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BatterieTest 2014: Standard vs EFB und AGM

Zehn Starterbatterien für die Kompaktklasse auf dem Prüfstand.

Herkömmliche Blei-Säure-Akkus gegen die besonders leistungsfähigen EFB- und AGM-Batterien. Welcher Akku passt wirklich?

Wie bereits vor 2 Jahren testete die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachungwieder Batterien. Diesmal wurden zehn Starterbatterien mit Kapazitäten zwischen 70 und 75 Amperestunden getestet, die im Kompaktwagensegment für Golf & Co. zum Einsatz kommen und in drei Versionen angeboten werden. Es handelte sich zum einen um klassische Blei-Säure Akkus und zum anderen um Batterien mit EFB- bzw. AGM-Technologie, die für moderne Fahrzeuge etwa mit Start-Stopp-Automatik und Energierückgewinnung (Rekuperation) Pflicht ist.

Batterietest 2014
Batterietest GTÜ 2014 (Foto: Horst Schmid / Fotolia / GTÜ)

Sieger des GTÜ-Tests wurde bei den einfachen Starterbatterien die Intact Premium Power (siehe Tabelle) knapp vor der Bosch S4 008, die beide mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ ausgezeichnet wurden sowie vor den „empfehlenswerten“ Varta Blue Dynamic und Moll M3 Plus K2.

Sieger bei den für viele Start-Stopp-Modelle geeigneten EFB-Akkus (EFB = Enhanced Flooded Battery) führt die „sehr empfehlenswerte“ Moll Start/Stop EFB vor den „empfehlenswerten“ Bosch EFB S5 E08 und Banner Running Bull EFB an.

Sieger und "On Top" vergaben die GTÜ-Prüfer gleich dreimal ein „sehr empfehlenswert“ für die besonders leistungsfähigen, aber auch extra teuren AGM-Batterien (AMG = Absorbent Glass Mat) Varta Start-Stop Plus, Intact Start-Stop-Power und Exide Micro Hybrid.

Details GTÜ-Batterie-Tests 2014 (im neuen Fenster)

AGM ist bei der Zyklenfestigkeit und Kaltstart vorn

Alle Batterien wurden auf einem speziellen Batterieprüfstand getestet. Kapazitätsmessungen hinsichtlich Zyklenfestigkeit, nach Kaltstart und Tiefentladung sowie die Simulation möglicher Kaltstarts bei minus 20 Grad Celsius lieferten erwartungsgemäß Topwerte für die AGM-Akkus. Sie erreichten ohne Probleme 35 Entladezyklen, definitionsgemäß jeweils bis zu einer Spannung von 10,5 Volt. Sie hielten außerdem gegenüber den klassischen Starterbatterien und den EFB-Modellen bis zur doppelten Anzahl an Kaltstarts aus und verkrafteten die Belastung der Tiefentladung deutlich länger. Somit eignen sie sich tatsächlich bestens für Autos mit modernem Batteriemanagement und hohen Anforderungen hinsichtlich des Stromverbrauchs. Etwas überraschend war hingegen die Erkenntnis, dass zwischen konventionellen und EFB-Batterien geringere Leistungsunterschiede bestehen als gedacht!

Upgrade nicht zu empfehlen

Obwohl der Batterietest der GTÜ gezeigt hat, dass AGM-Akkus überdurchschnittlich leistungsfähig sind, kann man den Autobesitzern prinzipiell kein „Upgrade“ auf die vermeintlich hochwertigste Batterietechnik empfehlen. So ist zum Beispiel beim Wechsel auf AGM eine Vollladung der Akkus nicht immer gewährleistet, weil unterschiedliche Ladeschlussspannungen eine Rolle spielen können. Auch kommt es auf den Einbauort der Energiespeicher an, weshalb auch beim Betrieb von Start-Stopp-Systemen nicht grundsätzlich AGM die bessere Wahl ist. Bei entsprechender Platzierung im Motorraum ist möglicherweise die wärmeunempfindlichere EFB zu bevorzugen, weil das Vlies der AGM bei zu hohen Temperaturen leicht austrocknen kann!

Die Experten der GTÜ empfehlen daher auch, beim Batterieersatz möglichst den gleichen Typ wieder zu verwenden, der schon ab Werk eingebaut war. Im Zweifel hilft auch ein Blick in die Bedienungsanleitung weiter. Die meisten Fahrzeughersteller bestätigen die Einschätzung der GTÜ und schreiben dort beim Batteriewechsel die „gleiche Spezifikation“ vor.

Test 2012: AGM-Batterie vs Blei-Säure-Akku

GTÜ und Autozeitung testen Autobatterien:
Perfekter Kaltstart nur mit starken Akkus

Dezember 2012 - Niedrige Temperaturen sind eine große Herausforderung für Starterbatterien. Besonders gealterte Akkus geben in der kalten Jahreszeit schnell ihren Geist auf. Dann ist Ersatz fällig.

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat gemeinsam mit der Auto Zeitung zehn Starterbatterien auf Herz und Nieren getestet. Auf dem Prüfstand standen vier neuartige AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat) mit 70 Ampere-Stunden und sechs herkömmliche Blei-Säure-Batterien mit 72 bis 77 Ampere-Stunden. Akkus dieser Kapazität taugen für den Einsatz in Kleinwagen und Kompaktmodellen wie VW Polo, VW Golf, Opel Astra & Co.


GTÜ testet Autobatterien: Perfekter Kaltstart nur mit starken Akkus

GTÜ testet Autobatterien: Perfekter Kaltstart nur mit starken Akkus

Banner siegt bei AGM-Batterien

Sieger des GTÜ-Tests ist bei den AGM-Batterien die Banner Running Bull AGM (257 Euro), die beim Kaltstart besonders gut abschnitt (siehe Ergebnistabelle), dicht gefolgt von der zweitplatzierten Varta Start Stop AGM (269 Euro). Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt die Exide Micro-Hybrid AGM (160 Euro). Die Moll AGM 81070 (220 Euro) brilliert auf Platz vier mit großer Ausdauer nach der Tiefentladung.

Exide bei normalen Blei-Akkus vorn

Bei den normalen Batterien verfügt der Testsieger Exide Premium (120 Euro) über die beste Kapazität. Die Summe der guten Eigenschaften bringen Sonnenschein Start Line (95 Euro) und Varta Silver Dynamic (163 Euro) auf die Plätze zwei und drei. Mit durchweg akzeptablen Ergebnissen belegen Bosch Silver S4 (152 Euro) und Moll (158 Euro) die nachfolgenden Plätze. Schlusslicht des Tests ist die Banner Starting Bull (122 Euro) mit der geringsten Punktzahl.

Kälte- und Härtetest im Prüflabor

Für eine objektive Bewertung mussten alle Kandidaten auf einem speziellen Batterieprüfstand beweisen, was sie können. Die GTÜ testete Kapazität und Verhalten bei Tiefentladung. Hier zeigten sich bereits große Unterschiede: Bei den Standard-Akkus erreichte kein einziger nach der vollständigen Erstladung die angegebene Nennkapazität, während die AMG-Batterien brillierten.

Wenn eine Batterie schon schwächelt, dann fällt sie meist bei frostigen Temperaturen aus. Um das unter Testbedingungen zu simulieren, nutzte die GTÜ eine auf minus 20 Grad eingestellte Kältekammer. Bei den Kaltstarts überzeugten wiederum die AGM-Powerpacks mit kraftvoller Ausdauer (33 bis 24 Starts). Die herkömmlichen Akkus stießen hingegen schneller an ihre Grenzen (23 bis 14 Starts). Doch auch diese Ergebnisse sind unter den harten Bedingungen akzeptabel.

Kältest beim Batterietest der GTÜ

Kältest beim Batterietest der GTÜ bildlich gesprochen

AGM unschlagbar bei der Lebensdauer

Ein weiteres wichtiges Testkriterium ist die Lebensdauer. Die GTÜ testete sie anhand der Zyklenfestigkeit. Hier lagen wieder die AGM-Batterien unschlagbar weit vorn. Bei den konventionellen Bleibatterien schnitten Varta und Exide gut ab. Bei der Anzahl der möglichen Entladezyklen spielte die AGM-Technik ihre bauartbedingten Vorteile erneut aus. Alle vier Testkandidaten erreichten die volle Punktzahl. Bei der Ausdauerprüfung, also einer Dauerstromentnahme zum Beispiel durch versehentlich angelassenes Licht, punkteten Moll und Banner im AGM-Segment. Bei den herkömmlichen Akkus lieferten Exide Premium und Varta Silver sehr gute Werte.

Testergebnisse

Testergebnisse Testergebnisse herkömmliche Batterien
Testergebnisse AGM-Batterien Testergebnisse AGM-Batterien

 

Stuttgart, den 19. Dezember 2012

 

Quelle Bilder und Text: GTÜ, Horst Schmid / Fotolia

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Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015

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