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Leise im Auto unterwegs dank Dämmung und Gegenschall

Alle Pkw-Fahrer, die oft lange auf Autobahnen unterwegs sind, kennen das Problem. Der dröhnende Motor und der rauschende Fahrtwind sind so laut, dass man kaum noch etwas hört. An Radio und ein entspanntes Gespräch mit dem Beifahrer ist dann oft nicht mehr zu denken. Mit einigen einfachen Mitteln kann man allerdings Abhilfe schaffen.

Auto richtig dämmen

Entspannt Auto fahren bei hohen Geschwindigkeiten ist nicht immer entspannend (Foto: Fritz Zühlke_pixelio.de)

 

Hersteller legen immer mehr Wert auf Ruhe im Auto

Bis vor wenigen Jahren war der Geräuschpegel im Innenraum noch einer der größten Kritikpunkte bei vielen Fahrzeugen. Mal heulte der Motor auf, mal schnarrte er und wieder ein anderes Mal fielen die Abrollgeräusche der Reifen unangenehm auf. Auch beschwerten sich viele Fahrer über die Windgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten. Bei längeren Fahrten wirkte sich diese Lautstärke überdies negativ auf die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers aus.

Große Hersteller wie VW investieren viele Ressourcen in die Entwicklung leiser Technologien. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Veränderungen des Golf VI gegenüber seinem Vorgänger. Hier sorgen Extras wie die folgenden für mehr Fahrkomfort:

  • Dämmfolie auf der Frontscheibe

  • Dichtungen an Türen und Seitenscheiben

  • besser isolierter Motor- und Innenraum

  • Wechsel der Einspritz-Technologie vom lauten Pumpe-Düse- zum leiseren Common-Rail-Verfahren

  • aerodynamische Außenspiegel zur Reduktion des Windgeräusches

  • verbesserte Fahrwerksbuchsen

Besonders beliebt ist dabei heute noch immer die Auto-Dämmung mit Anti-Dröhn-Matten oder Alubutyl.

Nicht nur mit Dämmung kann man für Ruhe sorgen

Einen ganz anderen Weg beschritt der japanische Automobilkonzern Honda mit der überarbeiteten Version seines Aushängeschilds Legend. Dabei kommt statt einer Dämmung ein aktives Geräuschunterdrückungssystem zum Einsatz. Das System filtert niederfrequente Geräusche wie das Motorenbrummen und das Windrauschen ganz einfach heraus. Möglich wird das, indem es die Frequenz der eingehenden Schallwellen bestimmt und dann genau die gegensätzlichen Frequenzen aussendet. Dadurch werden die störenden Schallwellen neutralisiert. Man spricht hierbei auch von „noise cancelling“. Ergänzt wird das Ganze durch Flüsterreifen.

Achtung! In vielen Fahrzeugen ist ein derartiges System noch nicht integriert. Zu den gängigsten Methoden der Geräuschminimierung zählt nach wie vor die Dämmung.

Mehr als nur ein Luxusproblem

Bei der Geräuschdämmung im Fahrzeug geht es nicht nur darum, das Radio oder seine Beifahrer besser zu verstehen. Auch geht es nicht nur um Komfort, sondern vor allem um die Sicherheit. Ein hoher Lärmpegel im Fahrzeug schränkt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Fahrers nämlich massiv ein. Er wird unaufmerksamer. Das erhöht wiederum die Gefahr von Unfällen. Außerdem kann ein zu hoher Lärmpegel auf Dauer die Ohren schädigen.

 Geräuschdämmung bringt Sicherheit

Geräuschdämmug bringt Sicherheit (Foto: Sedo_pixelio.de)

 

In diesem Beitrag von autobild.de finden Sie eine Übersicht über die größten Lärmquellen und die Folgen einer unzureichenden Schalldämmung.

Ein Tipp – unbedingt Probefahrt mit mehreren Autos machen

Damit Sie später keine böse Überraschung erleben, sollten Sie eine Probefahrt machen und genau auf die Geräuschkulisse achten. Oftmals konzentriert man sich nämlich so stark auf das Fahrgefühl, dass man eine hohe Lautstärke gar nicht mitbekommt. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass man das Auto mit der gewünschten Motorisierung Probe fährt.

Vergessen Sie dabei allerdings nicht, dass auch andere Faktoren für den Klang des Autos verantwortlich sind. In einem anderen Fahrzeug kann sich der gleiche Motor da schon ganz anders anhören. Eine große Lärmquelle sind z. B. abgefahrene Reifen. Damit Sie hier nächstes Mal genauer nachprüfen können, haben wir einen praktischen kleinen Ratgeber zum Thema Reifenalter für Sie.

 

 

 

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 28.05.2015









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