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Verkauf von Gebrauchten – Tipps für Privatpersonen

Wenn der Verkauf eines gebrauchten Fahrzeugs ansteht, stehen Besitzer vor verschiedenen Herausforderungen. Besonders nervenaufreibend gestaltet sich der Besitzerwechsel aufgrund der zunehmenden Anzahl dubioser Machenschaften von unseriösen Autohändlern. Nicht selten sind gerichtliche Auseinandersetzungen die Folge. Wie sich private Autoverkäufer schützen und gewährleisten einen angemessenen Preis für den Pkw zu erhalten, wird hier erklärt.

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Wer seinen Gebrauchten verkaufen möchte, sollte ein paar Dinge beachten - Bild: Pezibear von www.pixabay.com

Vorsicht bei Visitenkarten an der Windschutzscheibe

Betrachtet an den deutschen Gesamtexporten waren Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Anteil von 17,9 Prozent im Jahr 2014 die wichtigsten Handelswaren, so die Information auf der Internetpräsenz des Statistischen Bundesamtes. Der Gebrauchtwagenmarkt erfreut sich eines zunehmenden Booms. Leider locken die Entwicklungen am Markt auch immer mehr dubiose Händler an. Sie haben es insbesondere auf private Verkäufer abgesehen, da sich diese meist leicht verunsichern lassen. Besonderes weit verbreitet, ist die Masche der sogenannten Kartenhändler. Sie platzieren ihre Visitenkarten an Gebrauchtwägen auf öffentlichen Parkplätzen, aber auch Privatgrundstücken, um auf ihr Interesse an einem Autokauf aufmerksam zu machen. Da diese Werbeform zum Großteil nicht angemeldet wird, ist das Anbringen der Karten an Windschutzscheiben nicht erlaubt. Oft sind auf den Karten Sätze wie „Ich kaufe ihr Auto!“ oder ähnliches zu lesen. Viele gutgläubige Fahrzeugbesitzer haben sich mit derartigen Händler getroffen und ihr Auto letztendlich viel zu billig verkauft. Während manche Kartenhändler darauf abzielen Gebrauchte möglichst günstig einzukaufen und Verkäufer von viel zu niedrigen Preisen zu überzeugen, arbeiten andere mit kostenpflichtigen Rufnummern, um Pkw-Besitzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Um sicherzugehen nicht an dubiose Käufer zu geraten, sollten derartige Visitenkarten entsorgt und stattdessen eine seriöse Alternative gewählt werden.

Möglichkeiten zum Autoverkauf

Eine der ältesten Möglichkeiten einen Gebrauchtwagen zu verkaufen, besteht in der klassischen Zeitungsannonce. Nachteilig daran ist, dass die Annoncenschaltung in der Regel kostenpflichtig und die Reichweite stark beschränkt ist. Weitaus vielversprechender ist der Verkauf über das Internet. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Plattformen entwickelt, die neben Seriosität mit einer komfortablen sowie kostenlosen Annoncengestaltung überzeugen. Innerhalb weniger Minuten lassen sich professionelle Annoncen inklusive Bilder erstellen. Ein elementarer Faktor beim Gebrauchtwagenverkauf stellt der Verkaufspreis dar. Viele Privatpersonen wissen nicht, was sie für ihr Fahrzeug verlangen können und verkaufen es unter dem eigentlichen Wert.

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Mit einem so gepflegtem Interieur lässt sich sicherlich ein guter Preis erzielen - Foto: amilalakmal von www.pixabay.com

Wer gut informiert ist, kann bei Verhandlungen wesentlich überzeugender Auftreten und einen angemessenen Preis erzielen. Hilfreich bei der Wertermittlung sind regionale Serviceangebote wie sie auf der Internetplattform jetztautoverkaufen unter anderem für den Raum Stuttgart präsentiert werden. Mit Hilfe eines Online-Bewertungstools lässt sich ein erster Schätzwert zum entsprechenden Fahrzeug ermitteln. „Dieser Wert bildet die Basis für eine sich anschließende Restwertermittlung“, so der Hinweis des Onlineportals. Interessenten, die den Gebrauchtwagen nicht selbstständig verkaufen möchten, um wertvolle Zeit zu sparen, können sich direkt für einen Verkauf über das Portal entscheiden. Derartige Autoankauf-Services gibt es reichlich. Soll das Fahrzeug stattdessen von privat an privat verkauft werden, dient der ermittelte Schätz- beziehungsweise Restwert als Verhandlungsgrundlage.

Tipps zur Wertsteigerung

Der Wert von Gebrauchten kann mit einer Aufbereitung nicht unwesentlich gesteigert werden. Denn, wie wir in diesem Beitrag bereits erläuterten, hat der Allgemeinzustand des Fahrzeugs massiven Einfluss auf den Verkaufspreis. Neben einer sorgfältigen Grundreinigung von außen und innen ist es sinnvoll kleinere Schönheitsfehler zu korrigieren. Kratzer und Dellen werden in vielen Werkstätten unter der Serviceleistung „Smart Repair“ günstig ausgebessert. Auch unangenehme Gerüche durch Rauchen oder Haustiere sollten neutralisiert werden. Die relativ geringe Investition lässt sich über den Verkaufspreis mehr als ausgleichen. Verkäufer mit handwerklichem Geschick können mit Mietwerkstätten zusätzlich sparen. Dort werden Reparaturen selbstständig durchgeführt. Im Vergleich zur professionellen Kfz-Werkstatt beziehungsweise Aufbereitern wird nur für geliehene Gerätschaften und den bereitgestellten Arbeitsbereich gezahlt. Der Kostenfaktor Arbeitskraft entfällt. Mit erfolgreichen Ausbesserungsmaßnahmen kann ein um bis zu 1.000 Euro höherer Preis beim Gebrauchtwagenverkauf erzielt werden.

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Professionelle Fahrzeugpflege bzw. "Smart Repair" können den Wert des Gebrauchten beträchtlich steigern -  Foto: autowelt_2014 von www.pixabay.com

Tipps zum Vertrag

Für maximale Verkaufschancen ist es empfehlenswert in verschiedenen Onlineportalen zu inserieren. Generell gilt: Umso detaillierter die Fahrzeugbeschreibung, desto eher wird das Fahrzeug verkauft. Neben umfangreichen und verständlich formulierten Texten sind gute Fotos zum Auto ein Muss. Hier lohnt es sich auch kleinere Gebühren in Kauf zu nehmen, um mehrere Bilder zu präsentieren. Melden sich Interessenten für eine Besichtigung an, sollten Verkäufer gut vorbereitet sein und genau wissen, welche vertraglichen Elemente entscheidend sind, um im Nachhinein nicht belangt werden zu können. In der folgenden Tabelle sind vier wesentliche Punkte vermerkt, die beim Verkauf an Privatperson entscheidend sind:

Kilometerstand Der Kilometerstand wird im Idealfall mit dem Vermerk „laut Tacho“ oder „soweit bekannt“ aufgeführt. Schließlich kann bei Gebrauchten mit mehreren Haltern eine Manipulation nie gänzlich ausgeschlossen werden.
Gewährleistungsausschluss Damit private Verkäufer für möglicherweise auftretende Mängel am Fahrzeug nach dem Verkauf nicht haftbar gemacht werden können, wird eine Klausel zum Gewährleistungsausschluss in den Vertrag integriert.
Übergabequittung Bei einer Übergabequittung handelt es sich um ein Dokument, in dem der Fahrzeugzustand zum Zeitpunkt des Kaufs dokumentiert ist. Sämtliche bekannte Schäden am Auto müssen hinterlegt sein. Die Quittung wird vom Käufer unterschrieben. Dieser quittiert damit gleichzeitig den Erhalt des Kaufobjektes.
Zahlung Das Fahrzeug niemals übergeben, wenn es noch nicht vollständig bezahlt ist!

Im Video von "Abenteuer Auto" wurden weitere Tipps und Tricks zum Autoverkauf zusammengefasst:

 

 

 

 


Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 22.09.2016









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