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Garagentor modernisieren

Über die Vorteile von Garagen freuen sich viele Fahrzeughalter. Sie dienen zum sicheren Abstellen von Pkws, Motorrädern und Co. Weil diese in der Regel täglich im Einsatz sind, sind Garagentore markanten Strapazen ausgesetzt. Sie werden ständig betätigt, was sich nach Jahren an Mechanik, Material und Optik bemerkbar macht. Schließmechanismen funktionieren irgendwann nicht mehr richtig, der Lack von der Oberfläche blättert ab und gegen Diebstahl schützen einige Tore nur geringfügig. Da gerade ältere Modelle in Bereichen wie Funktionalität, Komfort und Diebstahlschutz nur schlechte Werte erzielen, werden sie vielerorts modernisiert. Mit dieser Maßnahme kann die Garage optisch aufgewertet, mehr Sicherheit genossen und von einem höheren Komfortniveau profitiert werden.

Beim Kauf eines neuen Tors müssen zahlreiche Aspekte beachtet werden. Nicht nur über den Typ des Tors ist zu entscheiden, sondern auch über Größe und Funktionen.

Garage

Garagen (Bild: jarmoluk bei pixabay.com)

Zunächst geht es darum, einen Händler zu finden, der das gewünschte Tor-Maß führt. Obwohl es für Garagentore keine DIN-Normen gibt, haben sich gewisse Standardgrößen durchgesetzt, die Bau und Modernisierung von Garagen vereinfachen. Diese Größen haben sich angesichts der gängigen Breiten und Längen von Pkws entwickelt. Folgende beiden Vorzugsgrößen bestehen:

  • 2.375 x 2.125 mm (Breite x Höhe)

  • 2.500 x 2.125 mm (Breite x Höhe)

Diese Maße sind bei jedem Hersteller erhältlich. Meistens führen Marken zudem Sondergrößen, um der Kundschaft bei Modernisierungsmaßnahmen entsprechende Varianten verkaufen zu können. Mögliche Größen (Breite x Höhe) können sein:

  • 2.500 x 2.000 mm

  • 2.375 x 2.000 mm

  • 3.000 x 2.000 mm

  • 3.000 x 2.125 mm

Bei Doppelgaragen für zwei Pkws, können folgende Maße als Standard angegeben sein:

  • 4.500 x 2.125 mm und 4.500 x 2.250 mm

  • 4.750 x 2.125 mm und 4.750 x 2.250 mm

  • 5.000 x 2.125 mm und 5.000 x 2.250 mm

Manchmal werden exakte Maßanfertigungen notwendig, weil insbesondere ältere Garagen andere Größen vorweisen. Unter anderem können Garagentore nach Maß von Teckentrup bezogen werden, einem deutschen Unternehmen, das sich auf die Fertigung von Türen und Toren spezialisiert und Maßanfertigungen im Angebot hat. Je nach Marke, Tortyp und Funktionsumfang ist dabei mit Aufpreisen zu rechnen.

Neben den verschiedenen Maßen ist ein Garagentor-Typ zu wählen. Grundsätzlich gibt es Sektional-, Schwing-, Kipp-, Flügel- und Rolltore. Zu den beliebtesten Varianten zählen Sektional- und Rolltore. Beide öffnen nach oben und haben einen geringen Platzbedarf. Bei alten Garagen wurden häufig Schwingtore integriert, dessen Unterkante beim Öffnen nach außen schwingt. Dabei handelt es sich um Konstruktionen mit einem festen Rahmen. Dieser wird als Zarge bezeichnet. Das Torblatt ist einflügelig und meistens aus verzinktem Stahlblech produziert. Optisch sind Schwingtore von paneelartigen Oberflächen geprägt. Heutzutage erfreuen sich Sektionaltore zunehmender Beliebtheit, weil es im Vergleich zum Schwingtor Vorteile bringt. Es verfügt zwar auch über einen festen Rahmen (Zarge), hat aber einen wesentlich geringeren Platzanspruch, weil es kein einzelnes Großes Torblatt hat, sondern mehrere Einzelelemente. Diese werden Sektionen genannt, wodurch das Tor seinen Namen bekam. Die Verbindung zwischen den Elementen wird über einen Gelenkmechanismus gewährleistet. Mit dieser Konstruktion einhergeht, dass sich das Tor nicht nach vorne öffnet, sondern senkrecht nach oben. Auch innerhalb der Garage nimmt ein Sektionaltor weniger Raum in Anspruch. Positiv an Sektionaltoren ist zusätzlich, dass sie sich in fast jede Garage einbauen lassen. Die herstellerspezifischen Voraussetzungen müssen vor dem Kauf geklärt werden.

Auf Wunsch werden Garagentore mit einer Dämmung ausgestattet. Dies ist besonders dann ratsam, wenn Garagen nicht nur zum Abstellen von Fahrzeugen dienen. Wird das Garagengebäude zum Beispiel als Hobbyraum genutzt, sollte es entsprechend vor Kälte schützen, um sich dort im Winter ohne Komforteinbußen aufhalten zu können. Nicht weniger entscheidend, ist die Isolierung des Garagentors wenn die Garage direkt ans Wohngebäude anschließt. Wie der TÜV Süd informiert, geben die ISO Bezeichnungen (9, 20 und 40) Aufschluss über die Stärke der Torisolierung in Millimeter.

Ein praktisches Detail ist der Fingerklemmschutz. Diese Schutzvorkehrung verhindert Verletzungen an den Händen, die beim Betätigen von Toren vorkommen können. Dabei wird an Zarge und Torblatt eine flexible Kunststoffleiste angebracht. Diese stellt sicher, dass zwischen den einzelnen Elementen des Tors ein Sicherheitsabstand besteht.

Real Estate Garage

Garage (Bild: stevepb bei pixabay.com)

Im Bereich Sicherheit ist die Abschaltautomatik erwähnenswert. Sie stoppt den Torbetrieb sofort, sollte sich beim Schließen oder Öffnen ein Hindernis auftun. Einige Tore erkennen sogar, wenn sich ein Gewicht am Tor befindet, wie es der Fall ist, wenn sich ein Kind an das Tor hängt. Um Verletzungen und Defekten am Tor vorzubeugen, ist dies sinnvoll.

Generell gibt es manuelle und elektrisch betriebene Garagentore. Sind Garagentore mit einem Elektromotor ausgerüstet, wird das Öffnen und Schließen automatisiert. Ob dabei Zahnriemen, Bewegungsschrauben oder Antriebsketten als Antriebsmittel fungieren, ist herstellerabhängig. Ein Garagentorantrieb lässt sich an jedes Garagentor anbringen. Zuvor müssen bauliche Gegebenheiten geprüft werden. Bleibt ein Torantrieb bestehen, während lediglich eine optische Modernisierung angestrebt wird, muss mit dem Torlieferant geklärt werden, ob das Wunschtor in Sachen Gewicht und Größe dazu passt. Sollte das nicht der Fall sein, kann der Antrieb auf Dauer Schaden nehmen. Wird ein elektrischer Antrieb gewählt, sollte das Tor über eine Notentriegelung verfügen. Sobald die Stromversorgung unterbrochen wird, können elektrisch angetriebene Tore nicht mehr reagieren. Dank Notentriegelung lassen sich Garagentore manuell öffnen. Besteht kein Stromanschluss muss auf den Antrieb nicht verzichtet werden. Alternativ werden Tore mit Akku und Solar-Paneelen ausgestattet. Ein Höchstmaß an Komfort bieten Antriebe mit Funkfernbedienung. Diese ermöglichen das Öffnen und Schließen ohne den Pkw verlassen zu müssen.

Ein hochwertiges Garagentor sollte ein Fachmann einbauen. Experten kümmern sich sowohl um den Ausbau des alten Tors als auch um den kompetenten Einbau des neuen Modells. Bei der Wahl des Herstellers sollten Verbraucher auf GS-Zeichen oder das freiwillige Oktagon achten, ein Prüfzeichen das der TÜV Süd vergibt. Während die elektrische Sicherheit durch Norm EN 60335-2-95 bestätigt wird, stehen folgende Normen für weitere Qualitätskriterien:

  • EN ISO 13489-1 – funktionale Sicherheit

  • EN 12424 – Widerstand gegen Windlast

  • EN 12604 – mechanische Anforderungen

  • EN 12453 – Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore

  • EN 12978 – Schutzeinrichtungen für kraftbetätigte Türen und Tore

Der Einbau vom Fachmann ist nicht zuletzt deshalb besser als die eigenhändige Montage, weil damit wertvolle Garantieansprüche bestehen bleiben. Für den Austausch eines Garagentors planen Fachfirmen rund einen halben Tag ein.

Quellen: tuev-sued.de

 

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 09.04.2015











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