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Alles Wissenswerte zu Kfz-Versicherungen seit 2018 im Überblick!

von kfztech.de

Deutschland ist nicht nur Autoland, sondern auch Versicherungsland. Ob Krankenversicherung, Rentenversicherung oder Haftpflichtversicherung, alles und jeder muss im Fall der Fälle versichert sein, auch das Auto.

Mithilfe eines Taschenrechners werden Versicherungstarife berechnet

Bei Kfz-Versicherungen gilt es, Informationen einzuholen, Preise zu vergleichen und einen Tarif abzuschließen, der speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Bildquelle: stevepb / Pixabay

Welche Arten von Kfz-Versicherungen gibt es?

In Deutschland gibt es drei unterschiedliche Arten von Kfz-Versicherungen:

  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für jedes Auto Pflicht und muss für jedes registrierte Auto separat abgeschlossen werden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt die Kosten grundlegender Schäden bei Unfällen ab. Dazu gehören die Schäden am Auto Ihres Unfallgegners, mögliche Schmerzensgeldforderungen und bei schweren Unfällen, die eine Berufsunfähigkeit als Folge haben, sogar die Rentenzahlungen. Die gesetzliche Mindestdeckungssumme bei Kfz-Versicherungen beträgt 7,5 Mio. Euro bei Personenschäden und 1,22 Mio. Euro bei Sachschäden. Zusätzlich gibt es seit dem Jahr 2018 noch eine Absicherung von reinen Vermögensschäden im Wert von 50.000 Euro.

  • Kfz-Teilkaskoversicherung: Bei der Kfz-Teilkaskoversicherung handelt es sich um eine Zusatzversicherung, die Sie freiwillig zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen können. Sie deckt zusätzliche Schäden ab, die von der Kfz-Haftpflichtversicherung nicht berücksichtigt werden. Dazu gehören Schäden aufgrund von Bränden, Explosionen, Glasbruchschäden, Diebstahl, Unwetter, Kurzschlüssen, Marderbissen und Zusammenstößen mit Wildtieren. Die durchschnittlichen Kosten der Kfz-Teilkaskoversicherung betragen in Deutschland etwa 90 Euro im Jahr.

  • Kfz-Vollkaskoversicherungen: Wie die Teilkaskoversicherung ist auch die Kfz-Vollkaskoversicherung eine freiwillige Zusatzversicherung. Die Vollkaskoversicherung beinhaltet den Schutz der Teilkaskoversicherung und sichert Sie zusätzlich vor eigenverursachten Schäden am Auto ab, das heißt, wenn Sie selbst einen Unfall verschuldet haben. Zusätzlich wird Ihr Auto vor Vandalismus geschützt. In Deutschland betragen die Kosten der Kfz-Vollkaskoversicherung im Schnitt 314 Euro im Jahr.

Worauf ist beim Abschluss einer Kfz-Versicherung zu achten?

Es gibt zahlreiche Versicherungsanbieter und noch mehr unterschiedliche Versicherungstarife, aus denen Sie die beste Kfz-Versicherung für Ihr Auto wählen können. Einen Vergleich der unterschiedlichen Kfz-Versicherungen finden Sie hier.

Das Wichtigste beim Tarifvergleich ist es, eine Versicherung zu finden, die Ihren persönlichen Ansprüchen gerecht wird. Sie sollten Ihre eigenen Anforderungen aber auch Risiken berücksichtigen. Wie viele Kilometer legen Sie mit dem Auto im Jahr zurück? Fahren Sie zügig oder eher langsam? Sind die Strecken, auf denen Sie mit dem Auto fahren, risikogefährdet? Sind Sie Fahranfänger oder schon seit langer Zeit im Auto unterwegs? Ist das Auto neu oder gebraucht? Und wer soll das Auto nutzen dürfen?

Im Grunde gilt: Je geringer Ihr Risiko ist, einen Unfall zu bauen oder in einen Unfall verwickelt zu werden, desto geringer fällt Ihre Versicherungsprämie aus.

Aber auch Sie selbst können mit dem Abschluss einer Teil- oder Vollkaskoversicherung mitentscheiden, wie gut Ihr Versicherungsschutz sein soll. Eine weitere Stellschraube ist die Wahl der Selbstbeteiligung der Unfallkosten. Hier können Sie zwar die Versicherungsprämie senken, bleiben aber bei kleineren Unfällen auf den Schadenskosten sitzen.

Es empfiehlt sich daher, die Selbstbeteiligung zwischen 150 Euro und 300 Euro zu wählen, so werden Sie von der Versicherung auch bei kleineren Schäden unterstützt und können dennoch an den Versicherungskosten sparen.

Sie sollten auch versuchen, in Erfahrung zu bringen, wie stark sich Ihre Versicherungsprämie im Falle eines Unfalls erhöht. Besonders bei kleineren Unfällen kann es vorkommen, dass die Erhöhung der Prämie auf lange Sicht die Kosten des Unfallschadens übersteigt.

Wie und wann kann die Kfz-Versicherung gewechselt werden?

Zum Wechsel der Kfz-Versicherung müssen Sie zunächst die bestehende Versicherung kündigen. Dabei müssen Sie zum einen die Kündigungsfristen Ihrer Versicherung beachten, die in Deutschland meistens bei einem Monat angesiedelt sind, und zum anderen die Laufzeit des Versicherungsjahres, die immer am 31. Dezember endet.

Ganz wichtig ist es, dass Sie beim Kündigen der Kfz-Haftpflichtversicherung schon in Verbindung mit dem neuen Versicherungsanbieter stehen, damit der Wechsel nahtlos verlaufen kann. Es kann rechtliche Konsequenzen haben, wenn Ihr Auto nicht versichert ist. Sie müssten im Falle eines Unfalls alle Kosten selbst tragen und auch Ihre Schadensfreiheitsklasse kann zurückgestuft werden.

Zum fristgerechten Kündigen Ihrer Kfz-Versicherung bedarf es keiner Gründe. Es reicht ein Schreiben mit Ihren Daten und der Bitte auf eine fristgerechte Kündigung. Genauso unproblematisch ist auch der Abschluss einer neuen Kfz-Versicherung. Sie wählen einfach einen neuen Versicherer mit einem auf Sie persönlich zugeschnittenen Tarif und gleichen nur noch die Termine der Kündigung Ihrer alten Versicherung mit dem Beginn der neuen Versicherung ab. Als Stichtag für den Wechsel gilt also im Grunde immer der 30. November.

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 10.12.2018









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