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ADAC hilft mittlerweile nicht mehr nur bei Pannen

von kfztech.de

Der ADAC hat sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Früher hauptsächlich ein nützlicher Helfer bei Pannen auf der Straße zählen nun auch juristische Beratungen, Fahrzeugbergungen und sogar Krankenrücktransporte aus dem Ausland zu den Angeboten des Dienstleisters.

ADAC Hubschrauber

Der Rettungshubschrauber vom ADAC ist ständig im Dienst und hilft schwer verunglückten Verkehrsteilnehmern. Bildquelle: moerschy / Pixabay

Seit 116 Jahren im Bund mit deutschen Autofahrern

Der ADAC hat seine Wurzeln in der deutschen Motorradfahrer-Vereinigung, die am 24. Mai 1903 gegründet worden ist. Schon einige Jahre später entwickelte sich aus dem Verein 1911 der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC). Der ADAC wirkte bis 1934, wo er dann zusammen mit anderen Automobil-Vereinen von der nationalsozialistischen Regierung zum DDAC (Der Deutsche Automobil-Club e.V.) zusammengelegt worden ist. Der ADAC hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg am 5. Dezember 1946 wiedergegründet und ist seither zum größten Automobil-Club Europas herangewachsen.

Mit über 20 Millionen Mitgliedern ist der ADAC eine feste Instanz auf deutschen Straßen und bietet eine Mitgliedschaft schon ab 49 Euro im Jahr an. ADAC Mitgliedschaften sind zum Teil auch in Leasing-Verträgen integriert oder können auf den Partner als auch auf die ganze Familie erweitert werden. Wird die eigene Mitgliedschaft in einem der oben genannten Fälle obsolet, kann die ADAC-Mitgliedschaft auch einfach online gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate vor Beginn eines neuen Mitgliedschaftsjahres. Wenn man zum Beispiel am 1. Juni eines beliebigen Jahres in den ADAC eingetreten ist, muss die Mitgliedschaft spätestens zum 28. Februar gekündigt werden, damit diese nicht um ein weiteres Jahr verlängert wird.

ADAC – Pannendienst, Rettungsdienst und vieles mehr

Seit seiner Gründung hat sich der ADAC stets weiterentwickelt, mehr und mehr Mitglieder gewonnen, wodurch mehr Gelder akquiriert werden konnten, die in mehr als nur den Pannendienst des Clubs investiert wurden und werden.

  • Pannendienst

Der Pannenservice ist trotz weiterer Dienste die mit Abstand wichtigste Säule des ADAC. Über 1700 Straßenwachtfahrzeuge, auch bekannt als gelbe Engel, sind für den ADAC unterwegs. Der Automobil-Club bietet seinen Service in Deutschland und europaweit an und hilft gestrandeten Fahrern bei kleineren Problemen wie platten Reifen oder leeren Autobatterien schon vor Ort. Ebenfalls wird ein Abschleppwagen organisiert, wenn das Auto in die Werkstatt muss. Der Pannenservice wird nicht nur für PKWs, sondern auch für LKWs angeboten.

  • Luftrettung

Seit 1982 verfügt der ADAC über eine Luftrettung, die als ADAC Luftrettung gGmbH agiert und deutschlandweit 55 Rettungshubschrauber stationiert hat. Die Rettungshubschrauber werden bei Unfällen mit schweren Verletzungen eingesetzt, um Betroffene schnellstmöglich versorgen und in ein Krankenhaus transportieren zu können.

  • Stiftung „Gelber Engel“

Mit der ADAC Stiftung „Gelber Engel“ gGmbH arbeitet der Automobil-Club auch abseits der Straße für das Wohlergehen von Unfallopfern. Hierüber wird den Opfern direkt geholfen, als auch wissenschaftliche Forschungen unterstützt, um den Verkehr auf deutschen Straßen sicherer zu machen.

  • Juristische Hilfe

Mit der ADAC-Rechtsschutz Versicherung-AG bietet der ADAC juristische Beratung an.

  • Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyismus

Der ADAC setzt sich im Namen seiner Mitglieder für die Rechte der Autofahrer in Deutschland ein. Hierzu gehört die Arbeit gegen die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen, die Regelung und Höhe von Bußgeldern und Sicherheit auf deutschen Straßen, Tunneln und Fähren. Darüber hinaus gibt der ADAC monatlich das Magazin ADAC Motorwelt heraus. Außerdem sind die zahlreichen Produkttests rund um das Auto wie z.B. die Reifentestst oder der Kindersitztest bekannt.

Skandal beim Gelben Engel

Anfang 2014 wurde bekannt, dass die Ergebnisse des ADAC-Autopreises „Gelber Engel“ manipuliert worden seien. Mehrere Jahre wurden die Zahlen der abgegebenen Stimmen künstlich erhöht und verändert, damit bestimmte Autos den Preis erhielten. Als Konsequenz des Skandals traten der Kommunikationsdirektor Michael Ramstetter, Präsident Peter Meyer und Geschäftsführer Obermair von ihren Ämtern zurück. Seit dem Skandal wird der Preis nicht mehr vergeben.

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 08.03.2019














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