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Auto finanzieren, leasen oder bar bezahlen?

von kfztech.de

Der Trend beim Autokauf geht seit Jahren weg von der Barzahlung hin zur Autofinanzierung. Das liegt einerseits am hohen Kaufpreis, vor allem bei einem Neuwagen oder bei wenig Gebrauchten. Andererseits daran, dass durch die niedrigen Zinsen ein Autokredit lukarativ erscheint. Und oft benötigt man seine Liquidität etwa für die Renovierung eines Hauses, den Bau eines Carports oder eine größere Urlaubsreise. Ob Finanzierung, Leasing oder Barzahlung – alles hat seine Vor- und Nachteile.

Auto finanzieren

Auto Finanzierung, Leasing oder Barzahlung ist die Frage - Bild: q.pictures - pixelio.de

 

 

Autofinanzierung

Wer sich für eine Autofinanzierung interessiert, hat es heute relativ leicht. Über einen Autokreditrechner gibt er die Daten ein. In der Regel benötigt der Kreditinteressent den Kaufpreis und die Laufzeit. Je länger die Laufzeit gewählt wird, desto niedriger sind die monatlichen Raten. Allerdings wird der Kredit insgesamt teurer. Beliebt ist bei der Autofinanzierung auch die sogenannte „Ballonfinanzierung“. In diesem Fall wird der Kaufpreis nicht in gleichbleibenden monatlichen Raten abbezahlt, sondern es bleibt am Schluss ein Ablösebetrag. Das senkt vor allem bei teuren Fahrzeugen die monatlichen Raten. Allerdings sollte der Ablösebetrag nicht deutlich höher als der Restwert des Fahrzeugs sein. Für die Kreditentscheidung ist nicht nur die Zinshöhe entscheidend.

Wichtig sind die Gesamtkosten des Kredits (Bearbeitungsgebühr, Vermittlungsgebühr etc.). Unter Umständen hat ein Autohersteller ein Promotion Angebot mit geringen Zinsen und ohne Anzahlung – das wäre dann eine günstige Alternative. Wer einen Gebrauchtwagen kaufen und diesen finanzieren möchte, sollte das Fahrzeug realistisch bewerten lassen. Sonst kommt nach ein bis zwei Jahren das böse Erwachen.

Leasing

Die Alternative zum Ratenkredit ist das Auto-Leasing. Das ist sowohl mit als auch ohne Anzahlung möglich. Dabei kauft der Leasingnehmer das Fahrzeug nicht, sondern mietet es. Das bedeutet ein geringeres Risiko, da er den Wertverlust nicht trägt. Er gibt das Auto einfach nach Laufzeitende zurück. Wer keine Lust auf große Reparaturen und Austausch von Verschleißteilen hat, holt sich so im Turnus von 36 Monaten immer ein neues Auto. Richtig günstig ist Leasing allerdings nur für Wenigfahrer und bei Kleinwagen. Zudem wird am Ende der Leasingzeit der Zustand des Fahrzeugs bewertet. Unter Umständen zahlt der Leasingnehmer bei Beulen, Kratzern, Abnutzungen oder Überschreitung der vertraglich vereinbarten Kilometerleistung erheblich drauf. In erster Linie profitieren Unternehmen von Leasingverträgen, da sie sowohl die Umsatzsteuer als auch die Leasingrate steuerlich absetzen können. Privatpersonen, die den risikolosen Fahrzeugwechsel schätzen, werden mit Leasing gut leben können.

 

Barzahlung

Wer liquide ist, kann sein Wunschauto bar bezahlen. Cash in der Hinterhand hilft, bei Händlern oder Privatpersonen ordentliche Nachlässe zu verhandeln. Nicht jeder wird sich darauf einlassen. Wenn der Händler bei einem Gebrauchtwagen ohnehin draufzahlt, wird er nicht noch große Rabatte geben. Bei Privatpersonen funktioniert das in der Regel nur, wenn sie dringend Geld brauchen. Ein weiterer Vorteil an der Barzahlung ist die Flexibilität. Mit dem Kauf erwirbt der Käufer das Eigentum am Fahrzeug und erhält den Fahrzeugbrief. Sollte also das Fahrzeug nicht zusagen, kann es relativ schnell wieder verkauft werden. Bei einem Ratenkredit oder einem Leasingvertrag bindet sich der Autokäufer über einen gewissen Zeitraum. Der Fahrzeugbrief ist nicht verfügbar. Ein vorzeitiger Fahrzeugwechsel ist nicht so einfach möglich. Wer also seine Liquidität durch Barzahlung nicht einschränkt, kann in Niedrigzinsphasen sein Auto auch bar bezahlen. In Hochzinsphasen sieht dies anders aus. Dann ist meist eine Finanzierung mit 0,9 % Zinsen günstiger, wenn die Geldanlage mit 3,9 % verzinst wird.

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 29.04.2019









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