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Fahrerassistenzsysteme (2)

Cross Traffic Alert, Spurhalteassistent, Toter Winkel Assistent, Einparkassistent...

Cross Traffic Alert

Dieses Fahrer-Assistenzsystem wurde erstmals im neuen Volvo V40 vorgestellt und eingesetzt. Das System ist besonders in lebhaften, engen oder unübersichtlichen Situationen hilfreich, wenn die Sicht beim rückwärtigen Ausparken durch Gebäude, Vegetation oder parkende Fahrzeuge eingeschränkt ist. Cross Traffic Alert erfasst durch im Fahrzeugheck verbaute Radarsensoren Fahrzeuge in einem Umkreis von bis zu 30 Metern. Bei kürzerer Distanz können auch Fahrräder oder Fußgänger wahrgenommen werden. Solange sich ein Objekt in der überwachten Zone befindet, ertönt ein Warnsignal aus den jeweiligen hinteren Lautsprecherboxen – zusätzlich erscheint eine optische Warnmeldung über die LED-Lampe, die auch für BLIS verwendet wird.

Querverkehr

Das neue Fahrerassistenzsystem Cross Traffic Alert erhält seine Informationen von den in der hinteren Stoßstange installierten Radarsensoren, die den Querverkehr hinter dem Fahrzeug - beispielsweise beim Ein- und Ausparken seitlich des Fahrzeugs - registrieren.

Intelligente Kreuzung - Erkennungssystem verhindert Unfälle

In Deutschland passieren ein Drittel aller Unfälle mit Personenschäden an Kreuzungen, 20 Prozent der Verkehrstoten gehen auf Fehler beim Abbiegen oder Überqueren von Straßen zurück. Um solche Gefahrenmomente künftig zu verringern, forschen die Autohersteller an Erkennungssystemen für intelligente Kreuzungen, also an Autos, die mit modernen Fahrerassistenzsystemen untereinander kommunizieren und auch mit intelligenten Kreuzung.

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Driver Alert

Driver Alert warnt den Fahrer bei Übermüdung, unkonzentrierter Fahrweise oder dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur.

Das System überwacht mittels verschiedener Sensoren und einer hochauflösenden Kamera in der Frontscheibe die Bewegungsmuster des Fahrzeugs und registriert dabei, ob diese kontrolliert ablaufen oder nicht. Sobald es gravierende Abweichungen gibt, wird der Fahrer durch optische und akustische Signale gewarnt. Zur Warnung bei Übermüdung misst Driver Alert den aktuellen Konzentrationsgrad des Fahrers. Fällt dieser unter ein bestimmtes Level, empfiehlt das System eine Erholungspause. Zu erkennen ist dies am aufleuchtenden Symbol einer Kaffeetasse, einer ergänzenden Textmeldung sowie einem Warnton. Das System schaltet sich ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h automatisch ein und bleibt aktiv, bis die Marke von 60 km/h unterschritten wird.

 

Lane Departure Warning

Dieses System warnt den Fahrer bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur.

Dazu ertönt ein dezentes akustisches Warnsignal, sobald das Fahrzeug Fahrbahnmarkierungen ohne erkennbaren Grund kreuzt. Eine hochauflösende Kamera überwacht dazu die Position des Fahrzeugs innerhalb der Fahrbahnmarkierungen. Das akustische Warnsignal wird deaktiviert, wenn der Fahrer vor einem Überholvorgang und dem Überfahren der Mittellinie den Blinker setzt. Lane Departure Warning ist ein Bestandteil von Driver Alert.

Spurhalteassistent

Lane Departure Warning und Spurhalteassistent warnen bzw. greifen korrigierend ein

Spurhalte-Assistent

Der Spurhalte-Assistent kommt erstmals im neuen Volvo V40 zum Einsatz und unterstützt den Fahrer dabei, in der vorgesehenen Fahrspur zu bleiben.

Dabei kontrolliert eine Frontkamera die Fahrbahnmarkierung links und rechts sowie die momentane Fahrweise. Deutet sich ein unvorhergesehener oder unfreiwilliger Fahrbahnwechsel an, greift die Technik unterstützend ein. Zunächst verstärkt der Spurhalte-Assistent sanft und behutsam das Einschlagen des Lenkrades. Reicht das zusätzliche Lenkmoment nicht aus, sendet das System eine deutlich spürbare Vibration am Lenkrad aus, die den Fahrer für die Fahrsituation zusätzlich sensibilisiert. Der Spurhalte-Assistent ist bei Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 200 km/h aktiv. Voraussetzung für die Funktionsweise des Spurhalte-Assistenten sind Fahrbahnmarkierungen. Er ist deaktiviert, sobald der Blinker betätigt wird. In engen Kurven warnt der Spurhalte-Assistent nur beim Verlassen der äußeren Fahrspur.  

Toter-Winkel-Assistent (BLIS)

Das Blind Spot Information System (BLIS) ist ein Sicherheitssystem, das den so genannten toten Winkel überwacht.

 Durch Digitalkameras, integriert in den jeweils unteren Bereich beider Außenspiegel, registriert BLIS Fahrzeuge, die sich in einem Bereich von bis zu 9,5 Metern hinter sowie bis zu drei Metern rechts und links neben dem Volvo aufhalten und vom Fahrer nur sehr schwer beziehungsweise gar nicht wahrgenommen werden können. Sobald ein Fahrzeug in diesem Bereich erscheint, warnt eine orange leuchtende Lampe im linken oder rechten inneren Spiegeldreieck vor der möglichen Gefahr.

Fahrzeuge, die um mehr als 20 km/h langsamer oder um mehr als 70 km/h schneller sind als das eigene, werden nicht erfasst. Bei Bedarf lässt sich BLIS auch vom Fahrer deaktivieren, beim erneuten Start des Fahrzeugs nimmt es den Betrieb automatisch wieder auf. Das System ist ab einer Geschwindigkeit von 10 km/h aktiv, arbeitet sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit mit der gleichen Zuverlässigkeit. Es unterliegt allerdings den gleichen Limitierungen wie das menschliche Auge. Daher kann es bei Regen, Schnee oder Nebel zu Einschränkungen kommen.

Im neuen Volvo V40 kommt ein erweitertes und nun radarbasiertes System zum Einsatz, das ab einer Geschwindigkeit von 12 km/h aktiv ist. Die weiterentwickelte Technik sorgt jetzt auch im rückwärtigen Verkehr für mehr Sicherheit. Zusätzlich zu der bewährten Toter-Winkel-Funktion kann BLIS sich schnell annähernde Fahrzeuge bis zu 70 Meter hinter dem Heck wahrnehmen und den Fahrer vor einem riskanten Spurwechselmanöver warnen. Das erweiterte BLIS arbeitet mit Radarsensoren in der hinteren Stoßstange, die während der Fahrt den Bereich hinter sowie rechts und links neben dem Fahrzeug permanent abscannen. Sobald das Radar ein Fahrzeug im kritischen Bereich erfasst, leuchten die in der A-Säule platzierten LED-Warnlampen auf. Betätigt der Fahrer trotz der ersten Warnstufe den Blinker, signalisiert die zweite Warnstufe durch ein schnell hintereinander folgendes und deutlich wahrnehmbares Aufblinken der LED-Leuchten die mögliche Gefahrensituation. Das optimierte System arbeitet sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit mit der gleichen Zuverlässigkeit. Bei Bedarf lässt sich BLIS vom Fahrer deaktivieren, beim erneuten Start des Fahrzeugs nimmt es den Betrieb automatisch wieder auf.

 Blind Spot Information System

Das Blind Spot Information System (BLIS) wurde erweitert und arbeitet nun radarbasiert. Zusätzlich zu der bewährten Toter-Winkel-Funktion kann BLIS nun sich schnell annähernde Fahrzeuge bis zu 70 Meter hinter dem Heck wahrnehmen und den Fahrer vor einem riskanten Spurwechselmanöver warnen.

Front- und Heckkamera

Eine im Kühlergrill integrierte Frontkamera mit einem Sichtfeld von 180 Grad ermöglicht den Blick „um die Ecke“. Die Kamera unterstützt den Fahrer beim Rangieren in unübersichtlichen Ein- und Ausfahrten und hilft, frühzeitig Fußgänger oder Radfahrer zu erkennen. Die Heckkamera fungiert nicht nur als Hilfe beim Parken und Rangieren, sondern warnt auch mittels eines akustischen Signals in Fällen, in denen zum Beispiel ein Fußgänger plötzlich die Fahrbahn hinter dem Fahrzeug betritt oder ein für den Fahrer nicht sichtbares Hindernis von der Kamera erfasst wird.  

Intelligenter Einpark-Assistent

Der intelligente Einpark-Assistent beim neuen Volvo V40 macht das Einparken sicher und komfortabel. Der Fahrer muss lediglich auf Schaltung und Geschwindigkeit achten, den Parkvorgang selbst übernimmt das intelligente Volvo System automatisch. Die Technik arbeitet mithilfe von Front-, Seiten- und Heck-Ultraschallsensoren. Aktiviert der Fahrer den intelligenten Einpark-Assistenten, beginnen die Sensoren den Straßenrand abzuscannen. Sobald das System eine passende Parklücke erkennt, die nur rund 20 Prozent größer als das Fahrzeug ist, wird der Fahrer durch ein akustisches Signal informiert und durch eine kurze Nachricht im Bordcomputer zum Anhalten aufgefordert. Nun führt das System den Fahrer Schritt für Schritt mittels textlicher und grafischer Hinweise durch den gesamten Vorgang. Ist das Fahrzeug korrekt eingeparkt, erhält der Fahrer erneut ein akustisches Signal und eine Nachricht auf dem Display.

Einparkassistent

Der Einparkassistent scannt die Parklücke

Passive Sicherheit jetzt auch mit Fußgänger-Airbag

Im neuen Volvo V40 kommt serienmäßig der weltweit erste Fußgänger-Airbag zum Einsatz.

Lässt sich eine Kollision mit einem Passanten nicht mehr verhindern, hilft das Sicherheitssystem, die Folgen des Unfalls deutlich zu vermindern. Kommt es zum Kontakt zwischen Fahrzeug und Fußgänger, sorgen insgesamt sieben Sensoren, die in der vorderen Stoßstange angebracht sind, zunächst dafür, dass die Motorhaube um circa zehn Zentimeter angehoben und anschließend der Airbag innerhalb von 50 Millisekunden ausgelöst wird und anschließend 300 Millisekunden aufgeblasen bleibt. Der zwischen Motorhaube und Motorblock entstandene Raum federt den Aufprall ab. Der aufgeblähte, U-förmige Airbag deckt das untere Drittel der Windschutzscheibe, die Scheibenwischerarme sowie einen großen Teil der beiden A-Säulen ab. Der geöffnete Airbag und die angehobene Motorhaube tragen in Kombination dazu bei, die Schwere der Verletzungen des Fußgängers deutlich zu reduzieren.

Fußgänger Airbag

Sieben Beschleunigungssensoren, eine wegweisende Technik und ein blitzschnell auslösender Airbag zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe – das sind die wichtigsten Elemente des ersten Fußgänger-Airbags der Welt.

Video Animation zum Volvo Fußgänger Airbag (Passenger Airbag) 

 




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Quelle Text und alle Bilder: Volvo Car Germany



von Johannes Wiesinger

bearbeitet: 25.05.2016

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