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Tuning: Nur Optik oder mehr?

von kfztech.de

Sportwagen

Viele Autobesitzer träumen von heißen Schlitten. - Bild: Jaromír - Kavan Unsplash

Viele Autobesitzer träumen von dem heißen Schlitten, mit dem sie auf der Straße die Blicke aller Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen. Dabei reicht es meist nicht aus, einfach nur einen schicken Wagen zu kaufen, denn man möchte auch das gewisse Etwas und die Individualität seines Gefährts zelebrieren. Am besten klappt das mit Auto-Tuning, also dem Aufmotzen eines bestehenden Wagenmodells. In Deutschland gibt es allerdings strenge Bestimmungen und viele Tuning-Möglichkeiten, die z. B. in den USA beliebt sind, können bei uns gar nicht umgesetzt werden. Ist Tuning auf deutschen Straßen also nur Optik oder können die hergerichteten Autos wirklich mehr leisten?

Inspirationen aus den Medien

Dass man dem eigenen Wagen einen neuen Schliff geben könnte, haben viele Fahrer erst durch Fernsehserien wie Pimp My Ride entdeckt. Die TV-Show wurde von 2004 bis 2007 für MTV produziert und aufgrund der vielen Fans immer wieder ausgestrahlt. In der Sendung schnappten sich die Mechaniker von West Coast Customs besonders klapprige und kaum noch fahrtüchtige Autos und verwandelten sie in wahre Traumwägen inklusive Jetantrieb, bunter Unterbodenbeleuchtung und Entertainment-System im Inneren.

Viele der protzigen Modifikationen wurden natürlich vor allem für den Showeffekt eingebaut, kamen bei den Besitzern jedoch hervorragend an. Natürlich sind auch Filme wie die Reihe Fast and The Furious oder das Action-Drama Need for Speed perfekte Inspirationsquellen für den Autotraum. Gleiches gilt für die virtuelle Welt der Renn- und Autospiele. Wer würde nicht gerne einmal in einem der Rennwägen aus Gran Turismo Sport sitzen oder mit einem aufgemotzten Auto aus Grand Theft Auto V über den Asphalt gleiten. Sogar im Casino im Internet sind die heißen Schlitten zu finden. Der Slot Drive Multiplayer Mayhem stellt Usern im Wildz Casino z. B. einen besonders schicken, schwarzen Rennwagen mit pinken Felgen zur Seite. Bei einem Gewinn gibt das Fahrzeug so richtig Gas. Ideen finden Autobesitzer also genügend, jetzt lautet die Frage allerdings: Was ist in Deutschland überhaupt erlaubt?  

Motor-Tuning

Tuning dient häufig der Optik, aber nicht nur. - Bild: Patrick - Unsplash

Tuning: Mehr als nur ein optisches Makeover?

Viele Elemente im Tuning-Bereich sind auf deutschen Straßen nicht zugelassen. Wer also seine KFZ-TÜV-Plakette behalten möchte, muss sich an die Regeln halten. Tuning kann vor allem im optischen Bereich für große Veränderungen sorgen, angefangen von der Lackierung oder dem Auftragen einer gemusterten Folie bis hin zur Farbe und dem Design der Felgen.

Auch mit Lichttechnik darf man hier spielen, allerdings ist die beliebte Unterbodenbeleuchtung auf den Straßen nicht gestattet. Wer selbst an seinem Fahrzeug herumschrauben möchte, kann dafür bei der Bestellung der Einzelteile auch nach passenden Teilegutachten oder Genehmigungen (ABE) fragen, die seriöse Händler zur Verfügung stellen sollten. Hier ist allerdings zu bedenken, dass mit dem Verbau von Zubehör, die nicht der Marke des Autos entspricht, auch die Garantie auf einen Neuwagen verfallen kann.

Dass alle erlaubten Tunings optisch sind, ist übrigens nicht korrekt. Auch wenn sich die meisten Verbesserungen vor allem um das Aussehen des Fahrzeugs drehen, kann z. B. mit dem Chiptuning die Leistung des Motors um bis zu 20 % gesteigert werden. Dazu kann ein neuer Auspuff sowohl optisch viel hermachen, als auch minimale Verbesserungen beim Fahren bieten. Ein Sportauspuff oder ein Endschalldämpfer ist dabei eine Investition wert.

Viele Bereiche des Tunings, die in Deutschland zugelassen sind, beschränken sich auf optische Veränderungen. Allerdings gibt es einige sinnvolle Verbesserungen der Fahrleistung, die durch Tuning erreicht werden können. Ob man wirklich selbst Hand anlegen oder lieber die Experten heranlassen möchte, sollte man sich dabei gut überlegen.

Auspuffendrohr

Schöne Endrohre machen was her (Foto: Michael Neukirchen Flickr) 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 18.02.2021









 


 
 
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