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Tipps gegen Autodiebe – so schützen Sie Ihr Fahrzeug

Die wenigsten Autodiebe sind heute noch Gelegenheitstäter. Viele von ihnen gehören gut organisierten Banden an, die Autos auf Bestellung stehlen. Um sie zu entmutigen, sollten Sie Ihr Auto auf verschiedene Weisen schützen. Wir zeigen Ihnen, was für Möglichkeiten dafür infrage kommen.

Autodiebe von vornherein entmutigen

Wer ein Auto stehlen will, muss vor allem schnell sein, ehe jemandem etwas auffällt. Sieht er auf den ersten Blick, dass das Objekt seiner Wahl gut gesichert ist, lässt er seinen Plan meist fallen. Dieser offensichtliche Schutz vor Diebstahl ist zumeist mechanischer Natur. Dazu zählen:

Mechanische Sicherungen vor Diebstahl

Es gibt verschiedene gute mechanische Sicherungsmöglichkeiten, um ihr Auto vor Diebstahl zu sichern

Eine Lenkradkralle ist von außen gut zu sehen: Auffällig hält es das Lenkrad in seiner Position und verhindert ein Wegfahren. Zu öffnen ist es lediglich mit dem Schlüssel, den nur Sie besitzen. Gleiches gilt für die Parkkralle, die einen der Reifen umschließt und es unmöglich macht, das Auto ohne Abschleppwagen zu bewegen. Auch für die Gangschaltung gibt es inzwischen entsprechende Sperren. Diese Arten von Schutz gegen den Diebstahl sind wirkungsvoll, aber auch sperrig. Manch ein Autobesitzer möchte nicht jedes Mal beim Aus- und Einsteigen die klobigen Krallen anbringen oder abnehmen müssen.

Mit Felgenschlössern, also Spezialschrauben an den Felgen, können Sie verhindern, dass sie jemand abschraubt und mitnimmt. Allerdings sollten Sie immer selbst den passenden Schlüssel dabeihaben, falls Sie einmal den Reifen wechseln müssen. Bolzenriegelschlösser hingegen können Sie in einer Fachwerkstatt an den Türen und am Kofferraum zusätzlich anbringen lassen. Die Bolzen sind besonders lang und erschweren das Schlossknacken erheblich. Zusätzlich zu den ursprünglichen Schlössern bieten sie einen weiteren Schutzwall und wirken abschreckend auf Diebe.

Elektronische Sicherungen gegen Autodiebstahl

Gute elektronische Sicherungen gegen Autodiebstahl

Eine der wichtigsten elektronischen Diebstahlsicherungen ist bereits meist ab Werk im Auto enthalten, nämlich die Wegfahrsperre. Sie springt an, wenn der Fahrer den Wagen verlässt, und wird wieder aufgehoben, wenn der richtige Schlüssel verwendet wird, um das Auto wieder zu starten.

Auch Alarmanlagen sind vielfach schon von Anfang an mit an Bord. Sie können in verschiedenen Situationen reagieren. Einige von ihnen springen an, wenn jemand in den Innenraum des Autos eindringt. Andere reagieren auf die Berührung von Tür oder Motorhaube. Außerdem gibt es noch solche Anlagen, die bei einem neuen Neigungswinkel des Autos Alarm geben. Diese sind selten ab Werk enthalten, können aber nachgerüstet werden.

Der laute Alarm schreckt viele Diebe ab, weil er Aufmerksamkeit anzieht. Allerdings gibt es inzwischen auch Micro-Alarme, die auf Erschütterung reagieren. Im Auto selbst bleibt es still, doch es wird die Nachricht auf das verbundene Handy geschickt. Der Besitzer kann sofort die Polizei rufen, die die Täter am Wagen überrascht.

Leichte Verfolgung dank GPS

Wird Ihr Wagen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gestohlen, können Sie ihn mittels GPS wiederfinden. Es gibt einige große Fachanbieter wie etwa Bornemann, die Ihr Auto mit dem entsprechenden GPS-Gerät ausstatten, sodass Sie selbst es mit dem Computer oder dem Smartphone verfolgen können. Sie sind so konzipiert, dass sie besonders unauffällig am Auto angebracht werden können und einen speziellen Schutz besitzen, der Manipulations- oder Entfernungsversuche so gut wie unmöglich macht. Die Polizei hat so natürlich ein leichtes Spiel damit, Ihnen Ihr Eigentum wiederzubringen.

Den Dieben die Flucht verwehren

Es gibt weitere Neuerungen, die es Dieben schwer machen, Ihr Auto zu stehlen. Zum Beispiel können Sie ein kleines Gerät einbauen, das bei Diebstahl den Kontakt zur Batterie unterbricht. Es lässt sich nicht ausbauen, ohne dass die Batterie beschädigt und der Wagen erst einmal unbrauchbar wird. Und auch die Zufuhr des Treibstoffs kann unterbrochen werden, sodass der Wagen nach einer kurzen Strecke liegen bleibt. Wirkungsvoll, aber umständlich sind die Ventilwächter: Diese müssen Sie vor jeder eigenen Fahrt abnehmen und danach wieder auf die Ventile setzen. Fährt das Auto mit den Wächtern an, lassen diese die Luft aus den Reifen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wenn es irgend möglich ist, sollten Sie Ihr Auto in einer abschließbaren Garage parken. Muss es auf der Straße stehen, sollten Sie einen Platz in einer gut beleuchteten, belebten Gegend suchen. Nehmen Sie immer Ihr Navigationsgerät mit, wenn Sie aussteigen, und entfernen Sie auch die Halterung. Diese allein reicht oft schon aus, um Diebe anzulocken. Lassen Sie auch nie Ihr Smartphone im Wagen liegen, und wenn es möglich ist, nehmen Sie auch Ihr Autoradio mit. Lassen Sie grundsätzlich niemals, auch nicht kurz, den Zündschlüssel stecken und vergewissern Sie sich immer, ob der Wagen wirklich abgeschlossen ist: Mit Störsendern kann das Funksignal unterbrochen werden, mit dem Sie den Wagen mittels Fernbedienung abschließen. Weitere Tipps, die Sie beim Abstellen Ihres Autos beachten sollten, bietet Ihnen die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes auf polizei-beratung.de.

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 27.04.2016









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