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KFZ-Verklebung: Vorteile des Car-Wrapping

Fahrzeuge, die mit Folien geschmückt sind, finden sich mittlerweile auf vielen Straßen. Die Verklebung (Folierung) hat viele Vorteile, die besonders diejenigen ansprechen, die ihr Auto pflegen, jedoch nicht das nötige Kleingeld haben, um es neu lackieren zu lassen. Doch bei der Anschaffung müssen Fahrzeughalter einige Dinge beachten.

Lackierung oder Verklebung
Eine neue Lackierung kann sich nicht jeder leisten. Eine Vollverklebung stellt eine kostengünstige Alternative dar.

Die Eigenschaften der Folie

Bereits beim Kauf sollte auf eine hochwertige Folie geachtet werden, denn andernfalls kann es passieren, dass einige Stellen gut am Lack haften, während sich andere bereits lösen. Die Folge wäre kein gepflegtes Design, sondern eher der Eindruck von schlechter Verarbeitung. Es ist daher empfehlenswert, auf eine mehrschichtige Hochleistungs-PVS-Folie zu achten. Auch beim Kauf gibt es einige Hinweise, die dem Verbraucher helfen, das richtige Produkt zu erstehen. Hier sind unter anderem Preis und Lieferbedingungen zu nennen. Es lohnt ein Besuch bei verschiedenen Händlern im Internet, um diese Kriterien zu vergleichen. Es empfiehlt sich außerdem besonders auf eine positive Kundenbewertung zu achten, denn andernfalls können lange Lieferzeiten sowie schlechte Qualität den Traum eines schönen Autos schnell zerstören. Auch die verschiedenen Farben spielen bei der Gestaltung des Autos eine wichtige Rolle, schließlich sollten Farben gewählt werden, die dem Geschmack des Verbrauchers entsprechen.

Vorteile eine Fahrzeugverklebung

Die Vorteile des sogenannten Car-Wrappings sind vielfältig, besonders die Kostenersparnis gegenüber einer professionellen Autopolitur oder Versiegelung verleiten Autoliebhaber dazu, eher auf die Verklebung zurückzugreifen. Zwar dient die Politur bereits dazu, den Wert des Autos zu erhalten und das äußere Erscheinungsbild zu pflegen, aber gerade Privatpersonen haben nicht immer eine hochwertige Poliermaschine zur Verfügung. In diesem Fall kommt, außer der Vollverklebung, lediglich eine kraftaufwändige Handpolitur in Frage. Auch die Kosten einer professionellen Versiegelung sind vergleichsweise hoch, denn Nanoversiegelungen sind zum einen sehr aufwendig und zum anderen, so raten Autopflegeexperten dazu, ist diese Vorgehensweise lediglich von Profis durchzuführen.

Die Vorteile:

  • Langlebigkeit

Ein Punkt, der für eine Vollverklebung spricht, ist die Langlebigkeit der Folie. Denn nach dem Auftragen hält diese über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren. Falls sich die Ummantelung irgendwann löst, dann wird die nächste Folie aufgetragen.

  • Abwechslung

Folien können jederzeit entfernt beziehungsweise ausgetauscht werden. Fahrzeughalter können also spontan über die Farbe und das Design ihres Fahrzeugs entscheiden.

  • Schutz

Vollverklebung bietet einen zuverlässigen Schutz vor Steinschlägen und Kratzern. Denn die Folie stellt einen zusätzlichen Schutzfilm dar, den kleinere Gegenstände nicht durchdringen können. Außerdem kann auch UV-Strahlung der Lackierung des Fahrzeugs schaden, Klebefolien hingegen sind unempfindlich. Dennoch gibt es bereits kratzbeständige Autolacke und auch ein Sonnenschutz soll in naher Zukunft voll integriert sein. Diesem Bericht zufolge sind die Innovationen gegenwärtig jedoch noch nicht auf dem Markt, sondern werden noch in Laboren getestet. Daher sind Klebefolien momentan die wirksamste Lösung, um das Auto langfristig vor Kratzern, Steinschlägen und vor Verblassung zu schützen.

  • Kosten- und Zeitersparnis

Anders als eine neue Lackierung oder eine Autopolitur kostet eine Vollverklebung lediglich zwischen 20 und 25 Euro pro Quadratmeter. Doch auch die Zeitersparnis ist an dieser Stelle zu nennen, denn für eine Lackierung muss nicht nur mehr Geld, sondern ebenfalls mehr Zeit investiert werden.

  • Individuelle Gestaltung des Fahrzeugs

Ein wichtiger Vorteil ist die Gestaltungsfreiheit des Fahrzeughalters, denn er kann sein Auto in den Farben schmücken, die ihm am besten gefallen. So kommen inzwischen nicht nur unifarbene Designs zustande, sondern beispielsweise auch buntes Camouflage.

  • Keine Anmeldung erforderlich

Anders als bei vielen Veränderungen am Auto, muss eine farbliche Veränderung des Autos durch eine Folie nicht eingetragen werden. Bei anderen Folienverklebungen, beispielsweise an den Scheiben verhält es sich anders, denn hier gilt es bestimmte Regularien einzuhalten. Nach § 22a StVZO müssen die Scheiben bestimmten Eigenschaften entsprechen. So dürfen keine Frontscheiben verwendet werden und auch die Scheiben neben Fahrer und Beifahrer dürfen nicht mit der Folie beklebt werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere relevante Bestimmungen bezüglich der Folien, die hier nachzulesen sind.

  • Waschstraßengeeignet

Das Fahrzeug lässt sich trotz der Folie weiterhin problemlos reinigen. Es ist also möglich, in die Waschstraße zu fahren. Lediglich auf das Heißwachs müssen die Fahrzeughalter verzichten, denn dieses könnte der Folie schaden. Gleiches gilt für Reinigungen mit dem Hochdruckreiniger. In allen anderen Bereichen steht ein foliertes Auto einem lackierten Auto in nichts nach.

Andere Einsatzgebiete von Klebefolie

Seitenspiegel Verklebung

Seitenspiegel lassen sich ebenfalls durch Klebefolie wieder reparieren

Inzwischen hat Klebefolie auch weitere Einsatzgebiete. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, dass Spiegel, die gesprungen sind, temporär durch eine Klebefolie ersetzt werden. Durch dieses Spiegelglas-Reparaturkit können die Seitenspiegel trotz Sprung weiterhin genutzt werden, ohne dass eine Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse eintritt. Daher bietet sich dieses Kit besonders dann an, wenn lange Urlaubsreisen geplant sind. Auch LKW-Fahrer profitieren von dieser Möglichkeit, denn die Folien sind an jede Größe anpassbar.

Das Entfernen der Klebefolie

Die Entfernung der Verklebung ist einfach, denn es ist lediglich Wärme nötig dafür. Daher ist es ratsam, das Fahrzeug einen Tag zuvor in einer Garage zu parken. Darüber hinaus ist es sinnvoll die Temperatur des Autos großflächig zu erhöhen. Am besten ist ein Abstand von rund 30 Zentimetern, damit die Folie nicht überhitzt. Am besten funktioniert das Lösen mit zwei Personen, sodass eine Person erwärmt, während die andere die Folie entfernt. Statt eines Föhns empfehlen Experten einen mobilen Quarzstrahler, da dieser eine großflächigere Erwärmung ermöglicht. Bei der Entfernung der Folie sollte überdies darauf geachtet werden, jegliche Rückstände zu beseitigen, andernfalls könnten bei dem Aufkleben einer neuen Folie diese Rückstände sichtbar werden. Unebenheiten auf dem Fahrzeug wären dann die Folge.

1. Bild: Pixabay © LollemyArtPhotography (CC0 Public Domain 1.0)
2. Bild: Pixabay © TheAngryTeddy (CC0 Public Domain 1.0)

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015









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