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Tipps bei Startschwierigkeiten

Vermutlich hat das schon jeder einmal erlebt. Das Auto will einfach nicht anspringen. Wenn man es dann auch gerade eilig hat, ist dies besonders nervig. Besonders in der kalten Jahreszeit passiert dies am Häufigsten. Denn die feuchte Kälte setzt der Kfz-Elektrik besonders zu. Dann ist guter Rat teuer. Woran liegt es? Ist die Batterie etwa zu schwach? Oder sind Kabel und Steckkontakte korrodiert? Oder liegt es an Zündung und Einspritzung? Oder hat etwa der Anlasser seinen Geist aufgegeben? Kfztech.de möchte Ihnen einige Ratschläge geben, wie Sie Startschwierigkeiten vermeiden können bzw. was Sie im Pannenfall tun können.

Problematik Gemischbildung

Gut gewartete Autos springen bei Nässe und Kälte in der Regel zuverlässig an. Doch gerade auch bei älteren Fahrzeugen kommt es schon mal vor, dass die Zündung es nicht packt, das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu entzünden. Denn hat man erst einmal feuchte oder angerußte Zündkerzen, so will auch das Auto nicht anspringen. Ein Starthilfe Spray von Caramba schafft in so einem Fall rasch Abhilfe. Denn damit wird die Zündfähigkeit des Kraftstoffes erhöht und dem schnellen Kaltstart steht nichts mehr im Wege.

Doch wie geht man mit einem Starthilfe Spray bei den heutigen modernen Fahrzeugen vor?

Früher spritzte man diese in den Vergaser. Doch diesen sucht man heute vergeblich im Automobil. Stattdessen spritzt man etwas Spray in den Ansaugstutzen des Luftfilters. Meist reichen schon wenige Sprüher aus. Danach solle man gleich einen Startversuch machen. Eventuell sind auch schon mal zwei oder drei Versuche nötig.

Ein Video zum Starthilfespray verdeutlicht dies.
Caramba Starthilfespray
Ein Starthilfespray kann sehr nützlich sein. (Foto: Caramba)

Problematik Batterie

Die Starterbatterie muss in heutigen Kraftfahrzeugen Schwerstarbeit verrichten. Einerseits soll Sie immer genug Energie für den Start liefern, andererseits muss Sie heute auch viele Verbraucher im Stand versorgen können. Die vielen elektronischen Steuergeräte benötigen auch nach dem Abstellen des Autos noch eine Weile Strom. Das Fahrprofil des Menschen hat sich zudem auch geändert: Es gibt viel mehr Kurzstreckenfahrten. Aber der Generator lädt die Batterie erst bei ausreichend langer Fahrstrecke wieder auf. Dies ist aber bei vielen Fahrten gar nicht gegeben. So fällt die Ladebilanz schon mal negativ aus; soll heißen die Batterie wird entladen statt geladen. Die Batterie ist weltweit die häufigste Ursache für Pannen.

Starthilfe
Batteriepflege ist wichtig. Und Starthilfe will gelernt sein. (Foto: horst_schmid_fotolia_gtue)

Deshalb ist es heutzutage genauso wichtig über den Ladezustand seiner Batterie informiert zu sein, wie über den Reifendruck. Sinnvoll ist es deshalb die Lebendsauer seiner Batterie zu verlängern als Geld für Pannendienste auszugeben und neue Batterien zu kaufen. Hilfreich für ein längeres Batterieleben sind moderne intelligente Ladegeräte bzw. Erhaltungsladegeräte. Intelligente Ladegeräte laden erst die Batterien auf, konditionieren den Akku und erhalten dann den Ladezustand. Diese gibt es bereits für nicht allzu viel Geld. Kfztech.de hat mit den Ctek-Ladegeräten sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ladegerät Ctek
Intelligentes Ladegerät MXS 5.0 von Ctek (Foto: Ctek)

Eine Batterie gehört selbstverständlich auch gepflegt. Die Batterie sollte sauber sein und die Batteriepole gefettet. Schmutz und Feuchtigkeit sorgen für eine stärkere Selbstentladung der Batterie! Zusätzlich ist es nicht verkehrt sich für den Winter ein Starthilfekabel zulegen, um in Notfall für die Starthilfe gerüstet zu sein. Wie man die Starthilfe richtig durchführt, erklären wir Ihnen hier.

Problematik Steckkontakte

Heutige moderne Autos sind heute vielfach mit relativ gut isolierten Steckverbindern ausgestattet, die verhindern sollen das Feuchtigkeit eindringen kann. Die Pins von Steuergerätesteckern haben alle Goldkontakte, so dass keine Korrosion entstehen sollte. Nässe und Feuchtigkeit greift jedoch mit der Zeit auch die abgedichteten elektrischen Kontakte in den Steckverbindungen von Sensoren, Aktoren und Steuergeräten an, so dass diese schließlich auch korrodieren. Die Folge: das Auto springt eines Tages eventuell nicht an. Eine aufwändige Fehlersuche und Instandsetzung ist nötig.

Als Autobesitzer kann da eigentlich nur dafür sorgen, dass kein Wasser in den Steckverbindern stehen bleiben kann. Deshalb gilt: Niemals mit Dampfstrahlern in den Motorraum hineinleuchten. Außerdem sollten Sie einmal jährlich die vorhandenen Wasserablaufbohrungen kontrollieren und von Herbstlaub und Schmutz entfernen. Die Werkstatt des Vertrauens macht dies aber normalerweise immer beim Kundendienst bzw. Wintercheck.

Im Pannenfall

Sollte das Auto trotzdem einmal nicht anspringen, so ist es wichtig die vorgeschriebene Warnweste anzuziehen und die Pannenstelle abzusichern. Auf Autobahnen bitte unbedingt sofort den Pannenstreifen verlassen! Hier entstehen immer wieder schreckliche Unfälle. Anschließend ist über den Notruf der Pannendienst zu verständigen.

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015









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