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Airbag - Unfallszenario und Airbageinsatz (5)

Airbag 1 - Auslösung

Airbag 2 -   Komponenten

Airbag 3 - Weitere Airbags

Airbag 4 - Sicherheit

Airbag 5 - Szenario

Gurt

Anatomie eines Unfalls - ein neues Sicherheitssystem bewährt sich

Ein Unfallszenario, vorgestellt von Ford

An einem eisigen Winternachmittag irgendwann in der Zukunft prallt eine kleingewachsene Frau mit ihrem Nutzfahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 12 km/h auf das Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs. Auf der anderen Seite der Stadt gerät ein Mann mittlerer Körpergröße mit seiner Limousine auf einer Kreuzung bei 64 km/h ins Schleudern und prallt frontal in die Seite eines Traktoranhängers, der gerade in die Straße einbiegt.

Airbagtest

Airbagtest mit Dummies bei Autoliv

 

Zwei verschiedene Unfälle mit zwei unterschiedlich großen Fahrern. Falls es sich jeweils um ein Fahrzeug von Ford handelt, das mit dem Sicherheitssystem "Advanced Restraints System" ausgestattet ist, reagieren beide Sicherheitssysteme unterschiedlich.

"Jeder Unfall ist so einzigartig wie die daran beteiligten Personen", sagt Helen Petrauskas, Vice President der Abteilung Environmental and Safety Engineering. In Hinblick darauf, hat Ford große Anstrengungen unternommen, ein Rückhaltesystem zu entwickeln, das sich bei Insassen unterschiedlicher Größe und in verschiedenen Frontalaufprallsituationen automatisch an die jeweilige Unfallsituation anpasst."

Was würde bei den beiden zuvor beschriebenen Unfällen geschehen? Der Fahrerairbag der Frau würde bei dieser geringen Geschwindigkeit wahrscheinlich nicht ausgelöst. Wenn der Sensor am Gurtschloss erkennt, dass die Frau ihren Sicherheitsgurt angelegt hat, würde er sogar mit Sicherheit nicht ausgelöst.

Fahrerairbag

Fahrerairbag aufgeblasen

Der Fahrerairbag des Mannes würde sich aufgrund der hohen Geschwindigkeit, der Stärke des Aufpralls und der relativ weit vom Fahrerairbag entfernten Sitzposition mit maximaler Größe entfalten.

Wäre der Mann langsamer gefahren, hätte sich der Fahrerairbag unter Umständen nicht voll entfaltet. Die Energie, mit der der Airbag ausgelöst wird, richtet sich nach bestimmten Grenzwerten, die von der zu erwartenden Aufprallintensität, der Verwendung des Sicherheitsgurts und der Sitzposition des Fahrers abhängen.

In beiden Fällen würden die vorderen Beifahrerairbags nicht ausgelöst, da der Gewichtssensor im Beifahrersitz registriert hätte, dass dieser Sitz leer ist. Hätte die Frau ihren Aktenkoffer auf dem Beifahrersitz abgestellt, wäre der Beifahrerairbag ebenfalls nicht ausgelöst worden, da der Gewichtssensor dem Sicherheitssystem des Fahrzeugs gemeldet hätte, dass das auf dem Sitz lastende Gewicht zu gering für eine Person ist.

Die angepassten Reaktionen des Sicherheitssystems werden durch nahezu ein Dutzend Advanced Restraints System-Technologien erreicht, die die Situation zum Zeitpunkt eines Aufpralls analysieren und die jeweils optimalen Sicherheitseinrichtungen automatisch auslösen.

ACU - Airbag Control Unit

Airbag Steuereinheit

Ein elektronisches Sensorsystem ermittelt beispielsweise die Aufprallintensität und leitet diese Informationen an das Zentralsystem weiter, welches dann die entsprechenden Sicherheitssysteme auslöst.

Innerhalb weniger Millisekunden aktiviert das Zentralsystem die Gurtstraffer in den Gurtschlössern der Vordersitze oder die Gurtaufroller, die ebenfalls die Sicherheitsgurte der Vordersitze straffen und so verhindern, dass angeschnallte Insassen beim Aufprall unter dem Sicherheitsgurt hindurchrutschen oder umhergeschleudert werden. Auf diese Weise wurde das wichtigste Sicherheitssystem eines Fahrzeugs - die Sicherheitsgurte - weiter optimiert.

Bei einem Aufprall ermitteln weitere Sensoren die Position des Fahrersitzes, das Gewicht des Beifahrers und die jeweilige Verwendung des Sicherheitsgurts. Die Sensoren leiten diese Werte an das Zentralsystem weiter, das den fahrer- und beifahrerseitigen Airbag in der erforderlichen Größe entfaltet.

Die Zwei-Stufen-Airbags von Ford entfalten sich dank variabler Gasmengen entsprechend der erwarteten Aufprallintensität. Diese bahnbrechende Neuerung wird durch die zweistufige Zündtechnologie ermöglicht. Die geringere Gasmenge bietet ausreichenden Schutz bei einem Aufprall mittlerer Intensität, während sich die Airbags bei einem schweren Aufprall mit voller Größe entfalten.

Nehmen die Kräfte bei einem Aufprall bedrohliche Ausmaße an, wird ein Metallstab, der sich in der Mitte der Spule des Gurtstraffers befindet, verwunden, um die Aufprallenergie zu absorbieren. Auf diese Weise wird der Sicherheitsgurt kontrolliert um wenige Millimeter entspannt, so dass das Risiko aufprallbedingter Verletzungen vor allem im Brustbereich deutlich reduziert werden kann.

"Die in diesem System verwendete Technologie ist wirklich erstaunlich", sagte Petrauskas. "Dank der besten Sensor- und Computertechnologie der Welt können wir den Ford Kunden ein nie dagewesenes Maß an Sicherheit bieten."

Airbag 1 - Auslösung

Airbag 2 -   Komponenten

Airbag 3 - Weitere Airbags

Airbag 4 - Sicherheit

Airbag 5 - Szenario

Gurt

Quelle Text: Ford, Bilder: Autoliv


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von Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015

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