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Medizin-psychologische Untersuchung wegen Alkohol am Steuer – die wichtigsten Fakten!

von kfztech.de

Jedes Land hat seine eigenen Vorschriften, wenn es darum geht, Personen, die am Steuer zu viel Alkohol getrunken haben, zu maßregeln. In Deutschland kommt es zu einer MPU, wenn eine bestimmte Alkoholgrenze überschritten wurde oder Personen mit sonstigen Auffälligkeiten hervorgestochen sind.

In diesem Artikel erfahren Sie wichtige Informationen zur MPU.

Auto Herbst

Foto von Riccardo Bresciani aus Pexels 

Wie sieht die Gesetzeslage bei Alkohol am Steuer aus?

Wer sichergehen möchte, der sollte im Straßenverkehr unbedingt gänzlich auf Alkohol verzichten.

Doch viele Personen schaffen es nicht auf ihr geliebtes Feierabendbier oder ein paar Gläschen Wein zu verzichten. Während im Jahre 1973 der Wert von 0,8 Promille als Obergrenze galt, liegt er heutzutage bereits bei 0,5 Promille. Fahranfänger hingegen dürfen gar keinen Alkohol zu sich nehmen.

Bereits nach dem 1. Verstoß von einem Alkoholkonsum über 0,5 Promille drohen den Autofahrern ein Bußgeld sowie eine Vorladung zur MPU. Des Weiteren darf für ein Monat nicht mehr gefahren werden.

Ist eine Person ein Wiederholungstäter, dann sieht die Sache je nach der Häufigkeit der Verstöße ganz anders aus. So müssen Sie beispielsweise bereits beim 2. Verstoß 1.000 Euro zahlen und dürfen für drei Monate kein Auto mehr lenken.

Falls der Promillewert über 1,9 ist, dann wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen. Des Weiteren droht Ihnen eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Dasselbe gilt auch, wenn Sie mit Alkohol am Steuer einen Unfall verursachen oder einen anderen Verkehrsteilnehmer in irgendeiner Weise gefährden.

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Wann wird eine MPU angeordnet?

Ist eine Person durch Alkoholkonsum am Steuer erwischt worden, dann droht ihr eine Geldbuße sowie eine MPU. Je nach Bundesland findet die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung in unterschiedlichen Fällen statt. So wird beispielsweise in Baden-Württemberg sowie Bayern bereits bei einer Grenze von 1,1 Promille eine MPU angeordnet.

Des Weiteren kommt es in diesen Fällen zur Vorladung zu einer MPU:

  • Wenn man über 1,6 oder 1,1 Promille am Steuer hat (hängt vom Bundesland ab)

  • Personen, die bereits häufiger mit Alkohol erwischt worden sind (immer über der 0,5 Promille-Grenze)

  • Fahrer, die in einen Verkehrsunfall verursachen

 

Was ist eine MPU?

Ist eine Person im Verkehr durch ein schlechtes und gesetzeswidriges Verhalten aufgefallen, wird sie meist zu einer MPU vorgeladen.

In dieser Untersuchung geht es den Behörden darum, herauszufinden, ob diese Person wieder frei fahren darf oder nicht. Wenn alles in Ordnung ist, dann wird eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis gestellt.

Bei der MPU geht es im Verlauf der Begutachtung nicht nur um die psychische Gesundheit, sondern auch die physische Eignung. Wenn eine Person beispielsweise mit Alkohol am Steuer erwischt wurde, dann wird während der Untersuchung darauf geachtet, ob die Person zuverlässig ist und verstanden hat, dass ein zu hoher Alkoholpegel verantwortungslos sich selbst und den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber ist.

Das Ziel dieser Untersuchung ist es vonseiten der Behörden zu überprüfen, ob und wie sich der bestrafte Verkehrsteilnehmer in Zukunft verhalten wird und ob aufgrund seiner Vergangenheit, seinem gegenwärtigen Zustand und den Prognosen für die Zukunft eine Fahrerlaubnis ausgestellt werden soll oder nicht.

Was können Sie bereits vor der MPU tun?

Diese Untersuchung sorgt bei vielen für Aufregung und Angst – das ist vollkommen normal, vor allem, wenn man auf den eigenen Führerschein und die Fahrerlaubnis angewiesen ist. Wurde eine MPU wegen Alkohol am Steuer veranlasst, dann können Sie sich mit den richtigen Tipps und guten Beratungskursen gut vorbereiten.

Auch, wenn Sie noch in der Sperrfrist sind, kann bereits vier Monate vor der Beendigung derselben ein neuer Antrag gestellt werden. Nachdem die Frist vorbei ist, können Sie Ihren Führerschein wieder erhalten.

Fazit!

Eine MPU ist eine der Maßnahmen der deutschen Regierung, um unzuverlässige und gefährliche Autofahrer zu erkennen und aus dem Verkehr zu ziehen. Falls Sie auch zu einer MPU vorgeladen sind, dann brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Diese Untersuchung ist weder ein Verhör noch eine Prüfung. Der Behörde geht es darum, zu schauen, ob Sie wieder bereit für den Straßenverkehr sind oder nicht.

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 02.12.2019









 

 
 
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