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Lackschutz und Werterhalt: Warum sich eine Vollfolierung beim Wiederverkauf auszahlt

von kfztech.de | Karosserie |

Warum sich eine Vollfolierung beim Wiederverkauf auszahlt

Fahrzeugfolierung schützt den Lack und sichert den Wiederverkaufswert. Lesen Sie, warum sich die Investition für Leasingnehmer und Neuwagenbesitzer lohnt.

Sobald ein Neuwagen das Gelände des Händlers verlässt, beginnt der stetige Wertverfall. Neben der technischen Alterung spielt der optische Zustand der Karosserie eine entscheidende Rolle bei der späteren Preisermittlung. Steinschläge auf der Motorhaube, feine Kratzer durch Waschstraßen oder das Ausbleichen durch UV-Strahlung mindern den Restwert spürbar. In den letzten Jahren hat sich eine technische Lösung etabliert, die ursprünglich aus der Werbetechnik und der Tuning-Szene stammt, mittlerweile aber als rationales Mittel zum Vermögensschutz dient: die Vollfolierung, im Fachjargon auch „Car Wrapping“ genannt.


Mercedes

Vollfolierungen können sich beim Wiederverkauf auszahlen - Foto von Eyosias G auf Unsplash

Konservierung des Originalzustands als wirtschaftlicher Faktor

Das Prinzip ist simpel, aber effektiv. Eine zweite Haut aus hochleistungsfähigem Kunststoff wird über den Originallack gezogen. Diese Schicht fungiert als Schutz gegen mechanische Einflüsse. Ein Steinschlag, der sonst bis auf die Grundierung durchschlagen würde, beschädigt im Idealfall nur die Folie. Der darunterliegende Lack bleibt unversehrt und konserviert den Zustand zum Zeitpunkt der Folierung. Zieht man die Folie nach drei bis fünf Jahren ab, kommt ein Lack zum Vorschein, der wirkt, als käme das Fahrzeug frisch aus dem Werk.

Dies setzt jedoch voraus, dass die Applikation fachgerecht erfolgt. Billige Materialien hinterlassen oft Kleberückstände, die sich nur mühsam entfernen lassen. Noch gravierender sind Schnitte im Klarlack, verursacht durch unsachgemäße Handhabung von Cuttermessern direkt auf der Karosserie. Um solche kostspieligen Folgeschäden auszuschließen, sollte man ein etabliertes Unternehmen für Fahrzeugfolierung beauftragen, das mit speziellen Schneidetechniken (Knifeless Tape) und hochwertigen Markenfolien arbeitet. Nur so bleibt das Versprechen der vollständigen und rückstandsfreien Rückrüstung bestehen.

Leasingrückläufer: Strategie gegen teure Nachzahlungen

Besondere Relevanz erhält das Thema im Leasinggeschäft. Die Rückgabe eines Leasingfahrzeugs gleicht oft einem Vabanquespiel. Gutachter protokollieren jeden Kratzer, der über die normale Gebrauchsspur hinausgeht. Die in Rechnung gestellten Minderwerte für Nachlackierungen übersteigen häufig die Kosten einer initialen Folierung. Wer sein Fahrzeug direkt nach Erhalt folieren lässt, entgeht Diskussionen bei der Rückgabe. Man zieht die Folie ab und präsentiert dem Leasinggeber einen makellosen Lack.

Doch auch abseits des Schutzes bietet die Technik ästhetische Flexibilität. Während exotische Lackfarben den Wiederverkauf erschweren können – ein knallgrüner Sportwagen findet schwerer einen Käufer als ein schwarzer –, erlaubt die Folierung das Experimentieren. Man kauft oder least das Auto in einer gängigen Farbe wie Schwarz oder Silber und foliert es in der Wunschfarbe. Beim Verkauf wird die Folie entfernt, und das Fahrzeug steht wieder in der massentauglichen Originalfarbe da.

Handwerkliche Präzision statt schneller Massenabfertigung

Die Qualität einer Folierung zeigt sich oft erst im Detail. Sind die Kanten an Türen und Motorhaube sauber umgelegt? Wurden Türgriffe und Spiegel für die Montage demontiert, oder wurde nur „drumherum“ geklebt? Eine hochwertige Verarbeitung erfordert Zeit und tiefgreifendes technisches Verständnis für die Karosseriebauteile verschiedener Hersteller. Es handelt sich um eine Tätigkeit, die viel Geduld und Fingerfertigkeit verlangt.

Maschinen können diesen Prozess bislang nicht ersetzen. Es bleibt ein Manufaktur-Prozess, bei dem die Einstellung des Verarbeiters über das Ergebnis entscheidet. Oftmals sind es Betriebe, die aus einer tiefen Leidenschaft für Fahrzeuge entstanden sind, die hier die besten Ergebnisse liefern. Wie viel Passion in diesem Gewerbe stecken kann, zeigt beispielhaft die Gründergeschichte hinter Wrap Tech, die den Weg vom ersten Interesse bis zur professionellen Dienstleistung im Premiumsegment nachzeichnet.

Der Markt hat sich gewandelt. Es geht längst nicht mehr nur um matte Schwarz-Optik für Tuning-Fans. Die moderne Folierungstechnik ist zu einem Instrument des Werterhalts geworden. Wer die Kosten für eine professionelle Applikation gegen den drohenden Wertverlust durch Lackschäden aufrechnet, wird feststellen, dass sich diese Investition in vielen Fällen spätestens beim Wiederverkauf amortisiert.

Text: Hannes Graubohm

 

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