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Hauptuntersuchung in Nürnberg und Fürth: Was Fahrzeughalter vor dem TÜV-Termin wissen sollten

von kfztech.de | Allgemeine Technik |

Hauptuntersuchung in Nürnberg und Fürth: Was Fahrzeughalter vor dem TÜV-Termin wissen sollten

Eine gut vorbereitete Hauptuntersuchung kostet weniger Nerven, häufig weniger Geld und verhindert unnötige Nachprüfungen

Die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO ist für zulassungspflichtige Fahrzeuge in Deutschland vorgeschrieben. Wer den Termin deutlich überzieht, muss mit einer vertieften Hauptuntersuchung und einem entsprechenden Gebührenaufschlag rechnen; zudem kann ein Verwarnungs- oder Bußgeld drohen. Für Halter im Großraum Nürnberg und Fürth lohnt es sich deshalb, den Ablauf der HU zu kennen und den Termin frühzeitig zu planen.


Kfz-Mechatroniker am Fahrzeug

Bei der HU kontrolliert ein amtlich anerkannter Prüfer den technischen Zustand des Fahrzeugs - Bild von Gustavo Fring auf Pexels

Was bei der Hauptuntersuchung geprüft wird

Bei der HU kontrolliert ein amtlich anerkannter Prüfer den technischen Zustand des Fahrzeugs. Dazu gehören unter anderem Bremsanlage, Lenkung, Beleuchtung, Achsen, Räder, Reifen, Aufhängung, Rahmen und Karosserie sowie umweltrelevante Bauteile und die Wirksamkeit sicherheitsrelevanter Systeme. Auch elektronische Assistenzsysteme rücken bei modernen Fahrzeugen stärker in den Fokus, weil sie über die On-Board-Diagnose ausgelesen werden können. Wenn Sie Ihren TÜV-Termin in Fürth vereinbaren möchten, sollten Sie das Fahrzeug vorher grob durchsehen: Beleuchtung testen, Reifenprofil und Reifendruck prüfen, Wischerblätter und Warndreieck kontrollieren sowie den Verbandkasten auf das Haltbarkeitsdatum sichten. Diese Punkte gehören zu den häufig beanstandeten Mängeln und lassen sich mit wenig Aufwand vorab beheben.

Fristen, Plaketten und Kosten

Neu zugelassene Pkw müssen erstmals nach 36 Monaten, danach in der Regel alle 24 Monate zur HU. Für Wohnmobile über 3,5 t und bestimmte Nutzfahrzeuge gelten abweichende, teils kürzere Intervalle. Die runde Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen zeigt den Monat der nächsten HU an: Die Zwölf steht immer oben, der fällige Monat wird an der oben stehenden Zahl abgelesen. Wenn Sie die Frist deutlich überschreiten, riskieren Sie eine vertiefte Hauptuntersuchung mit höheren Gebühren.

Kfz-Mechatroniker am fahrzeug in sw

Neu zugelassene Pkw müssen erstmals nach 36 Monaten, danach in der Regel alle 24 Monate zur HU - Bild von Artem Podrez auf Pexels

Nicht nur HU: Weitere Prüfungen an einer Stelle

Ein Prüfstützpunkt deckt oft mehr ab als nur die klassische Hauptuntersuchung. Für gewerbliche Fahrzeughalter und Fuhrparkverantwortliche sind besonders die Sicherheitsprüfung (SP) nach Anlage VIII StVZO für Nutzfahrzeuge sowie die UVV-Prüfung nach DGUV Vorschrift 70 relevant. Halter von Taxis und Mietwagen benötigen zusätzlich die BO-Kraft-Prüfung. Wenn Sie Ihr Fahrzeug technisch verändert haben – etwa durch Tuning-Felgen, Fahrwerkskomponenten oder Anbauteile – brauchen Sie eine Änderungsabnahme, damit die Anpassung in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden kann.

Ein Sonderfall sind Fahrzeuge ohne deutsche Zulassung: Für die Erstzulassung in Deutschland kann eine Vollabnahme nach § 21 StVZO nötig sein, bei der das gesamte Fahrzeug begutachtet wird. Klassiker, die mindestens 30 Jahre alt sind und sich weitgehend im Originalzustand befinden, können nach § 23 StVZO ein H-Kennzeichen erhalten – ebenfalls über ein Gutachten am Prüfstützpunkt. Als Camper oder Wohnwagenbesitzer sollten Sie die Campinggasprüfung an Flüssiggasanlagen in Freizeitfahrzeugen im Blick behalten; sie ist zwar nicht mehr verpflichtender Bestandteil der HU, wird von vielen Campingplätzen und Versicherern aber weiter erwartet.

Ablauf und Vorbereitung des Termins

Für den Termin selbst sollten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I sowie – bei nachträglich eingetragenen Änderungen – die entsprechenden Gutachten mitbringen. Das Fahrzeug muss verkehrssicher zum Prüfstützpunkt gebracht werden. Wenn Sie bereits wissen, dass Bremsen oder Beleuchtung Mängel haben, sparen Sie Zeit und Geld, wenn diese vorab in Ihrer Stammwerkstatt behoben werden. Bei geringen Mängeln erhält das Fahrzeug die Plakette in der Regel direkt; bei erheblichen Mängeln steht eine Nachprüfung an, die innerhalb eines Monats erfolgen sollte, um eine komplette Wiederholung der HU zu vermeiden.

Die Prüfdauer für eine reguläre Pkw-HU ist überschaubar und lässt sich meist gut in den Alltag einplanen. In der Metropolregion Nürnberg bietet unter anderem Prüfservice Blank als Partner des TÜV Nord Termine an den Standorten in Nürnberg und Fürth an. Der Standort Fürth kommt mit erweiterten Öffnungszeiten unter der Woche und einem Samstagsservice auch berufstätigen Haltern entgegen.

Fazit

Eine gut vorbereitete Hauptuntersuchung kostet weniger Nerven, häufig weniger Geld und verhindert unnötige Nachprüfungen. Wenn Sie die Fristen im Blick behalten, kleinere Mängel vor dem Termin selbst beheben und die passende Prüfstelle für Ihr Fahrzeug wählen – vom Pkw über den Klassiker bis zum Nutzfahrzeug –, erledigen Sie die HU planbar und ohne Überraschungen.

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