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Ankauf von Unfallwagen - wann ist es wirtschaftlich noch rentabel?

Niemand möchte gerne daran denken, aber es kann einem jederzeit passieren: ein Autounfall. Wenn man den Unfall heil überstanden hat, so stellt sich schließlich die Frage wie es mit dem Unfallauto weiter gehen soll. Soll man sein geliebtes Gefährt reparieren lassen, verkaufen oder gar verschrotten?

Reparaturkosten und Zeitwert

Als erstes wird man wohl sein Auto von einem Kfz-Gutachter überprüfen lassen bzw. sich einen Kostenvoranschlag bei seiner Kfz-Werkstatt einholen. Letztlich geht es ja darum, ob eine Reparatur überhaupt noch wirtschaftlich ist. Dies gilt im Besonderen für ältere Fahrzeuge. Hier stellt sich häufig die Frage, ob es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden handelt oder ob das Auto noch einen annehmbaren Restwert besitzt. Bei einem ersten bloßen Blick auf das havarierte Fahrzeug unterschätzt man häufig die Reparaturkosten, die auf einen warten.

 Unfallwagen
Ein vermeintlich kleiner Blechschaden stellt sich manchmal als Totalschaden heraus (Foto: romelia_pixelio.de)

So kann ein zunächst vermeintlich kleiner leicht zu reparierender Schaden z.B. am Heck, sich bei genauerem Hinsehen als Rahmenschaden herausstellen. Wenn man an die Stundenlöhne der Werkstätten und die Ersatzteile sowie die Lackierung denkt, kommen schnell ein paar Tausend Euro zusammen.

Entscheidend ist generell die Frage, ob die Kosten für die Reparatur des Autos unter dem Zeitwert des Autos vor dem Unfall liegen. Denn dann wird man normalerweise eine Reparatur dem Verkauf vorziehen, vorausgesetzt es handelt sich um einen Kaskoschaden bzw. man ist nicht selbst der Unfallverursacher gewesen. Schließlich hat ja auch nicht jeder so viel Geld, das Unfallauto auf eigene Rechnung reparieren zu lassen.

Wenn die Reparatur des Unfallautos keinen Sinn mehr macht, sollte man sich erkundigen, wer das kaputte Auto ankauft, denn Verschrotten muss heute nicht unbedingt nötig sein.

Unfallankauf

Manche Autohändler, wie z.B. Autoankauf in Berlin haben sich darauf spezialisiert Unfallwagen zu kaufen, die innerhalb Deutschlands als wirtschaftlicher Totalschaden gelten und sich für Otto Normalverbraucher nicht mehr rentieren herzurichten. Diese Unfallautos sind dann speziell für den Export z.B. in „Ostblockländer“ wie Litauen bestimmt. Dort sind die Kosten für eine Reparatur weitaus günstiger als in Deutschland. Diese Autos dürfen dann auch einen Motorschaden bzw. Getriebeschaden aufweisen.

Natürlich ist durch den Verkauf von Unfallwagen mit steigendem Alter nicht mehr so viel zu verdienen bzw. sind solche Unfallautos nicht so leicht an den Mann zu bringen wie neuwertigere Unfallwägen. Das hängt aber im Grunde vom Wert des Autos ab, den das Auto vor dem Unfall hatte und natürlich von der Schwere des Unfalls.

Worauf man achten sollte

Wenn man sein Unfallauto verkaufen möchte, sollte man auf ein paar Dinge achten. Viele Händler bieten den Barankauf an und bezahlen bei Übernahme des KFZ in bar aus. Die Abholung und der Abtransport des Fahrzeuges sollten nicht mit Kosten für den Verkäufer verbunden sein, also auch nicht vom Verkaufspreis abgezogen werden. Die sofortige Stilllegung bei der KFZ-Zulassungsstelle gehört ebenfalls zu einem guten Service des Autoankäufers. Ein seriöser Autoankäufer wird beim Ankauf des Unfallwagens auch keine Spesen dem Verkäufer in Rechnung stellen.

Kfztech.de warnt auch vor der unseriösen E-Mail Masche bei der die Verkäufer durch Mails aus z.B. ums Geld gebracht werden. Generell sollten Sie vorsichtig sein, wenn der Ankäufer nur der Vermittler ist, und Käuferdaten nur gegen Vermittlungsgebühr herausgeben will.

Aber sieht man einmal davon ab, ist der Ankauf von Unfallautos, die wirtschaftlich nicht mehr rentabel sind eine gute Sache für den Verkäufer.

 

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Autor: Johannes Wiesinger

bearbeitet: 19.02.2015


Bild: Romelia / Pixelio







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