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Schleudertrauma / Verhalten bei Verkehrsunfällen

Tagtäglich kommt es auf Deutschlands Straßen zu Unfällen, bei etwa einem Fünftel davon handelt es sich um Auffahrunfälle. Sie passieren meist an der Ampel, in Staus oder wenn in sonstigen Situationen kein ausreichender Abstand zum Vordermann eingehalten oder der Bremsweg unterschätzt wird. Nicht immer ist der Auffahrende Schuld an der Situation, oft kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Beteiligten. Die Sachlage lässt sich meist klären, schwer Verletzte sind selten. Allerdings kann auch ein Unfall bei geringen Geschwindigkeiten nicht ohne Folgen bleiben, nicht wenige klagen über Schwindelanfälle, Unsicherheit beim Gehen sowie Kopf- und Nackenschmerzen. Sie können Anzeichen eines Schleudertraumas sein.

Die Ruhe bewahren

Sie fahren auf die Ampel zu, diese springt auf Gelb. Sie halten an und plötzlich kracht es, der Hintermann ist auf Ihr Fahrzeug aufgefahren. Der Schreck sitzt tief, doch jetzt gilt es, Ruhe bewahren, auch wenn es schwer fällt. Trotz dem Ärger und dem Schock sollten Sie möglichst gelassen bleiben und die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Sichern Sie zu erst die Unfallstelle ab, setzen Sie den Warnblinker, ziehen die Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck auf. So können weitere Unglücksfälle verhindert werden. Denken Sie daran, mit dem anderen Fahrer alle Daten auszutauschen, Name, Anschrift und vor allem die Informationen zur Versicherung. Oftmals kann es sinnvoll sein, Fotos von der Unfallstelle zu machen und alles kurz zu dokumentieren. Lesen Sie hierzu auch Richtiges Verhalten im Schadensfall.

Bei Personenschaden die Polizei rufen

Wichtig ist auch, ob durch den Auffahrunfall eine Person zu Schaden gekommen ist. In diesem Fall sollten Sie unbedingt die Polizei rufen. Liegt lediglich ein Blech- oder Sachschaden vor, ist dies nicht zwingend erforderlich. Ist jemand verletzt worden, sollte der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 gerufen werden und Erste Hilfe geleistet werden. Eine Verletzung allerdings wird oft nicht sofort erkannt, ein Schleudertrauma kann entweder sofort nach einem Unfall auftreten oder sich erst eine bestimmte Zeit später zeigen, manchmal auch erst nach zwei bis drei Tagen.

Beschwerden ernst nehmen

Schleudertrauma

Ein Schleudertauma kann sich auch erst später zeigen - Bild: highwaystarz / fotolia.com

Die Anzeichen der Halswirbel-Distorsion, wie das Schleudertrauma auch genannt werden, können sich ganz unterschiedlich zeigen. Kopf-, Nackenschmerzen und Schwindelgefühle sind die häufigsten Anzeichen, bei schweren Fällen kann es auch zu Beschwerden am Mundboden oder zwischen den Schulterblättern kommen. Ein kribbelndes Gefühl in den Armen sowie Schluckstörungen können ebenfalls auftreten. Weiterhin kann es zu Übelkeit-, Seh- und Schlafstörungen sowie Benommenheit kommen. Eine ärztliche Untersuchung ist beim Auftreten der häufigsten Symptome auf jeden Fall erforderlich.

Wer auffährt hat immer schuld!? Diese und weitere Unfalllegenden im Video von Abenteuer Auto

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 14.12.2016









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