Hauptuntersuchung souverän bestehen: Die Checkliste für jeden Autofahrer
Was Autofahrerinnen und Autofahrer vor der Hauptuntersuchung selbst prüfen können – von Beleuchtung und Bremsen über Reifen und Abgasanlage bis zu den nötigen Unterlagen und aktuellen Kosten.
Für viele Autofahrerinnen und Autofahrer ist sie ein lästiger Pflichttermin, für die Verkehrssicherheit aber unverzichtbar: die Hauptuntersuchung, im Alltag meist einfach
„TÜV“ genannt. Alle zwei Jahre prüfen amtlich anerkannte Organisationen wie DEKRA, TÜV, GTÜ oder KÜS, ob ein Fahrzeug technisch in einem Zustand ist, mit dem es sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann.
2026 betrifft das vor allem Fahrzeuge mit blauer Plakette: Nach bestandener Prüfung gibt es die braune Plakette, der nächste Termin steht dann 2028 an. Wer die HU aufschiebt, riskiert jedoch nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern im Fall einer Kontrolle auch ein Bußgeld. Umso sinnvoller ist es, das eigene Fahrzeug vorab selbst auf typische Schwachstellen zu prüfen.

Radlagerspiel prüfen und Reifen begutachten
gehrört ebenfalls zur Checkliste dazu - Foto von
Jimmy Nilsson Masth auf Unsplash
Die Unterlagen: Was Sie mitbringen müssen
Für die Hauptuntersuchung ist vor allem die Zulassungsbescheinigung Teil I bzw. der Fahrzeugschein erforderlich. Muss das Fahrzeug zur Nachuntersuchung, müssen Sie zudem den Untersuchungsbericht der vorangegangenen HU mitbringen.
Wer das Fahrzeug gerade frisch zugelassen oder ein Kennzeichen gewechselt hat, sollte sicherstellen, dass alle Papiere aktuell sind. Übrigens:
Nummernschild reservieren ist auch online ganz einfach – wer in absehbarer Zeit ein neues Fahrzeug anmeldet oder ein Wunschkennzeichen vergeben möchte, kann das bequem vorab digital erledigen und spart sich einen Extraweg zur Behörde.
Die Checkliste: Was Sie vor dem Termin selbst prüfen können
Um nicht mit bösen Überraschungen konfrontiert zu werden, lohnt es sich, bereits vor der Hauptuntersuchung Ihr Fahrzeug selbst zu kontrollieren. Anhand einer Checkliste können Sie schon vor der eigentlichen Untersuchung durchgehen, ob an Ihrem Fahrzeug relevante Mängel bestehen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
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Beleuchtung: Alle Leuchten prüfen – Scheinwerfer, Blinker vorne und hinten, Bremslichter, Nebelschlussleuchte, Rückfahrscheinwerfer und Kennzeichenbeleuchtung. Ein defektes Rücklicht ist einer der häufigsten Mängelgründe.
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Bremsen: Funktionieren die Bremsen korrekt? Sowohl Betriebsbremse als auch Feststellbremse müssen einwandfrei arbeiten. Ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen oder ein weiches Bremspedal sind Warnsignale.
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Reifen: Profiltiefe, Luftdruck und Reifenzustand prüfen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm – empfohlen werden mindestens 3 mm. Seitenwände auf Risse oder Beschädigungen checken.
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Scheiben und Spiegel: Windschutzscheibe auf Risse im Sichtfeld kontrollieren. Rückspiegel und Außenspiegel müssen vollständig und korrekt eingestellt sein.
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Abgasanlage: Keine sichtbaren Lecks, keine ungewöhnlichen Abgasgerüche, kein übermäßiger Rauch beim Starten.
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Lenkung: Kein übermäßiges Spiel, keine ungewöhnlichen Geräusche beim Einlenken.
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Fahrzeugunterseite: Wer die Möglichkeit hat, sollte einen Blick auf Rostschäden an tragenden Teilen werfen. Oberflächenrost ist kein Problem, struktureller Rost an Trägern
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hingegen schon.

Wer die Möglichkeit hat, sollte einen Blick auf Rostschäden an tragenden Teilen werfen - Bildquelle:
Foto von Andrea Piacquadio
Was die Prüfung kostet
Es gibt keinen einheitlichen staatlichen Festpreis für die HU. Akkreditierte Organisationen legen ihre Preise innerhalb zulässiger Rahmen fest, die je nach
Bundesland variieren können. HU inklusive Abgasuntersuchung kostet in der Regel zwischen 90 und 100 Euro. Eine Nachprüfung schlägt mit etwa 15 bis 20 Euro zu Buche.
Ein Preisvergleich zwischen TÜV, DEKRA und GTÜ lohnt sich – die Unterschiede können je nach Region spürbar sein.
Wann lohnt sich eine Vorinspektion in der Werkstatt?
Bei älteren Fahrzeugen oder wenn man bereits Auffälligkeiten bemerkt hat, ist eine kurze Vorinspektion in der Werkstatt sinnvoll. Fällt ein Wagen durch die Hauptuntersuchung, ist das meist mit hohen Kosten verbunden, weil teure Reparaturen in der Werkstatt folgen. Wer bekannte Mängel vorab behebt, spart sich die Nachprüfungsgebühr und den Zweitterm
Fazit
Wer sich vor der Hauptuntersuchung ein paar Minuten Zeit für einen gründlichen Fahrzeug-Check nimmt, erhöht die Chancen auf eine problemlose Plakette deutlich. Besonders Beleuchtung, Bremsen, Reifen und Unterlagen sollten vor dem Termin nicht dem Zufall überlassen werden. 2026 sind Fahrzeuge mit blauer Plakette dran und erhalten nach bestandener Prüfung in der Regel die braune Plakette für den nächsten Prüfzeitraum bis 2028. Auch bei den Kosten lohnt sich ein kurzer Vergleich der Prüforganisationen, da regionale Unterschiede möglich sind. So wird die HU nicht zur unangenehmen Überraschung, sondern zu einer gut planbaren Routine.
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