategien ein, um Käufer dazu zu bringen, in bar zu bezahlen. Ein häufig eingesetztes Mittel ist hierbei der Barzahlerrabatt. Mit diesem haben Autokäufer die Möglichkeit, lukrative Prozente beim Autokauf zu erhalten, um ihr Fahrzeug besonders günstig zu bekommen.

Autokäufer sollten deswegen nicht einfach unbar bezahlen oder eine moderne Bezahlmethode nutzen, weil ihnen das besonders bequem vorkommt. Stattdessen sollten sie sich darüber informieren, ob der jeweilige Händler einen Barzahlerrabatt anbietet. Auf diese Weise ist es möglich, bis zu 20% des Kaufpreises einzusparen. Dieses Vorgehen sollte bereits bei der Kreditaufnahme eingeplant werden, damit man das benötigte Geld schnellstmöglich zur Verfügung hat.

Falle 8: Käufe über weite Regionen durchführen

Viele Menschen, die ein Auto kaufen wollen, beschränken sich bei der Suche nicht nur auf ihre Region. Gelegentlich kommt es vor, dass Menschen in Norddeutschland ein besonders lukratives Angebot in Süddeutschland finden. Dann müssen sie das Fahrzeug überführen, um es in ihrer Heimat nutzen zu können. Das ist mit gewissen Zusatzkosten verbunden.

Das Problem hierbei ist, dass das Fahrzeug vor dem Kauf nicht begutachtet werden kann. Sollte sich dann herausstellen, dass gewisse Mängel vorliegen, können diese nicht einfach vor Ort beseitigt werden. Stattdessen ist es notwendig, das Fahrzeug wieder zum Händler zu bringen, damit dieser es sich anschauen kann. Häufig ist es nur bei einem solchen Vorgehen möglich, Garantien in Anspruch zu nehmen. Sollte dies nötig werden, sind Preisvorteile schnell dahin. Deswegen sollte man sich genau überlegen, ob man ein Auto aus einer anderen Region kauft.

Falle 9: Kredite zum falschen Zeitpunkt aufnehmen

Eine weitere Falle beim Autokauf besteht darin, Kredite zum falschen Zeitpunkt aufzunehmen. So kann es sein, dass man einen Kreditvertrag mit hohen Kreditzinsen abschließen muss, wodurch der Autokauf insgesamt deutlich teurer wird. Dann kann es später notwendig werden, eine Umschuldung vorzunehmen, um nicht dauerhaft hohe Zinsen bezahlen zu müssen. Das ist allerdings mit einem zusätzlichen bürokratischen Aufwand verbunden.

In Bezug auf den tatsächlichen Autokauf kann es passieren, dass man einen Kredit zu früh aufnimmt. Wenn man sich noch gar nicht für ein Fahrzeug entschieden hat, aber schon einen Kredit aufnimmt, muss man diesem dann treu bleiben. Wenn man vom Autokauf und vom Kredit zurücktritt, geht dies häufig mit teils hohen Entschädigungszahlungen einher. Ebenso kann es passieren, dass man einen Kredit zu spät aufnimmt. Bis das Geld dann tatsächlich zur Verfügung steht, ist ein günstiges Angebot bereits weg oder ein Wunschauto schon an jemand anderen verkauft.

Falle 10: Keine Probefahrt machen

Wer mit einem neuen Fahrzeug keine Probefahrt macht, geht ein erhebliches Risiko ein. Es kann nämlich sein, dass ein Auto hervorragend aussieht und eine Vielzahl von Features und Funktionen bietet, dass man sich aber trotzdem darin nicht wohlfühlt. Es kommt bei einem Auto nicht ausschließlich auf dessen Fähigkeiten an, sondern auch darauf, dass es zu einem selbst passt. Bei einer Probefahrt hat man die Möglichkeit, das Fahrgefühl, das das Auto bietet, kennenzulernen und zu schauen, ob man gerne damit unterwegs ist.

Bei Gebrauchtwagen ist es noch einmal wichtiger, eine Probefahrt zu machen. Hier geht es nicht nur um das Fahrgefühl, sondern auch darum, eventuelle Mängel zu erkennen. Hierbei ist es empfehlenswert, das Auto auf ganz unterschiedlichen Strecken auszuprobieren und beispielsweise in der Stadt, auf Landstraßen und auf der Autobahn unterwegs zu sein. So kann man sich einen Eindruck von der Qualität des Autos verschaffen und entscheiden, ob man es kaufen möchte oder nicht.

Fazit

Bei einem Autokauf gibt es eine Vielzahl von Fallen und Hindernissen. Diese zu umgehen, ist wichtig, um nicht zu viel für ein Fahrzeug zu bezahlen. Vor allem kommt es darauf an, einen Autokauf niemals unter Zeitdruck durchzuführen, sondern sich immer genügend Zeit für die Auswahl zu nehmen. Außerdem besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, zu verhandeln, um so besonders günstige Angebote zu bekommen. Das ist besonders bei Gebrauchtwagen der Fall. Je sorgfältiger Autokäufer bei der Auswahl vorgehen, desto größere ist die Wahrscheinlichkeit, das eigene Wunschauto zu einem günstigen Preis zu erhalten.

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