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Neue Autos braucht das Land: Berufswunsch Testfahrer

von kfztech.de

Neue Autos braucht das Land: Berufswunsch Testfahrer 

Die neuesten Fahrzeuge zu testen, ist für viele Autofans der Inbegriff eines erfüllten Berufslebens. Doch neben Leidenschaft für Autos und Interesse an der Branche braucht es deutlich mehr Expertise, um als Testfahrer sein Können unter Beweis zu stellen.

Die Lust am Autofahren lässt sich auf viele Arten stillen. Im Kino lädt Vin Diesel zu wilden Autojagden in der „Fast & Furios“-Reihe ein, während im Sportbereich die Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton den Traum vieler Autoliebhaber ausleben. Selbst in anderen Sparten des Entertainment-Bereichs haben die Autos sich ihren Platz gesichert und lassen beispielsweise in Slot-Games die Reifen quietschen. Auf Zula online können User mit „Speed Heroes“ den Rennspaß neu erleben. Auf fünf Walzen sorgen Symbole wie Fahnen, Helme oder Reifen für echtes Tempo. Wer die Zeichen in die richtige Reihenfolge bringt, geht mit etwas Glück als Sieger durch die Ziellinie. „Forca Horizen 3“ für die XBoxOne, „Dirt 5“ für die PS5 oder auch „Mario Kart Deluxe“ für die Nintendo Switch zählen auch schon lange zu den Lieblingen des Rennspiel-Genres.

Den Wunsch, das Hobby zum Beruf zu machen, möchten viele Autofans verwirklichen. Warum es nicht für den Fortschritt und die Entwicklung neuer Autos einsetzen? Mit der steigenden Anzahl an E-Autos sind auch auf diesem Gebiet neue Tests erforderlich, wie der ADAC zeigt. Wer als Testfahrer arbeiten möchte, braucht ein hohes Maß an technischem Verständnis und einiges an Fachwissen. Für Autohersteller geht es darum, dass bei den Fahrzeugen technische Mängel gefunden werden sollen, die verbessert werden müssen, bevor das Auto in den Handel kommt.

BMW

 Ein Testfahrer benötigt ein hohes Maß an technischem Verständnis und Fachwissen. -  Bild von Free-Photos auf Pixabay 

 

Sicheres Fahrgefühl und Know-how

Funktionieren die Hauptmodule? Wie ist das Fahrgefühl? Gibt es Verzögerungen in den Abläufen? Neben objektiven Messwerten sammelt und bewertet ein Testfahrer solche subjektiven Eindrücke während seiner Ausfahrten únd stellt seine Erkenntnisse über Schwachstellen den Projektmitarbeitern anschließend zur Verfügung. Zur weiteren Entwicklung des Wagens sind solche Prüfresultate unabdingbar.

Es ist zwar keine Bedingung, doch ein Studium mit Schwerpunkt Maschinenbau oder ein Meisterabschluss im KFZ-Handwerk bzw. eine technische Ausbildung helfen, um in dem Berufsfeld Fuß zu fassen.

Neben der Vorbildung ist zusätzlich ein nachweisbares Zertifikat für bestimmte Fahrlizenzen (Rennlizenz) und Sicherheitstrainings notwendig. Sich direkt nach einer Ausbildung als Testfahrer zu beweisen, funktioniert jedoch nicht. Erst nach weiteren Jahren Berufspraxis und dem Erwerb theoretischer Kenntnisse dürfen sich Anwärter hinter das Steuer setzen. Der Verdienst von geschätzten 50.000 Euro Jahresgehalt gelten als realistisches Einkommen und sind der Lohn für die Mühen. Je nach Titel und Weiterbildung kann in der Gehaltsklasse aufgestiegen werden.

Mercedes Lenkrad

So bequem sitzen Testfahrer nicht hinter dem Steuer. - Bild von Free-Photos auf Pixabay 

Von Beginn an dabei

Wenn ein Testfahrer einen neuen Wagen ausfährt, hat das Modell bereits viele Produktionsphasen hinter sich. Von der Grundidee bis zur straßenfertigen Version: Bis ein Wagen auf die Straße kommt, vergehen viele Jahre voller verworfener Ansätze, Fehlschläge und Teilerfolge.

Darf ein Testmodell erstmals auf die Straße, bekommen nicht nur Testfahrer schwitzige Hände. Diese noch nicht finalisierten Prototypen werden von Autoliebhabern und Fans liebevoll mit dem Spitznamen „Erlkönig“ betitelt. Erstmals wurde der Begriff 1952 verwendet.

In den meisten Fällen sind die Fahrer von Beginn in die Entwicklung involviert. Die Experten können Fahreigenschaften, Leistung und der Straßenlage mit diesem Vorwissen besser einschätzen. Verantwortung und Herausforderung liegen bei der Ausübung des Jobs zweifelsohne eng beieinander.

Neben Sitzfleisch, Genauigkeit und dem Auge für Details müssen Testfahrer lernen mit dem Druck umzugehen, der auf ihren Beobachtungen lastet. Wurde alles gelistet, was ungewöhnlich erschien? Wurden die beanstandeten Mängel behoben? Ist das Fahrgefühl besser als zuvor? Es sind Feinheiten, die das Resultat beeinflussen und zu einem guten Ergebnis führen. Angehende Testfahrer sollten daher in verschiedenen Automarken Praxis- und Fahrerfahrungen sammeln.  


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 23.02.2021









 


 
 
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