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Ladungssicherung beim Gütertransport: die Top 5 wichtigsten Tipps

von kfztech.de

Ladungssicherung beim Gütertransport: die Top 5 wichtigsten Tipps

Bei der Ladungssicherung kommt es auf die richtige Auswahl des Fahrzeugs, die Beachtung des Lastverteilungsplans und auf die Wahl zusätzlicher Hilfsmittel an.

Der Transport von Gütern findet täglich und rund um die Uhr im Straßenverkehr statt. Damit jede Ladung ausreichend gesichert ist, hat die Gesetzgebung – unter anderem durch die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) – bestimmte Richtlinien aufgesetzt. Dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen aufgrund schlechter Ladungssicherung bei LKW oder anderen Fahrzeugen. Diese können schwerwiegende Folgen haben.

Ladung ungesichert

Ungesicherte Ladung: Im einfachsten Fall sind nur die Waren beschädigt. - alle Bilder: Depositphotos

Es gilt daher, die Sicherheit des Straßenverkehrs durch eine regelkonforme Sicherung der Ladung zu gewährleisten und dadurch außerdem Kosten zu sparen. Hierbei müssen unterschiedliche Punkte beachtet werden. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die Top 5 wichtigsten Tipps vor. Diese sind nützlich, damit Sie zukünftig keine Schwierigkeiten bei der Ladungssicherung von Transportern, LKW oder PKW haben.

Tipp 1: Die richtige Wahl des Fahrzeugs

Ein simpler, aber ausschlaggebender Teil der Ladungssicherung ist es, die Güter mit dem richtigen Fahrzeug zu transportieren. Je nach Menge, Höhe und Gewicht des Ladeguts muss ein entsprechender LKW, Transporter, PKW oder PKW-Anhänger eingesetzt werden. Während der Fahrt entstehen dynamische Kräfte, die sich auf die Ladung auswirken. Daher ist es wichtig, dass das Fahrzeug diese Kräfte sicher aufnehmen kann.

Des Weiteren müssen Sie beachten, dass alle gemäß der Vorschrift vorgegebenen Hilfsmittel im Fahrzeug vorhanden sind. So sollte es beispielsweise einen Schutz zwischen dem Laderaum und der Fahrerkabine oder Fahrgastzelle geben. Außerdem ist es gesetzlich für unterschiedliche Fahrzeuge vorgeschrieben, dass sie mit einer bestimmten Anzahl an Zurrpunkten ausgerüstet sind.

Achten Sie auf diese Punkte, haben sie bereits die Grundlagen für eine richtige Ladungssicherung erfüllt.

Tipp 2: Lastverteilungsplan beachten

Neben der richtigen Wahl des Fahrzeugs sind vor allem auch die Kenntnisse über Ladung und Fahrzeugaufbau von großer Bedeutung. Dies gilt hauptsächlich für den Fahrer oder die Fahrerin sowie für Verladende des Transportguts. Sie müssen schon bei der Beladung die später entstehenden dynamischen Kräfte beachten und die Güter entsprechend sichern.

Hierbei hilft der Lastverteilungsplan. Dieser ist Teil eines jeden Fahrzeugs und gibt in Form einer grafischen Kurve an, wie die Ladung zu verteilen ist, um das Überschreiten der Gesamtmasse zu vermeiden. Außerdem hilft er dabei, die einzelnen Achslasten sowie die maximale Höhe der Ladung einzuhalten.

Zusätzliche hilfreiche Tipps für das Verteilen der Ladung:

- Achten Sie darauf, dass schweres Gut unten geladen wird, leichtes und instabiles Gut oben

- Halten Sie den Schwerpunkt Ihrer Ladung auf der Längsmittellinie des LKW, PKW oder Transporters, und außerdem so niedrig wie möglich

Ladungssicherung

Diese Kisten wurden entsprechend gesichert. Zusätzlich ist aber auch auf die Verteilung und den Schwerpunkt der Ladung zu achten.

Tipp 3: Nutzung von Antirutschmatten bei der Ladungssicherung

Durch Beschleunigungs-, Flieh- oder Verzögerungskräfte kann das Ladegut leicht an Stabilität verlieren oder ins Rutschen geraten. Diese Auswirkungen können durch unterschiedliche Hilfsmittel vermieden werden. Beispielsweise verhindern Sie durch den Einsatz von Antirutschmatten, dass die Ladung an Standfestigkeit verliert.

Diese Standfestigkeit entsteht durch die Reibung zwischen Ladegut und Fahrzeugboden. Je höher diese Reibung ist, desto besser und stabiler steht die Ladung. Einflussfaktoren sind unter anderem Nässe, Trockenheit oder Fett auf dem Boden. Daher gilt es grundsätzlich, den Boden sauber zu halten.

Antirutschmatten verbessern die Reibung deutlich und sorgen dafür, dass Ihre Ware nicht verrutscht. Antirutschmatten von Pickhan werden unter hohen Sicherheitsbestimmungen hergestellt und bestehen aus feinem Gummigranulat, das speziell ausgewählt wurde. Sie ermöglichen einen gleichmäßigen Gleitreibeiwert, sowohl bei stehendem als auch liegendem Ladegut, welcher für einen guten Stand erforderlich ist.

Als zusätzlicher Tipp: Bei besonders schweren Gütern gewährleisten Sie durch die Nutzung spezieller Antirutschmatten einen noch sicheren Stand.

Tipp 4: Keine beschädigten Zurrgurte verwenden

Zur Basisausstattung der Ladungssicherung gehören Zurrgurte (oder Spanngurte). Sie dienen zur Stabilisierung der Ladung und verhindern ein mögliches Herunterfallen der Güter. Zurrgurte werden aus widerstandsfähigem Polyestergewebe gefertigt und sind daher grundsätzlich robust und langlebig.

Spanngurt Zurrgurt

Zurrgurte gehören zur Basisausstattung bei der Ladungssicherung.

Dennoch kommt es vor, dass sie während des Transports an scharfen Kanten oder rauen Stellen reiben und so an der Naht beschädigt werden. Diese verschlissenen Zurrmittel dürfen Sie auf keinen Fall verwenden, da sie keine sichere Ladung mehr garantieren und im schlimmsten Fall während eines Transportes reißen können.

Damit Sie Ihre Zurrgurte vor solchen Beschädigungen schützen, können Sie Gurtbandschoner verwenden. Diese bringen Sie an Stellen des Gurtes an, die eine scharfe Kante oder ähnliches umgeben und schonen so Gurt und Ladung. Außerdem bewirken sie, dass die Spannkraft gleichmäßig verteilt sowie das Niederzurren verbessert wird.

 

Tipp 5: Beachtung der Verfahren zur Ladungssicherung

Hilfsmittel wie Antirutschmatten oder Zurrgurte erleichtern eine regelkonforme Ladungssicherung. Dennoch ist es wichtig, die unterschiedlichen Verfahren zu beachten und zu erkennen, wann welche Variante am sinnvollsten ist. Schließlich können Sie nicht bei jeder Art von Fahrzeug beide Varianten anwenden.

Man unterscheidet zwischen der formschlüssigen und kraftschlüssigen Sicherung. Bei der formschlüssigen wird das Ladegut dicht aneinander, ohne Lücken gesichert. Dies erreichen Sie beispielsweise durch Diagonal- oder Schrägzurren und zusätzlichen Antirutschmatten oder Keilen. Hierbei gilt es, die Lastaufnahmefähigkeit von Boden- und Stirnwänden zu beachten. Da die Ladung hauptsächlich vom Fahrzeugbau gehalten wird, sollte die formschlüssige Sicherung nur bei großen und stabilen LKWs oder Transportern angewandt werden.

Kraftschlüssige Sicherung eignet sich vor allem für druckunempfindliche und formstabile Ladung. Hier wird das Ladegut mit möglichst viel Druck gesichert, sodass das Verrutschen der Ware nicht mehr möglich ist. Dafür wird sie mit Zurrgurten fest auf den Fahrzeugboden gepresst, damit eine hohe Reibungskraft entsteht. Wie berets erwähnt, eignen sich hierfür als Hilfsmittel vor allem Antirutschmatten.

 

Fazit

Für eine korrekte Ladungssicherung müssen Sie verschiedene Punkte beachten. Grundsätzlich gilt es, die bei der Fahrt entstehenden dynamischen Kräfte nicht zu unterschätzen, da diese, enorme Auswirkungen auf die Ladung haben. Neben der richtigen Auswahl des Fahrzeugs und der Beachtung des Lastverteilungsplans kommt es daher auch darauf an, dass Sie zusätzlich Hilfsmittel verwenden. Durch den richtigen Einsatz von Antirutschmatten, Zurrgurten und Gurtbandschonern können Sie mögliche Unfälle während des Transports verhindern und tragen so zur Sicherheit der Ladung sowie des Straßenverkehrs bei.

 

Wichtige Schlagwörter:

Ladungssicherung, Ladung sichern, Spanngurt, Zurrgurt, Antirutschmatte, Lkw, Pkw, Transporter, Lastverteilungsplan

















Impressum, Copyright Autor: Johannes Wiesinger bearbeitet: 17.03.2022